Die Fakten
- Der
Konzern Volkswagen AG wünscht eine längere Startbahn des Braunschweiger
Flughafens für Flüge seiner Geschäftsleitung von Braunschweig aus statt
vom
nahen Flughafen Hannover. Der Wunsch ist jedoch mangels öffentlichem
Interesse
weder genehmigungsfähig noch förderfähig.
- Der
mit öffentlichen Mittel geförderte Konzern Deutsches Zentrum für Luft-
und
Raumfahrt steuert mit dem Argument
„Forschung“ das öffentliche Interesse an einer Startbahnverlängerung
bei.
Forschungsziel ist ein bürgernahes Flugzeug, das so leise sein soll,
dass es
noch näher am Bürger und auf kürzestem Raum stadtnah starten und landen
kann.
- Die
Förderung des Flughafenausbaus mit öffentlichen Mitteln gerät durch
Tricks und
geheime Absprachen der Verantwortlichen ins Zwielicht. Erwartete
Fördermittel
der EU und des Landes Niedersachsen bleiben daher aus.
- Ein
hoch geschütztes Waldgebiet auf kirchennahem Grund wird durch Fällung
von
bisher über 18.000 Bäumen für die Startbahnverlängerung ruiniert.
Weitere
14.000 Bäume sollen in Kürze betroffen sein.
- Äußerst
mangelhafte bzw. keine Umsetzung der Umwelt- und Naturschutzauflagen,
festgelegt im Planfeststellungsbeschluss und im Beschluß des Nds.
Oberverwaltungsgerichts, durch die zuständigen Behörden.
- Die Stiftung Braunschweigischer
Kulturbesitz (Vorsitzender Dr. Hoffmann)
hackt im Auftrag der Flughafengesellschaft einen Teil ihres eigenen
Waldes ab.
- Die
EU hat aufgrund von Beschwerden ein naturschutzfachliches
Pilotverfahren zum
Ausbau des Braunschweiger Flughafens eingeleitet. Anlass ist u.a. das
Vorkommen des Eremiten - einer hoch geschützten, prioritären Käferart -
im
betroffenen Wald.
- Die
Bundeskanzlerin tritt zwar gern als Advokatin des Umweltschutzes auf,
antwortet
jedoch nicht auf einen Hilferuf von Braunschweiger Bürgerinitiativen.
- Aufgrund
des Verdachts von Straftaten werden mehrere Strafanzeigen gegen die
Verantwortlichen der Startbahnverlängerung gestellt.
- Mit
der Startbahnverlängerung wird eine wichtige Landesstraße
gesperrt. Die
Bevölkerung im Norden Braunschweigs gerät dadurch in eine Hinterhoflage.
- Die
Bevölkerung sowie Betriebe, Rettung und Polizei werden durch die
Straßensperrung auf Dauer zu kostspieligen und zeitraubenden
Umwegfahrten
gezwungen. Die Sicherheit der Bevölkerung wird dadurch beeinträchtigt.
- Den
Nutzen der Startbahnverlängerung haben die Konzerne, den Schaden und
die Kosten
tragen allein die Bürgerinnen und Bürger.
Zuletzt
überarbeitet: 08.09.2011