Archiv
Unterstützung
durch die politischen
Parteien
Der Widerstand gegen eine
sachlich unbegründet
erscheinende Verlängerung der Start- und Landebahn
des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg erhält
Unterstützung
durch
Bündnis90/Die Grünen
Bürgerinitiative Braunschweig BIBS
Die Linke
In der Braunschweiger SPD spricht sich die Basis in
Ortsvereinen
der SPD ebenfalls gegen die beabsichtigte Verlängerung der
Start-/Landebahn des Braunschweiger Flughafens aus, die Fraktion
der SPD im Rat der Stadt Braunschweig
(Mitglieder:
Pesditschek, Hübner, Winter, Kükelhan, Dobberphul,
Evers-Ohlms, Flake, Graffstedt, Grigat, Johannes, Jordan,
Kühn,
Möreke, Palm und Seiffert) hält jedoch noch immer an
dem
weiterhin unsinnig erscheinenden Vorhaben fest.
Vorwort
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln-Porz wurde im November 2000 als umweltfreundliches Unternehmen nach dem "Ökostandard" ISO 14001 zertifiziert. Die Forschungs- und Unternehmensbilanz 2002/2003 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt verweist dazu insbesondere auf die "Selbstverpflichtung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, negative Auswirkungen seiner Aktivitäten auf die Umwelt stetig zu minimieren." Weiter heißt es: "Umweltschutz ist seit Jahren wesentlicher Bestandteil der Arbeiten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt."
Nachhaltigkeitsbericht 2009/2010 der Volkswagen AG: "Verantwortung für Naturschutz und Artenvielfalt: Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist das langjährige Engagement für Natur- und Artenschutz."
Wolfsburger Nachrichten vom 29.6.2009: "Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn habe den Wunsch geäußert, VW zum grünsten Automobilbauer der Welt zu machen. Für dieses Ziel werde hart gearbeitet.
Vergleichen
Sie das Gelesene mit der Fällung von ca. 60.000
Bäumen eines Vogelschutz- und Natura-2000-Gebiets vor den Haustüren
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und der Volkswagen AG.
Gegenwärtige
Situation
Die im Januar 2010 begonnenen, täglichen
Demonstrationen für einen Stopp der aufgrund mangelnden
Bedarfs unbegründeten und damit unsinnigen
Verlängerung der Start-/Landebahn des Flughafens aus
Prestigegründen zum Nachteil von Umwelt und Natur, der
betroffenen Bürgerinnen und Bürger und Steuerzahler
sowie gegen
andauernde und neue Rechtsverstöße im Querumer Forst
werden
unvermindert weitergeführt.
Die Europäische Kommission hatte bereits am 24.
September 2008 auf
eine Eingabe der Bürgerinitiativen mitgeteilt, dass "noch
stets
nicht beabsichtigt sei, den geplanten Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg aus Strukturfondsmitteln zu kofinanzieren." Mit
einem weiteren Schreiben vom 20. August 2009 hatte die
Europäische
Kommission den Bürgerinitiativen diese Position
bestätigt.
Dessen ungeachtet hatte Lehmann aber noch am 23. Juni 2009 konstatiert:
"Wir erwarten von der EU 11,5 Millionen Euro für diesen
beabsichtigten Ausbau des Flughafens." Am 16. April 2010 meinte dann
Lehmann: "Ende letzten Jahres hat das Land erstmalig im Rahmen
einer Besprechung erklärt, dass keine EU-Mittel, sondern nur
noch
GA-Mittel eingesetzt werden sollen. Eine schriftliche
Erklärung
des Landes hierzu gibt es nach wie vor nicht." Wie dem auch sei, die
erwarteten 11,5 Mio. Fördermittel der EU sind futsch.
Am 5. Juni 2010 wurde das 150. Jubiläum
der Waldspaziergänge, die u.a. der Inspektion und
Dokumentation des
Geschehens im Querumer Forst dienen, mit einer Party am Ende
der
Start- und Landebahn in Richtung der geplanten Verlängerung
begangen. Gleichzeitig wurde damit eindringlich wie an jedem Tag an die
wegen des
Flughafenausbaus beabsichtigte Schließung der wichtigen
Verkehrsverbindung Grasseler Strasse erinnert. Eine derartige
Schließung steht bevor, weil sich das Deutsche Zentrum
für
Luft- und Raumfahrt und die Volkswagen AG bei Gericht mit ihrer
Forderung einer Startbahnverlängerung quer über die
Grasseler
Strasse durchsetzen konnten. Bürgerinnen und Bürger
würden dabei ohne eine Unterführung der Grasseler
Straße auf Jahrzehnte die Kosten für ca. 3,8 Mio.
Umwegkilometer und ca. 77.400 Stunden Fahrwegverlängerung pro
Jahr
tragen müssen. Sie sind wieder einmal die Leidtragenden
kapitalgetriebener Expansion.
Die Stadt Braunschweig ist die treibende Kraft des
Flughafenausbaus.
Die Stadt ist die alleinige Gesellschafterin der
Struktur-Förderung Braunschweig GmbH (eine
1-Mann-Gesellschaft),
die Vorhabensträgerin des Ausbaus ist. Diese wiederum
beauftragt
die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH. Die Flughafengesellschaft
hat ihrerseits die Eigentümerin der betroffenen
Fläche, die
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), mit der
Fällung
und Rodung des betroffenen Naturschutzgebiets beauftragt.Vorsitzender
der SBK ist OB Dr. Hoffmann, Stellvertretender
Vorsitzender ist der wegen einer Reisekostenaffäre
zurückgetretene ehemalige Nds. Ministerpräsident
Glogowski
und weiterer stellvertretender Vorsitzender ist der Landesbischof der
evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Prof. Weber.
Obwohl in der Zwischenzeit mehrere Strafanzeigen gegen die
Verantwortlichen erstattet worden sind, beharren diese auf ihren
Positionen:
August 2010
Die im Januar 2010 begonnenen, täglichen
Demonstrationen für einen Stopp der aufgrund mangelnden Bedarfs unbegründeten und damit unsinnigen
Verlängerung der Start-/Landebahn des Flughafens aus
Prestigegründen zum Nachteil von Umwelt und Natur, der
betroffenen Bürgerinnen und Bürger und Steuerzahler sowie gegen
andauernde und neue Rechtsverstöße im Querumer Wald werden
unvermindert weitergeführt. Ende August 2010 fand die nunmehr 235. tägliche Demonstration statt.
Eckpunkte der gegenwärtigen Situation in Kurzform:
Gegenwärtige
Situation
Die im Januar 2010 begonnenen, täglichen
Demonstrationen für einen Stopp der aufgrund mangelnden
Bedarfs unbegründeten und damit unsinnigen
Verlängerung der Start-/Landebahn des Flughafens aus
Prestigegründen zum Nachteil von Umwelt und Natur, der
betroffenen Bürgerinnen und Bürger und Steuerzahler
sowie gegen
andauernde und neue Rechtsverstöße im Querumer Forst
werden
unvermindert weitergeführt.
Die Europäische Kommission hatte bereits am 24.
September 2008 auf
eine Eingabe der Bürgerinitiativen mitgeteilt, dass "noch
stets
nicht beabsichtigt sei, den geplanten Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg aus Strukturfondsmitteln zu kofinanzieren." Mit
einem weiteren Schreiben vom 20. August 2009 hatte die
Europäische
Kommission den Bürgerinitiativen diese Position
bestätigt.
