Volkswagen
AG
Laut
Mitteilung der Volkswagen AG vom 28. Juli 2009 handelt es sich
bei
der Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger
Flughafens um eine Angelegenheit der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
GmbH. Da die Volkswagen AG nur Minderheitsgesellschafter sei,
könne sie
Keinerlei
Erklärung
hierzu abgeben. Tatsache
ist, dass es überhaupt keinen Mehrheitsgesellschafter in der
Flughafengesellschaft gab und die Volkswagen AG mit einem Anteil von
35,6% bis August 2010 der zweitgrößte Gesellschafter der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH war.
Im Vergleich dazu
nachstehend einige Ausführungen der Volkswagen AG im
Planfeststellungsverfahren:
- Nach Angaben von VW AirService sind
etwa 80 Prozent der ab Braunschweig angeflogenen Ziele
Langstreckendestinationen, die aufgrund der kurzen Bahn immer einen
Tankstopp
unterwegs notwendig machen.
- Die
Sicherung des Standortes
Braunschweig für VW AirService wird damit langfristig nur mit
einer
Bahnverlängerung auf mindestens 2.300 m zu erreichen sein.
- VW
AirService könnte von der längeren Bahn die kleineren
Jets uneingeschränkt
einsetzen.
- Wenn die Bahn nicht
verlängert wird und gewerbliche Längenfaktoren
angewendet werden
- kann Volkswagen
von Braunschweig aus
Langstreckenziele überhaupt nicht bzw. nicht planungssicher
nonstop anfliegen,
- sind
auch zahlreiche Mittelstreckenziele nicht planungssicher erreichbar,
- ist die
Beweglichkeit der
Konzernleitung erheblich betroffen.
Anmerkung: Der ehemalige Nds. Ministerpräsident Wulff in einer Pressemitteilung
der Nds. Staatskanzlei vom 31.3.2009: "Ich freue mich darüber,
dass VW nun auch den verbliebenen Anteil des Landes übernimmt, denn VW ist Hauptnutzer des Flughafens".
Am 29.6.2009
berichteten die Wolfsburger Nachrichten, der Vorstandsvorsitzende der
Volkswagen AG, Prof. Dr. Martin Winterkorn, habe den Wunsch geäußert,
VW zum
grünsten Automobilbauer der Welt zu machen. Für dieses Ziel werde hart
gearbeitet. „Dass der Umweltaspekt wichtig ist, hat bei VW bereits eine
lange
Tradition", so Günter Damme, Leiter Umwelt im VW-Konzern.
Im Mission
Statement
der Volkswagen AG verpflichtet sich das
Unternehmen: „Als globales
Unternehmen setzt sich der Volkswagen-Konzern an allen seinen
Standorten
gleichermaßen für die Belange des Artenschutzes ein. Wir respektieren
Sinn und
Zweck von geschützten Biotopen. Ausgewiesene Naturschutzgebiete und
Nationalparks
dürfen wirtschaftlich nicht genutzt werden." (Anm.: Die geplante
Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens
erstreckt sich in ein hoch-geschütztes Vogelschutz- und Natura-2000-Gebiet).
Im Hinblick auf diese
Aussagen erscheinen Aktivitäten der Vergangenheit
irritierend, unter anderem
dokumentiert in
Im
Gegensatz zu der Antwort an die Bürgerinitiativen, bei der Verlängerung
der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens handele es sich
um eine Angelegenheit
der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
GmbH und die Volkswagen AG könne dazu keinerlei Erklärung abgeben,
zeigt man sich gegenüber der Wirtschaftspresse auskunftsfreudiger: „Weil
die
Startbahn zu kurz war, konnte der A319 aus Sicherheitsgründen nicht
volltanken", heißt es aus Konzernkreisen. „Wir sind froh, dass VW
demnächst von uns aus auf direktem Weg nach China fliegen kann“, sagt
ein
Sprecher des Flughafens. Und die Braunschweiger Zeitung
vom 13. August 2010 berichtete: "Wörtlich sagte der VW-Sprecher:
"Volkswagen hat sich am Flughafen
beteiligt, um zu helfen, dieser wichtigen Infrastruktureinrichtung eine
gute
und sichere Basis für die Zukunft zu geben.""
Siehe auch:
11.08.2011 Waldabholzung und Lobbyarbeit gegen EU-Richtlinien - VW: The dark side
14.03.2011 Heute startet VW’s neue Fluglinie von Stuttgart nach Braunschweig-Waggum