Verhasster Flughafenausbau?

In einem lichten Moment kommentierte die Braunschweiger Zeitung vom 30. Juni 2010 fast unbemerkt: "Wie mag das ankommen bei den Menschen im Norden der Stadt? Die Hermann-Blenk-Straße wegen Bauarbeiten dicht, die Forststraße wegen Bauarbeiten dicht. Und nun - vermeintlich plötzlich - für vier Wochen auch noch eingeschränktes Durchkommen auf der Grasseler Straße. Und das auch noch wegen des verhassten Flughafenausbaus."

Bürgerinitiativen sehen den beabsichtigten Flughafenausbau wesentlich nüchterner: Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sollen für die Gewinnmaximierung und Bequemlichkeit der beteiligten Konzerne sowie für ein Prestigeobjekt der Ortsfürsten zur Kasse gebeten werden. Zusätzlich dürfen sie die Lasten für Lärm, Staub, Gestank und Verkehrsbehinderungen übernehmen. Und sollte die am Flughafen vorbeiführende Grasseler Strasse geschlossen werden, werden die Bürgerinnen und Bürger im Norden Braunschweigs und im südlichen Landkreis Gifhorn auf Jahrzehnte hautnah in ihrer Hinterhoflage an die verursachenden Konzerne und Ortsfürsten erinnert: ca 3,8 Mio. Umwegkilometer und ca. 77.400 Stunden Fahrzeitverlängerung pro Jahr, die die Betroffenen ertragen und bezahlen müssen, sprechen eine deutliche Sprache.