Dessen ungeachtet hatte Lehmann aber noch am 23. Juni 2009 konstatiert:
"Wir erwarten von der EU 11,5 Millionen Euro für diesen
beabsichtigten Ausbau des Flughafens." Am 16. April 2010 meinte dann
Lehmann: "Ende letzten Jahres hat das Land erstmalig im Rahmen
einer Besprechung erklärt, dass keine EU-Mittel, sondern nur
noch
GA-Mittel eingesetzt werden sollen. Eine schriftliche
Erklärung
des Landes hierzu gibt es nach wie vor nicht." Wie dem auch sei, die
erwarteten 11,5 Mio. Fördermittel der EU sind futsch.
Am 5. Juni 2010 wurde das 150. Jubiläum
der Waldspaziergänge, die u.a. der Inspektion und
Dokumentation des
Geschehens im Querumer Forst dienen, mit einer Party am Ende
der
Start- und Landebahn in Richtung der geplanten Verlängerung
begangen. Gleichzeitig wurde damit eindringlich wie an jedem Tag an die
wegen des
Flughafenausbaus beabsichtigte Schließung der wichtigen
Verkehrsverbindung Grasseler Strasse erinnert. Eine derartige
Schließung steht bevor, weil sich das Deutsche Zentrum
für
Luft- und Raumfahrt und die Volkswagen AG bei Gericht mit ihrer
Forderung einer Startbahnverlängerung quer über die
Grasseler
Strasse durchsetzen konnten. Bürgerinnen und Bürger
würden dabei ohne eine Unterführung der Grasseler
Straße auf Jahrzehnte die Kosten für ca. 3,8 Mio.
Umwegkilometer und ca. 77.400 Stunden Fahrwegverlängerung pro
Jahr
tragen müssen. Sie sind wieder einmal die Leidtragenden
kapitalgetriebener Expansion.
Die Stadt Braunschweig ist die treibende Kraft des
Flughafenausbaus.
Die Stadt ist die alleinige Gesellschafterin der
Struktur-Förderung Braunschweig GmbH (eine
1-Mann-Gesellschaft),
die Vorhabensträgerin des Ausbaus ist. Diese wiederum
beauftragt
die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH. Die Flughafengesellschaft
hat ihrerseits die Eigentümerin der betroffenen
Fläche, die
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), mit der
Fällung
und Rodung des betroffenen Naturschutzgebiets beauftragt.Vorsitzender
der SBK ist OB Dr. Hoffmann, Stellvertretender
Vorsitzender ist der wegen einer Reisekostenaffäre
zurückgetretene ehemalige Nds. Ministerpräsident
Glogowski
und weiterer stellvertretender Vorsitzender ist der Landesbischof der
evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Prof. Weber.
Obwohl in der Zwischenzeit mehrere Strafanzeigen gegen die
Verantwortlichen erstattet worden sind, beharren diese auf ihren
Positionen:
Mai 2010
Gegenwärtige
Situation
Die
im Januar 2010 begonnenen
Demonstrationen gegen den unsinnig erscheinenden und Steuergeld
verschwendenden Ausbau des Braunschweiger Flughafens konnten
mittlerweile ihr 75. Jubiläum feiern. Mit den Demonstrationen
wird stets aufs Neue deutlich, dass der Widerstand der
Bevölkerung
im Norden Braunschweigs gegen den Ausbau weiter besteht und sogar
durch Übergreifen auf weitere Stadtteile zunehmend
stärker
wird. Die gute Sache wird von anderen Bürgerinitiativen, von
den
örtlichen Kirchen, von ROBIN WOOD und von weiteren
Organisationen tatkräftig unterstützt. Ganz
besonderer Dank
gilt jedoch Herrn Peter Rosenbaum, Ratsherr der Bürgerinitiative
Braunschweig (BIBS),
für sein tagtägliches Engagement zu
einem informativen
und geordneten Demonstrationszug über die Grasseler
Strasse und durch den noch verbliebenen Teil des Querumer Forsts.
Andere Bürgerinnen und Bürger stehen ebenfalls als
Versammlungsleiter/in bei den Demonstrationen zur Verfügung.
Das
Ziel der engagierten Bürgerinnen und Bürger ist
eindeutig:

Februar
2010
Demonstrationen
Die
gegenwärtige Situation beim Ausbau des Braunschweiger
Flughafens
ist geprägt durch tägliche Demonstrationen gegen das
immer
unsinniger erscheinende Projekt und gegen die damit
zusammenhängenden
und mittlerweile begonnenen Abholzungen im Querumer Forst. Die um 15
Uhr beginnenden Demonstrationen werden dankenswerterweise
täglich
durch Glockengeläut der Waggumer Kirche St. Petri Johannis um
14:45 Uhr eingeläutet. Die Unterstützung des dem
Gemeinwohl
dienenden Anliegens der Bürgerinnen und Bürger durch
die
örtlichen Kirchengemeinden wird außerordentlich
begrüßt
und macht Mut. Berichte über die Aktionen sind aktuell unter
Braunschweig-online.com
und unter Waggum.de
zu finden.
Solidaritäts-Biwak
Vom
15. bis 17.1.2010 fand ein Solidaritäts-Biwak nahe der
Rodungsfläche für den Ausbau des Braunschweiger
Flughafens
statt, das regen Zulauf fand und das das Medieninteresse an den
fatalen Abholzungen erheblich verstärkt hat. „Der
Schutz der biologischen Vielfalt hat dieselbe Dimension wie die Frage
des Klimaschutzes. Wir brauchen eine Trendwende, jetzt unmittelbar,
nicht irgendwann“ mahnte am 11.1.2010 die Bundeskanzlerin.
Derartige Mahnungen gehen offensichtlich an der Braunschweiger
Christlich-Demokratischen
Union und ihren Mitläufern FDP und SPD spurlos vorbei. Kein
Wunder, dass mittlerweile Christen und Demokraten gegen das
Hintertreiben des weltweiten und nationalen gesellschaftlichen
Anliegens aufgrund kommunaler Unfähigkeit auf die Strasse
gehen.
Volkswagen AG: Die
biologische Vielfalt
sichern
Auch
die Volkswagen AG lässt sich beim Erhalt der biologischen
Vielfalt nicht lumpen:
Im
Mission
Statement der Volkswagen AG ist unverändert zu
lesen: „Als
globales Unternehmen setzt sich der Volkswagen-Konzern an allen
seinen Standorten gleichermaßen für die Belange des
Artenschutzes ein. Wir respektieren Sinn und Zweck von
geschützten
Biotopen. Ausgewiesene Naturschutzgebiete und Nationalparks
dürfen
wirtschaftlich nicht genutzt werden." Der Volkswagen-Konzern
hat einen Standort in Braunschweig. Das von einem Ausbau des
Braunschweiger Flughafens betroffene Gebiet ist ein hoch
geschütztes
Natura-2000-Gebiet der EU. Der Volkswagen-Konzern ist der
zweitgrößte
Gesellschafter der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH.
Was sagt die
Ratsvorsitzende der EKD?
Die
Landesbischöfin der Evangelisch-lutherische
Landeskirche und Vorsitzende des Rates der EKD, Frau Dr. Margot
Käßmann, wurde mit einem Hilferuf am 27.12.2009
dringend
gebeten, sich in Politik, Verwaltung und Wirtschaft für ein
Moratorium in der fortschreitenden Waldvernichtung auf kirchennahem
Grund beim Ausbau des Braunschweiger Flughafens einzusetzen. Als auf
diesen Hilferuf keine Reaktion erfolgte, erklärte auf Anfrage
deren Sekretariat am 18.1.2010 in einem Telefongespräch:
Ein Telefonat mit Frau Dr. Käßmann sei wegen der Vielzahl der Anrufe nicht möglich.
