Bürgerinitiativen Flughafen Braunschweig-Wolfsburg gegen die Startbahnverlängerung des Flughafens

In Kooperation mit  BIBS-Fraktion, Braunschweig-Online, Querumer Forst, Waggum, Waggum-Online


Volkswagen AG

Laut Mitteilung der Volkswagen AG vom 28. Juli 2009 handelt es sich bei der Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens um eine Angelegenheit der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH. Da die Volkswagen AG nur Minderheitsgesellschafter sei, könne sie

Keinerlei Erklärung

hierzu abgeben. Tatsache ist, dass es überhaupt keinen Mehrheitsgesellschafter in der Flughafengesellschaft gab und die Volkswagen AG mit einem Anteil von 35,6% bis August 2010 der zweitgrößte Gesellschafter der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH war.


Im Vergleich dazu nachstehend einige Ausführungen der Volkswagen AG im Planfeststellungsverfahren: Anmerkung: Der ehemalige Nds. Ministerpräsident Wulff in einer Pressemitteilung der Nds. Staatskanzlei vom 31.3.2009: "Ich freue mich darüber, dass VW nun auch den verbliebenen Anteil des Landes übernimmt, denn VW ist Hauptnutzer des Flughafens".

Am 29.6.2009 berichteten die Wolfsburger Nachrichten, der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Prof. Dr. Martin Winterkorn, habe den Wunsch geäußert, VW zum grünsten Automobilbauer der Welt zu machen. Für dieses Ziel werde hart gearbeitet. „Dass der Umweltaspekt wichtig ist, hat bei VW bereits eine lange Tradition", so Günter Damme, Leiter Umwelt im VW-Konzern.

 

Im Mission Statement der Volkswagen AG verpflichtet sich das Unternehmen: „Als globales Unternehmen setzt sich der Volkswagen-Konzern an allen seinen Standorten gleichermaßen für die Belange des Artenschutzes ein. Wir respektieren Sinn und Zweck von geschützten Biotopen. Ausgewiesene Naturschutzgebiete und Nationalparks dürfen wirtschaftlich nicht genutzt werden." (Anm.: Die geplante Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens erstreckt sich in ein hoch-geschütztes Vogelschutz- und Natura-2000-Gebiet).

 

Im Hinblick auf diese Aussagen erscheinen Aktivitäten der Vergangenheit irritierend, unter anderem dokumentiert in

 

Im Gegensatz zu der Antwort an die Bürgerinitiativen, bei der Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens handele es sich um eine Angelegenheit der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH und die Volkswagen AG könne dazu keinerlei Erklärung abgeben, zeigt man sich gegenüber der Wirtschaftspresse auskunftsfreudiger: „Weil die Startbahn zu kurz war, konnte der A319 aus Sicherheitsgründen nicht volltanken", heißt es aus Konzernkreisen. „Wir sind froh, dass VW demnächst von uns aus auf direktem Weg nach China fliegen kann“, sagt ein Sprecher des Flughafens.  Und die Braunschweiger Zeitung vom 13. August 2010 berichtete: "Wörtlich sagte der VW-Sprecher: "Volkswagen hat sich am Flughafen beteiligt, um zu helfen, dieser wichtigen Infrastruktureinrichtung eine gute und sichere Basis für die Zukunft zu geben.""

Siehe auch: 

11.08.2011    Waldabholzung und Lobbyarbeit gegen EU-Richtlinien - VW: The dark side
14.03.2011    Heute startet VW’s neue Fluglinie von Stuttgart nach Braunschweig-Waggum
Zuletzt überarbeitet: 11.08.2011
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