Im übrigen habe man an jemanden aus der Bürgerbewegung - genaueres wisse man nicht - eine Email geschrieben.
Es handele sich um eine regionale Angelegenheit, mit der Frau Dr. Käßmann nicht befasst sei.
In ihrer Neujahrspredigt über Johannes 14,1 (Jahreslosung 2010) empfiehlt Frau Dr. Käßmann: „Liebe Gemeinde, „Euer Herz erschrecke nicht“ – das ist die zentrale Botschaft der Losung für das Jahr 2010.“ Was die erschrockenen Bürgerinnen und Bürger Braunschweigs davon halten, sei dahingestellt. Und weiter: „Erinnern wir uns an den Klimagipfel in Kopenhagen - das kann nicht schöngeredet werden: Die Verhandlungen sind gescheitert an mangelndem Mut, an mangelnder Entschlossenheit und am Egoismus vieler. Das ist nicht nur blamabel, sondern dramatisch. Denn nur durch gemeinsames Handeln aller Staaten können wir den Planeten Erde bewahren für nachwachsende Generationen. Nichts ist gut in Sachen Klima, wenn weiter die Gesinnung vorherrscht: Nach uns die Sintflut! Da ist Erschrecken angesagt.“ Na und? Erschrecken wir nicht und halten wir uns besser an unsere bürgernahen Ortskirchen, Synagogen und Moscheen.
Information und
Desinformation
Die
Bürgerinitiative Braunschweig und die
Bürgerinitiative
BaumSchutz informieren weiterhin an ihren Informationsständen
samstags vor der Buchhandlung Graff oder auf dem Kohlmarkt
über
die Situation am Braunschweiger Flughafen. Es zeigt sich, dass viele
Bürgerinnen und Bürger dabei von der
größten
Umwelt- und Naturkatastrophe in Braunschweig nach dem 2. Weltkrieg
zum ersten Mal erfahren - sicherlich ein Ergebnis der
Informationspolitik des Braunschweiger Rathauses und der ehemaligen
Braunschweiger Monopolpresse.
Letztere versucht offenbar,
trotz
mehrerer Hinweise folgende Tatsache vor den Braunschweiger
Bürgerinnen und Bürgern verborgen zu halten: Im
Januar 2009
hatte das Land Niedersachsen seinen Rückzug aus der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH bekannt gegeben und dazu eine
Begründung
geliefert: "Das Land soll sich gemäß § 65
Abs. 1
LHO an Unternehmen des privaten Rechts nur beteiligen, wenn ein
wichtiges Landesinteresse vorliegt. Die Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist lediglich Betreiber des Flughafens.
Ein wichtiges Landesinteresse an der Betreibergesellschaft ist
aufgrund der regionalen Bedeutung des Flugbetriebs nicht gegeben. Ein
Anteilsverkauf ist folglich aus ordnungspolitischen Gründen
geboten." Auf der Webseite der Flughafengesellschaft
wird dementsprechend das Land Niedersachsen auch nicht mehr als
Gesellschafter angeführt.
Trotzdem verschweigt die
ehemalige
Braunschweiger Monopolpresse im Gegensatz zur Bürgerzeitung
„Unser-Braunschweig“ weiterhin das nicht vorhandene
Landesinteresse an der Flughafengesellschaft und setzt mit folgender
Falschmeldung: „Die Stadt hält bekanntlich mit
Wolfsburg,
dem Land Niedersachsen und Volkswagen die Anteile
der
Flughafen GmbH.“ (Braunschweiger Zeitung vom 15. Januar 2010,
Seite 15) noch einen drauf.
Unterstützung
durch Robin Wood
Am
Samstag, den 16. Januar 2010, lud die Volkswagen AG zum Galadiner
„Gaumenfreude und Klassik“ in die Gläserne
Fabrik in
Dresden. ROBIN WOOD-AktivistInnen verteilten Flugblätter
"Kettensägen und Beton statt Gaumenfreude und Klassik"
an die Gäste und spannten ein Transparent "Stoppt VW.
Rettet 60.000 Bäume" (mit freundlicher Genehmigung durch
ROBIN WOOD).
Allen Aktivistinnen und Aktivisten herzlichen Dank
für
diese gelungene Aktion!
Unterstützung
durch den Arbeitskreis Fluglärm Mainz-Lerchenberg
Herzlichen
Dank auch an Arbeitskreis Fluglärm Mainz-Lerchenberg
für
sein Schreiben vom 11.1.2010 an Herrn Umweltminister Röttgen:
Sehr geehrter Herr Umweltminister Röttgen,
in
Ihrer
Mitteilung im BMU Pressedienst Nr. 001/10 -- Internationales/ Natur
sagen Sie eingangs sehr richtig:
„Naturschutz
ist kein
Luxus. Die Natur liefert uns Nahrung, sauberes Wasser oder
Medikamente. Insekten sichern unsere Ernten, indem sie Obst- und
Gemüsepflanzen bestäuben. Wälder
schützen uns
vor Überschwemmungen, speichern große Mengen
Kohlendioxid
und wirken damit gegen den Klimawandel. Zerstören
wir die
Natur weiter, bringen wir uns langfristig selbst um unsere Existenz-
und Wirtschaftsgrundlage“.
Es wäre
schön, wenn Sie
und unserer aller Frau Bundeskanzlerin das ernst meinen würde.
Mit Unterstützung von Frau Dr. Merkel wurde das
Infrastrukturbeschleunigungsgesetz verabschiedet und
rechtskräftig.
Dies erlaubt Natur bereits zu zerstören, bevor
endgültige
Rechtskraft hergestellt worden ist. Auf dieser Basis hat Fraport im
Jahr 2009 über 200 Hektar hochwertigen Wald und
FFH-Schutzgebiet
zerstört, um mit dem Bau einer volkswirtschaftlich
völlig
unsinnige Flughafenerweiterung beginnen zu können.
Jetzt
wurde im Querumer Forst bei Braunschweig mit der Rodung von 60.000
zum Teil 200 Jahre alten Bäumen begonnen um den zwei
Unternehmen, VW und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, wie es scheint einen Privatflughafen zur
Verfügung
zu stellen. Die wenigen Flüge mit größeren
Maschinen
könnte ebenso vom Flughafen Hannover aus abgewickelt werden.
Für
den bisherigen Verkehr reicht der bestehende Flughafen völlig
aus. Wenn Sie die Aussagen in Ihrer Mitteilung des Pressedienstes
ernst meinen, überzeugen Sie unsere Frau Bundeskanzlerin, dass
diese Naturvernichtung sofort gestoppt wird.
Wir
können es
uns nicht leisten immer mehr hochwertigen Wald zu vernichten, der uns
hilft die bereits bestehenden Schäden zu reduzieren. Wir
können
es uns ganz besonders deshalb nicht leisten, weil wir von den
Entwicklungsländern erwarten, dass sie die
Umweltzerstörung
ihrerseits beenden.
Mit freundlichen Grüßen
Dietrich
Elsner
Sprecher des Arbeitskreises Fluglärm
Mainz-Lerchenberg
Mitglied der Initiativen Fluglärm
in Mainz
und Rheinhessen
Unterstützung
durch Die Linke,
Braunschweig
Herzlichen Dank auch an
Die Linke,
Braunschweig
Adresse an die Bürgerinitiativen gegen den
Flughafenausbau
Braunschweig, den 18. Januar 2010
Die
LINKE.Braunschweig erklärt sich solidarisch mit Ihrem/Eurem
Protest gegen die begonnene Abholzung des Querumer Forstes. Euer/Ihr
Einsatz vor Ort hat dazu beigetragen, die Folgen der Abholzung der
Braunschweiger Öffentlichkeit vor Augen zu führen und
Hunderte von Menschen haben sich in den letzten Tagen an diesem
Protest beteiligt, darunter natürlich auch Mitglieder unserer
Partei.
CDU/FDP und SPD sowie dem
Oberbürgermeister
soll deutlich gemacht werden, dass die Flughafenerweiterung nicht dem
Allgemeinwohl dient.
Wir wünschen dazu den
vor Ort
Demonstrierenden Kraft und Erfolg.
Für den
Kreisvorstand und die Ratsfraktion
Gisela Ohnesorge
(Kreisvorsitzende, stellv. Fraktionsvorsitzende)
Der Braunschweiger
Flughafen und die Rolle des
Bezirksbürgermeisters Kliesch (Bienrode/Waggum/Bevenrode)
Der
Stadtbezirksrat Bienrode-Waggum-Bevenrode hatte im November 2002
einer Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger
Flughafens unter der Bedingung zugestimmt, dass die aufgrund der
Verlängerung zu unterbrechende Grasseler Strasse durch eine
Untertunnelung der querenden Bahn weiterhin befahrbar bleibt.
Später
teilte die Stadt Braunschweig mit, dass die Tunnellösung wegen
der hohen Kosten nicht realisiert wird. Daraufhin nahm der
Stadtbezirksrat Bienrode-Waggum-Bevenrode am 8.6.2004 folgenden
Antrag der SPD an: „Die Grundlage für die
seinerzeitige
Zustimmung der SPD zur Verlängerung der Start- und Landebahn
ist
durch die Rücknahme der Zusage der Stadt für
die
Tunnellösung nicht mehr gegeben. Unter diesen neuen
Bedingungen wird die Verlängerung der Start- und
Landebahn
abgelehnt.“
Anlässlich der Sitzung des
Stadtbezirksrats
Bienrode-Waggum-Bevenrode vom 27.11.2007 wurde daher die
Einwohnerfrage gestellt, was die Mitglieder des Stadtbezirksrats
Kliesch (Bezirksbürgermeister) und Sehrt
(Fraktionsvorsitzender
der CDU im Rat der Stadt Braunschweig), beide Mitglied im Rat der
Stadt Braunschweig, unternommen hätten, um
den Beschluss des
Stadtbezirks vom 8.6.2004 im Rat der Stadt Braunschweig
durchzusetzen. Ergebnis:
Antwort Kliesch (CDU):
„In
anderen Gremien herrschen andere Mehrheiten.“
Nachfrage:
„Was haben Sie denn persönlich zur Durchsetzung des
Bürgerwillens getan?“
Antwort Kliesch
(CDU): keine
Antwort.
Antwort Sehrt (CDU): unverständliches
Gemurmel.
Fragesteller: „Ich stelle fest, Sie haben
zur
Umsetzung des Bürgerwillens nichts getan.“
Antwort
Stülten (SPD): „Ich habe mich der Stimme enthalten.
Herr Kliesch ist laut Beteiligungsbericht 2009 der Stadt Braunschweig Mitglied des Aufsichtsrats der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH.
Herr Kliesch wird durch seine verehrte Frau Gemahlin Anne
Kliesch
nach Kräften unterstützt. Mit Hinweis auf einen nicht
Anwesenden bei der ersten Landung des Airbus A320 des Deutschen
Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig meinte
diese: „Wäre er – im Gegensatz zu
zahlreich
erschienenen SPD-Mandatsträgern aus dem Rat und Landtag
–
am Montag zur Landung des A320 erschienen, dann wüsste er
auch,
dass die Landung auf der zu kurzen Piste nur mittels einer
Ausnahmegenehmigung, einer Beschränkung auf die
nötigste
Flugbesatzung und einen halb vollen Tank möglich war."
(Neue Braunschweiger, 25.6.2006.)
Dagegen
dürften
Meldungen wie „Mit zwei Flugzeugen vom Typ Airbus A320
landeten
etwa 200 Mitarbeiter der Düsseldorfer Fluglinie Blue Wings auf
dem Flughafen in Waggum" (Braunschweiger Zeitung vom
23.4.2009, Seite 22) in diesen Kreisen wohl kaum eine Chance haben,
der Wahrheitsfindung zu dienen.
Pressenotizen
08.01.2010:
Rodungsarbeiten
am Flughafen Braunschweig
10.01.2010: Naturschützer
blockieren Rodungsarbeiten
10.01.2010: POL-BS:
Ausbaugegner stören Arbeiten am Flughafen
13.01.2010:
Konstantin
Dedekind, Pfarrer - Der späte Aktivist
17.01.2010:
Noch
keine Zeit für Kreuze
Witz
der
Woche
Martin Winterkorn
(Volkswagen AG) wurde wegen seiner Weitsicht geehrt ...
Januar
2010
Gegenwärtige
Situation
Die
Aktionsfelder gegen den immer unsinniger erscheinenden Ausbau des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg wurden der gegenwärtigen
Situation angepasst. Diese betreffen 1) Klagen und Verfügungen
gegen den Planfeststellungsbeschluss und gegen dessen Umsetzung, 2)
Auseinandersetzung mit der Rolle der Evangelischen Kirche
(Größter
Grundeigentümer der betroffenen Fläche) sowie des
Deutschen
Zentrums für Luft- und Raumfahrt und der Volkswagen AG
in
diesem Geschehen, 3) Aktionen vor Ort und 4) das Vorgehen im
politischen Bereich. Allen Beteiligten wird fortlaufend der Ernst der
Lage verdeutlicht unter besonderem Hinweis auf die Diskrepanz
zwischen deren Anspruch im Umweltschutz und den Auswirkungen des
beabsichtigten bzw. unwidersprochen hingenommenen Flughafenausbaus.
Die ehemalige Braunschweiger
Monopolpresse spielt weiterhin die Rolle eines Hardliners,
verschweigt beharrlich den Ausstieg des Landes Niedersachsen aus der
Flughafengesellschaft wegen der Bedeutungslosigkeit des Flughafens
und titelt unter Ignoranz der Bürgerbewegungen
„Anfang
Januar werden die Bäume für die lange
Landebahn
gerodet - Flughafen-Gesellschaft rechnet nicht mit großem
Widerstand der Ausbau-Gegner“.
Aktionen
Entsprechend
der
sich zuspitzenden Situation wurden die Aktionen der
Bürgerbewegungen
erheblich verstärkt:
Die Bürgerinitiative BaumSchutz übergab am 16.12.2009 symbolisch die bisher gesammelten 12.000 Unterschriften gegen die Fällung der 60.000 Bäume des Querumer Forsts, die einem Flughafenausbau zum Opfer fallen sollen, an die Volkswagen AG.
Die Bürgerinitiative BaumSchutz hat in Schreiben an Frau Dr. Käßmann (Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover), Herrn Prof. Dr. Weber (Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Braunschweig), Herrn Günter Damme (Leiter Umwelt Volkswagen Konzern) sowie an Herrn Prof. Dr. Winterkorn (Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG) auf den Ernst der Situation hingewiesen und um ein Moratorium in der Angelegenheit gebeten. Herr Prof. Dr. Fielmann wurde als ein besonders engagierter Umweltschützer um Unterstützung gebeten. Frau Dr. Merkel wurde angesichts ihres Engagements beim Klimaschutzgipfel in Kopenhagen um ein entsprechendes Eingreifen im eigenen Lande gebeten.
Die Bürgerinitiative BaumSchutz hatte am 28.12.2009 zu einer entscheidenden Beratung über das weitere Vorgehen gegen den beabsichtigten Flughafenausbau eingeladen. Die gut besuchte Veranstaltung schloss mit einer Presseerklärung: „Die drohende Vernichtung des Querumer Waldes infolge der Abholzung von 60.000 Bäumen ist untrennbar verbunden mit der Glaubwürdigkeit der Institutionen VW und Kirche: VW als größter privater Gesellschafter der Flughafen Gesellschaft einerseits und die ev. Kirche auf der Seite des Haupt-Grundeigentümers Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz andererseits sollen sich endlich ihrer Verantwortung stellen. Ein Machtwort der Verantwortlichen dieser Institutionen würde die Natur verschonen und dem Nutzen aller dienen. Die Rechnung einiger Sprecher der Flughafengesellschaft, wonach kein oder nur geringer Widerstand aus der Bevölkerung bei Beginn der Rodungsarbeiten zu erwarten ist, wurde widersprochen. Jeder einzelne Baum wird verteidigt."
Die Bürgerinitiative BaumSchutz informiert weiterhin an ihren Informationsständen samstags vor der Buchhandlung Graff oder auf dem Kohlmarkt und sonntags am Kreuzteich in Riddagshausen über die Situation und bittet fortlaufend um Unterschriften - und dabei um ein Gespräch - zum Widerstand gegen den beabsichtigten Flughafenausbau. Das Echo ist ermutigend. Es zeigt sich aber, dass viele Bürgerinnen und Bürger dabei von der drohenden größten Umwelt- und Naturkatastrophe in Braunschweig nach dem 2. Weltkrieg zum ersten Mal erfahren - sicherlich ein Ergebnis der Informationspolitik des Braunschweiger Rathauses und der ehemaligen Braunschweiger Monopolpresse.
Die Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) thematisiert den Erhalt der 60.000 Bäume des Querumer Forsts schon seit langer Zeit und auch weiterhin an ihren Informationsständen und bei ihren wöchentlichen Besprechungen (montags, 19:30 Uhr, Stadtparkrestaurant, Jasperallee).
Sperrung
der Grasseler Strasse
Den
meisten Bürgerinnen und Bürgern in und um
Braunschweig wird
erst langsam und möglicherweise jetzt zu spät
bewusst,
welche Belastungen auf sie durch die mit einem Flughafenausbau
verbundene Sperrung
der Grasseler Strasse zukommen: Primär sind ca.
10.000
Bürgerinnen und Bürger betroffen, die bei 220
Werktagen pro
Jahr insgesamt 3,8 Mio. Kilometer Umwege fahren und damit einen
Zeitverlust von 77.440 Stunden pro Jahr hinnehmen
müssen.
Hinzu kommen zusätzlicher CO2-Ausstoß,
Fahrzeugverschleiß,
Kraftstoffverbrauch und zusätzliches Verkehrsrisiko. Ganz
abgesehen von den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadtteile
Waggum, Bienrode, Kralenriede und Wenden, die eine Zunahme des
Verkehrs - je nach Stadtteil - von 6.400 Fahrzeugen pro Tag
über
sich ergehen lassen müssen. Dankschreiben können Sie
an die
Braunschweiger CDU,
FDP
und SPD,
die den Beschluss zum Ausbau des Flughafens unisono gefasst hatten,
sowie an die Nds.
Landesregierung richten.
Keine
Ausgleichsmaßnahmen?
Es
erscheint immer unwahrscheinlicher, dass Ausgleichsmaßnahmen
für die beabsichtigte Fällung der 60.000
Bäume des
Querumer Forsts geschaffen werden. Die Bürgerinitiative
Braunschweig (BIBS)
hat das Thema
recherchiert und die Gründe
offen gelegt.
Mahnungen
an die ev. Kirche und an die
Volkswagen AG
Es mehren sich die
Mahnungen engagierter
Bürgerinnen und Bürger an die Evangelische.
Kirche und an die Volkswagen AG, der beabsichtigten
Fällung
der 60.000 Bäume des Querumer Forsts Einhalt zu gebieten oder
zumindest ein Moratorium in dieser Angelegenheit zu erwirken. Dazu
ist u.a. in der Welt von den Neujahrsbotschaften
der Kirchen
zu lesen: „Kirchen
geißeln Materialismus-Gedanken“.
Hierzu ein Kommentar:
„Entgegen
allen
offiziellen Beteuerungen zum Schutz der Umwelt sollen in Braunschweig
Anfang Januar 2010 in einem hoch geschützten Natura-2000-,
Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet 60.000 Bäume einer
beabsichtigten Verlängerung der Start- und Landebahn des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg zum Opfer fallen. Dieses Vorhaben
dient im wesentlichen der Bequemlichkeit des Deutschen Zentrums
für
Luft- und Raumfahrt sowie der Volkswagen AG, die dann einige
Flüge mit maximalem Abfluggewicht ihrer eigenen Flugzeuge von
Braunschweig aus statt vom benachbarten Flughafen Hannover aus
durchführen können.
Größter
Grundeigentümer
der betroffenen Waldfläche ist der Braunschweigische
Vereinigte
Kloster- und Studienfonds mit einem Vermögen von fast 200
Millionen Euro, einem Teilvermögen der Stiftung
Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK). Vizepräsident
des
Stiftungsrats der SBK ist Prof. Dr. Friedrich Weber, Landesbischof
der Evangelisch-lutherischen Kirche Braunschweig.
Wann lassen
die
Bischöfe und Kardinäle ihren Neujahrspredigten nun
auch
Taten folgen und geben ihren Grundbesitz mit Gottes Schöpfung
nicht weiter der Bequemlichkeit und Maßlosigkeit preis? "Wenn
viele Menschen viele kleine Schritte gehen, kann sich das Gesicht der
Erde verwandeln", sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen
Kirche in Deutschland, Bischöfin Margot
Käßmann.
Warum fängt sie also nicht im eigenen Hause damit an? Oder ist
ihre Mahnung nicht doch nur eine der üblichen leeren
Worthülsen?“
Kirche
in Bayern gegen
Flughafenausbau
Das Erzbistum
München-Freising
weigert sich, kircheneigene
Grundstücke auf dem Gelände der geplanten
dritten
Startbahn des Flughafens München zu verkaufen. Warum streitet
auch die ev. Landeskirche Braunschweig nicht ebenso mutig für
ihre Bürger? Wann tut es Herr Landesbischof Prof. Dr. Weber
Herrn Erzbischof Prof. Dr. Reinhard Marx gleich? Sind Katholiken
umweltbewußter als Lutheraner?
Neue
Internetpräsenz „Querumer
Forst“
Im Internet ist eine
neue Präsenz
„Querumer
Forst“
hinzugekommen, die der Betreiber mit folgenden Worten einleitet:
„Herzlich Willkommen im Querumer Forst! Auf
diesen
Seiten möchte ich Ihnen zwei Dinge zeigen: Die Schönheit
eines Waldes und die Verquickung
von
Naturschutzthemen mit offenbar eher wirtschaftlichen
Interessen. Gegen den Ausbau des
Flughafens
Braunschweig hat es jahrelangen, heftigen Widerstand gegeben, aber
juristisch ist das offenbar alles total in Ordnung. Insofern kann es
auf diesen Seiten auch nur noch darum gehen, die Rolle der
Beteiligten zu hinterfragen – und auf eine Umdenken zu
setzen."
Mitwirkungsmöglichkeit
durch
Kommentare und Zeichnung von Petitionen
Der
beabsichtigte Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg und die
damit einhergehende Fällung von 60.000 Bäumen werden
zunehmend ein Thema der Presse außerhalb Braunschweigs und
von
Petitionen. Sie haben dabei die Möglichkeit, das Geschehen zu
kommentieren. Dies ist eine der Gelegenheiten, Ihren
Bürgerwillen
zu artikulieren und für den Erhalt der 60.000 Bäume
einzutreten. Beispiele sind:
60.000
Baeume in
Braunschweig retten (geschlossen)
thepetitionsite.com
60000
alte Bäume sollen gefällt werden
greenaction.de
Kirchen
geißeln Materialismus-Gedanken
Welt
Online
Weihnachtsmärchen
von VW
taz.de
Wir
kämpfen weiter um unsere 60.000 teilweise über 200
Jahre
alten Bäume im Querumer Forst,
die für eine
Startbahnverlängerung gefällt werden sollen. (geschlossen)
bewegung.taz.de
VW-Umweltpreisträger
pflanzen
100 Bäume in der Allerniederung
FOCUS-online
60.000
Bäume fällen für VW?!
Der
Motz-Blog!
Braunschweiger Fluggesellschaft „Air Taxi Europe“ stellt Flüge von Erfurt nach Hamburg ein
Die Braunschweiger Fluggesellschaft
„Air Taxi Europe“ pendelte montags bis freitags
zweimal täglich zwischen Hamburg und Erfurt. Nach nur vier
Monaten stellte die Gesellschaft diesen Betrieb mangels ausreichender
Auslastung wieder ein.
Letzter
Flug von Erfurt nach Hamburg
Hamburg
verliert Linienflug nach Erfurt
Air
Taxi Europe stellt Erfurt-Hamburg ein
Fluglärm macht krank
Eine
Studie, in der mehr als eine Million Krankenkassen-Daten ausgewertet
wurden, bestätigt: Bei Flughafenanwohnern gab es mehr
Herzinfarkte, Schlaganfälle und Krebs. Vorstellung der neusten
Studie im ZDF.
CO2-Bilanz:
ein Baum = ein Auto
von Christian
Mann
Ich habe auf der Seite http://www.sdw.de/wald/oekosystem_wald/leistungenderbaeume.htm
nachgeschlagen und mit der Angabe, dass ein durchschnittlicher Baum 6
kg CO2 am Tag verbraucht, und mit der Annahme, dass ein Auto im Schnitt
160 g CO2 pro km produziert, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass bei
einer jährlichen Fahrleistung von 13.678 km ein Baum ein Auto
aufwiegen kann (die Produktion des Autos kommt in der Rechnung nicht
vor).
CO2-Bilanz: ein Baum = ein Auto und 60000 Bäume
= 60000 Autos.
Dezember
2009
Gegenwärtige
Situation
Nach Abweisung der Klage
gegen den
Planfeststellungsbeschluß durch das Nds.
Oberverwaltungsgericht
und einer damit zusammenhängenden Klage durch das
Bundesverwaltungsgericht liegt zur Zeit der Schwerpunkt der
Aktivitäten auf einer stärkeren Beteiligung der
Öffentlichkeit und der Ansprache der Volkswagen AG als
größtem
Nutzer des Braunschweiger Flughafens.
Insbesondere
die zwischenzeitlich geschlossene Internationale
Petition an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Volkswagen zeigte das weltweite Unbehagen
über
die geplante Fällung von 60.000 Bäumen zur
Verlängerung
der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens.
Die
Presse greift bereitwillig die neuste Pressekampagne der Volkswagen
AG "VW-Umweltpreisträger pflanzen 100 Bäume in der
Allerniederung" auf und gibt dabei Gelegenheit, die Sache im
Lichte der geplanten Vernichtung von 60.000 Bäumen zu
kommentieren. Hierzu zählen u.a. taz, focus,
newstin
und auch Blogs wie z.B. Der
Motz-Blog. Greifen Sie in die Diskussionen ein und beziehen
Sie
Stellung!
Bilder aus dem Querumer Forst sind im
öffentlichen Webalbum
verfügbar. Um Beachtung der jeweiligen Bildrechte wird
gebeten.
Aktionen
der Bürgerinitiative
BaumSchutz
Die Aktionen der
Bürgerinitiative
BaumSchutz mit Unterstützung durch Aktive der
Bürgerinitiative
Braunschweig (BIBS) und
der
Bürgerinitiativen gegen die Startbahnverlängerung aus
Braunschweig-Kralenriede und Braunschweig-Waggum werden
verstärkt
fortgesetzt. Neben dem ständigen samstäglichen
Informationsstand auf dem Braunschweiger Kohlmarkt wurden nun auch
sonntags Unterschriften gegen die geplante Vernichtung von
60.000 Bäumen im Querumer Forst am Informationsstand
im Naturschutzgebiet Riddagshausen/Braunschweig gesammelt.
Alle
Unterschriften-Aktionen zusammen haben bereits mehr als 10.000
Unterschriften zum Erhalt der 60.000 Bäume ergeben. Die
Aktionen
haben nicht nur in Braunschweig und Deutschland eine
beachtliche
Resonanz gefunden, sondern weltweit von Neuseeland, den Fiji-Inseln,
den USA bis hin zu den europäischen Ländern die
Menschen
bewegt. Dies müsste in der Zwischenzeit auch bei den weltweit
agierenden Unternehmen Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und VW angekommen sein, da sich kritische
Stimmen insbesondere zu den Produkten des angeblich "grünen"
Automobilherstellers VW mehren.
Volkswagen
AG:
Die biologische Vielfalt sichern
Im Mission
Statement der Volkswagen Aktiengesellschaft zur biologischen Vielfalt
der Volkswagen AG ist zu lesen: "Als globales Unternehmen setzt
sich der Volkswagen-Konzern an allen seinen Standorten
gleichermaßen
für die Belange des Artenschutzes ein. Wir respektieren Sinn
und
Zweck von geschützten Biotopen. Ausgewiesene
Naturschutzgebiete
und Nationalparks dürfen wirtschaftlich nicht genutzt werden."
Der Volkswagen-Konzern hat einen Standort in Braunschweig. Das
von einem geplanten Flughafenausbau betroffene Gebiet ist ein
Natura-2000-Gebiet der EU. Der Volkswagen-Konzern ist der
zweitgrößte
Gesellschafter der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH und
profitiert von dem geplanten Flughafenausbau.
Wann handelt also der Volkswagen-Konzern gemäß seinem eigenen Mission Statement?
Wann bringt der Volkswagen-Konzern den Tagesordnungspunkt "Rückstellung des Flughafenausbaus bis auf weiteres zum Erhalt der von einem Ausbau bedrohten 60.000 Bäume des Querumer Forsts" in die Versammlung der Flughafengesellschafter ein?
Katastrophale
Verschlechterung der Finanzlage in
Braunschweig
In seinem
jüngsten Schreiben an
"Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" bestätigt der
Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Dr. Hoffmann, die
finanzielle Situation der Stadt habe sich katastrophal
verschlechtert, und bittet um Sparvorschläge. Ein Vorschlag,
der
über 10 Mio. Euro einsparen würde, ist der Ausstieg
aus dem
umstrittenen Flughafenausbau in Braunschweig. Das Land Niedersachsen
ist bereits ausgestiegen. Begründung:
"Das Land soll sich gemäß § 65 Abs. 1 LHO
an
Unternehmen des privaten Rechts nur beteiligen, wenn ein wichtiges
Landesinteresse vorliegt. Die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH
ist lediglich Betreiber des Flughafens. Ein wichtiges Landesinteresse
an der Betreibergesellschaft ist aufgrund der regionalen Bedeutung
des Flugbetriebs nicht gegeben. Ein Anteilsverkauf ist folglich aus
ordnungspolitischen Gründen geboten." Vor vielen
Jahren
hatte das Land Niedersachsen den Flughafenausbau noch gefordert, nun
steigt das Land bei der Flughafengesellschaft mangels Interesse aus.
Warum kann dem die Stadt Braunschweig angesichts der katastrophalen
finanziellen Situation nicht folgen?
Kein
Ausstieg aus dem Flughafenausbau wegen rechtlicher
Verpflichtungen?
Am 15.11.2009
berichtete die Neue
Braunschweiger Zeitung über einen Absturz der Stadt
Braunschweig
in ein Finanzloch. Der Fehlbetrag im Ergebnishaushalt werde sich nach
jetzigem Stand auch ohne Anträge der Fraktionen auf 60,2
Millionen Euro belaufen. Hinsichtlich notwendiger
Sparmaßnahmen
habe OB Dr. Hoffmann zum Ausstieg aus dem beabsichtigten Ausbau des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg jedoch gesagt: "Selbst wenn es
dafür eine Ratsmehrheit gäbe, sind wir vertraglich
gebunden, können nicht einfach aussteigen".
Anlässlich
der Ratssitzung der Stadt Braunschweig vom 17.11.2009 wurde daher
eine Einwohnerfrage
nach den angeblich rechtlichen Bindungen gestellt. Nach Aussage der
Stadt Braunschweig beziehen sich diese auf den
Finanzierungsvertrag sowohl zum Ausbau des Flughafens mit einer
verlängerten Start- und Landebahn als auch zum Ausbau
eines
Avionik-Clusters Braunschweig. "Das ist ja alles eins"
antwortete der Erste Stadtrat Carsten Lehmann auf eine entsprechende
Frage und wurde durch den Fraktionsvorsitzenden Sehrt (CDU) in seiner
Meinung bestätigt. Tatsache ist jedoch:
Der Rat der Stadt Braunschweig hat in seiner Sitzung am 10.12.2002 einen Beschluß "Flughafengesellschaft Braunschweig mbH - Grundsatzbeschluss zur Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.600 m" (Dokument 7179/02) gefasst und nicht etwa einen Beschluß zum Ausbau eines irgendwie gearteten Avionik-Clusters.
Offenbar aufgrund der Befürchtung, dass die EU eine Verlängerung der Start- und Landebahn nicht fördern würde, wurde das Projekt "Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.600 m" im Jahre 2004 kurzerhand umbenannt in "Ausbau des Avionik-Clusters Braunschweig", ohne allerdings den Gegenstand oder die Finanzierung zu ändern. Im Bericht der Stadt Braunschweig vom 1.9.2004 "Ausbau Avionik-Cluster Braunschweig" war somit in der detaillierten Finanzierung von Avionik auch keine Rede, dafür aber von Start- und Landebahn, technischer Ausstattung des Flughafens, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und Ostumfahrung.
Da man die Gesellschafter der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH aber wohl kaum für eine Kofinanzierung des Ausbaus eines Avionik-Clusters in Braunschweig gewinnen konnte, wurde bei den Finanzierungsverhandlungen nun wiederum nicht mehr über den Ausbau eines Avionik-Clusters Braunschweig, sondern realistischerweise über die Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg auf nunmehr 2.300 m gesprochen. Dabei entstand laut Drucksache 9835/05 der Stadt Braunschweig vom 2.6.2005 ein Finanzierungsplan mit der Feststellung:
Für die Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.300 m einschl. der östlichen Umfahrung des Flughafengeländes wird mit Gesamtkosten in Höhe von 34,813 Mio. € netto kalkuliert.
Keine Rede vom Ausbau eines Avionik-Clusters.
Weitere Details des Finanzierungsplans:
Hiervon werden 9,960 Mio. € durch Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" - Ziel-II-Programm finanziert. Bezüglich der restlichen 24,853 Mio. € haben die Beteiligten folgende Verteilung vorgesehen:
| Stadt Braunschweig | 9.939.000 € |
| Land Niedersachsen | 4.604.000 € |
| Stadt Wolfsburg | 5.125.000 € |
| Volkswagen AG | 5.185.000 € |
Daneben besteht Einvernehmen, dass die Stadt Wolfsburg einen Teilfinanzierungsbetrag von bis zu 1,0 Mio. € in Form von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen innerhalb der Stadtgrenzen Wolfsburgs auf die Gesamtsumme von 5.125.000 € in Anrechnung bringen kann, sofern diese Maßnahmen zugunsten des Projektes anrechenbar sind.
Daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich
bei dem
Versuch zur Erlangung von Fördermitteln der EU um einen
Etikettenschwindel gehandelt haben könnte, bei dem die
Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.300 m
einschl.
der östlichen Umfahrung des Flughafengeländes
je nach
Opportunität zum Ausbau eines Avionik-Clusters
Braunschweig
mutierte und umgekehrt.
Förderung
des
Flughafenausbaus durch die EU?
Bekanntlich
hatte der
Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Dr. Hoffmann, am 8.
Juni 2009 in der Braunschweiger Zeitung bestätigt:
„Der
Ausbau des Forschungsflughafens wäre ohne EU-Mittel nicht
möglich.“ Ergänzend dazu gab der Erste
Stadtrat
Lehmann am 23. Juni 2009 im Rat der Stadt Braunschweig
bekannt:
„Es wird ein Fördervolumen durch die EU für
den
Ausbau der Start- und Landebahn in Höhe von rd. 11,5 Mio.
€ erwartet.”
Mit Schreiben vom 20.
August 2009
hatte die Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen
Kommission jedoch ihre bereits früher bekannt gegebene
Entscheidung bestätigt, dass für den Ausbau des
Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg keine Fördermittel des
Europäischen
Förderprogramms für Regionale Entwicklung (EFRE) zur
Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus hat sich
die
Kommission von der Nds. Landesregierung bestätigen lassen,
dass
"für das Projekt derzeit nur nationale Mittel reserviert"
sind. Der Stadt Braunschweig sind diese Vorgänge nach eigenem
Bekunden nicht bekannt.
Veröffentlichungen
über von
der EU geförderte Vorhaben in Niedersachsen sind u.a. hier zu
finden:
Konjunkturmittel
für Bauten des Bundes: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt profitiert
Noch unter der alten
Regierung 2009
wurden 500 Millionen Euro für die Sanierung
von Bundesbauten aus dem zweiten Konjunkturpaket bewilligt.
Die
Aufträge müssen bis Mitte 2010 vergeben, das Geld bis
2011
ausgegeben sein. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt erhält aus diesem Paket für
Baukosten -
zuzüglich Baunebenkosten - einen Betrag von
bisher insgesamt
13 Mio. Euro für insgesamt 6 Anträge.
Nds.
Politiker protestieren nur bei Flughafenausbauten außerhalb
der
Landesgrenzen
Niedersächsische
Politiker scheinen
den Balken im eigenen Auge nicht zu erkennen, wenn sie nur gegen
Flughafenausbauten außerhalb der Landesgrenzen
protestieren.
So meinte der ehemalige Nds. Wirtschaftsminister
Rösler (FDP) zum Ausbau
des Flughafens Twente (Niederlande): "Die
Wirtschaftlichkeit des Flughafens Twente sei noch lange nicht
erwiesen". Im Gegensatz dazu hat die Wirtschaftlichkeit des
Flughafenausbaus in Braunschweig jedoch weder im
Raumordnungsverfahren noch im Planfeststellungsverfahren für
die
Verlängerung der Start- und Landebahn noch vor
Gericht bei
der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluß eine Rolle
gespielt.
Warum also eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung beim Flughafen Twente und nicht auch beim Flughafen Braunschweig-Wolfsburg?
Und weiter: "Er (Rösler) erinnerte daran, dass sich nur rund 50 Kilometer vom niederländischen Twente entfernt der „bestens aufgestellte“ Flughafen Münster-Osnabrück befindet."
Warum also nicht auch die Erinnerung an den von Braunschweig nur 60 km entfernten "bestens aufgestellten" Flughafen Hannover-Langenhagen?
Nicht viel besser der Nds. Ministerpräsident Wulff (CDU) zum Ausbau des Flughafens Kassel-Calden (Hessen): "Insbesondere die geplante Realisierung der Variante C wäre für unsere Bürgerinnen und Bürger in Südniedersachsen, vor allem in Hann. Münden, nicht akzeptabel". Laut Planungen für Kassel-Calden werden aber bereits heute über 94 % der zukünftig ab Kassel-Calden angeflogenen Ziele durch den Flughafen Hannover abgedeckt. Nicht die armen Bürgerinnen und Bürger waren also der Grund für den Widerstand, sondern befürchtete Verluste der Marktanteile des Flughafens Hannover-Langenhagen. Dafür hat dann die Nds. Landesregierung die Bürgerinitiativen großzügig unterstützt:
"Die Nds. Landesregierung hat die Bürgerinitiativen mit folgenden Aktivitäten unterstützt:
In den Jahren 2003 bis 2005 haben diverse Informations- und Abstimmungsgespräche zwischen der Landesregierung (StK, MU, MW, ML) mit der Stadt Hann. Münden und der Bürgerinitiative gegen den Ausbau des Flughafens (BI) stattgefunden.
15.03.2003: Gemeinsame Kabinettssitzung mit der Hessischen Landesregierung, in der Herr Ministerpräsident Wulff seine Bedenken deutlich gemacht hat.
25.11.2003: Schreiben des Wirtschaftsministers Hirche an den hessischen Wirtschaftsminister Rhiel mit der Aufforderung, die betroffenen niedersächsischen Gemeinden auch im Planfeststellungsverfahren zu beteiligen.
30.04.2004: Schreiben des Ministerpräsidenten Wulff an Ministerpräsident Koch wegen der Beteiligung niedersächsischer Gemeinden auch im Planfeststellungsverfahren bei Aufrechterhaltung der geäußerten Bedenken.
Presseerklärung vom 11.05.2004: „MP Wulff weiter eindeutig gegen Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden“.
Redebeitrag von Herrn Staatssekretär Eberl im Rahmen einer öffentlichen Kundgebung der BI am 28.08.2004.
01.03.2005: weiteres Schreiben des Wirtschaftsministers Hirche an den hessischen Wirtschaftsminister Rhiel mit der Aufforderung, die betroffenen niedersächsischen Gemeinden auch im Planfeststellungsverfahren zu beteiligen.
31.10.2005: Schreiben des Ministerpräsidenten Wulff an Ministerpräsident Koch: Aufrechterhaltung der geäußerten Bedenken verbunden mit der Bitte, das Vorhaben insgesamt zu überdenken.
30.11.2005: Gespräch Herr Ministerpräsident Wulff mit der BI in Hann. Münden.
13.09.2006: Schreiben des Wirtschaftsministers Hirche an den Bundesminister für Verkehr, Bau, und Stadtentwicklung unter Darlegung der Zweifel an dem Bedarf an einem weiteren Verkehrsflughafen. Der Bundesminister wurde im Hinblick auf die bei der Genehmigung von Flugplätzen nach dem Luftverkehrsgesetz zu berücksichtigenden öffentlichen Interessen des Bundes gebeten, die Ausbaupläne noch einmal einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Oktober 2006: ablehnende Stellungnahme der Niedersächsischen Landesregierung zum Entwurf des Regionalplans „Nordhessen 2006“, der unter dem Kapitel „Luftfahrt“ als Ziel den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Kassel-Calden als Regionalflughafen vorsieht.
Seit Juli 2007: öffentliche Kritik an dem hessischen Planfeststellungsbeschluss und der bestätigenden Entscheidung des Hessischen VGH.
Dezember 2008: Aufrechterhaltung der ablehnenden Stellungnahme zum Regionalplan „Nordhessen 2006“.
Dr. Philipp Rösler "
Unterstützung
der Nds. Landesregierung gegen den Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg?
FEHLANZEIGE!
Zum guten
Schluß: Bhutan gegen
Waldvernichtung für Gebetsfahnenstangen
Die
Regierung
von Bhutan warnt alle Bürgerinnen und
Bürger des
Landes, weiterhin in großem Umfang Bäume
für die
Herstellung von Gebetsfahnenstangen zu fällen. Dies
gefährde
die nationale Glückseligkeit.
November
2009
Argumentation
der
Ausbaubefürworter
Alle im
Verlauf von sieben
Jahren vorgebrachten Argumente der Befürworter einer
Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger
Flughafens mit dem damit einhergehenden Verlust von 60.000
Bäumen
sind mittlerweile verblasst und lassen sich auf zwei
Begründungen
reduzieren:
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt möchte 6 Flüge pro Jahr mit seinem voll beladenen Airbus A320 von Braunschweig aus durchführen. Geringfügig erscheinende Unbequemlichkeiten bei Durchführung der Flüge vom Flughafen Hannover oder von einem anderen Flughafen möchte man dabei nicht in Kauf nehmen.
Die Volkswagen AG möchte für eine geringe Zahl von Ultralangstreckenflügen pro Jahr von Braunschweig aus vollbetankt starten. Geringfügig erscheinende Unbequemlichkeiten eines Tankstopps z.B. in Sibirien möchte man nicht in Kauf nehmen.
AusbaugegenerInnen halten dagegen einen
Gewinn an Bequemlichkeit
für wenige Gelegenheiten für zu geringwertig, wenn
dadurch
die gesamte Bevölkerung Braunschweigs und in der
Umgebung bei
Klimaschutz, Luftreinhaltung und Naherholung dauerhaft
geschädigt
wird.
Petitionen
an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und VW zum Erhalt von
60.000 Bäumen
Die bisherigen
Petitionen an das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an die
Volkswagen AG haben bisher insgesamt ca. 7.200 Zeichnungen erbracht.
Hinzu kommen ca. 2.500 Zeichnungen des Aufrufs der
Bürgerinitiative
BaumSchutz an den samstäglichen Informationsständen
der
Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS)
am Ritterbrunnen, vor der Buchhandlung Graff oder auf dem Kohlmarkt.
Die Petition des Vereins "Rettet den Regenwald e.V." ist in
der Zwischenzeit beendet worden und musste anderen aktuellen
Petitionen weichen.
In Kürze wird daher
eine neue
Internationale Petition gestartet, die dann
über mehrere
Monate laufen soll.
Information
der
Bevölkerung im Oktober 2009
Im
Oktober 2009 hatte
die Bürgerinitiative BaumSchutz im Verein mit der
Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) an
drei Wochenenden Informationsstände auf dem Rathausplatz, auf
dem Kohlmarkt und am Ritterbrunnen betrieben. Die zahlreichen und
tatkräftigen Mitglieder aus den Reihen der BIBS
sowie Mitglieder der Bürgerinitiativen gegen die
Startbahnverlängerung aus Kralenriede und Waggum trugen durch
die Sammlung von Unterschriften, durch die Verteilung von
Informationsschriften und in besonderem Maße durch
Gespräche
mit Passanten zu den Bemühungen um den Erhalt der 60.000
Bäume
des Querumer Forsts bei. Ergebnis ist, dass sich eine zunehmende Zahl
der Bürgerinnen und Bürger der Bedeutung der 60.000
Bäume
für Klimaschutz, Luftreinhaltung und Naherholung bewusst wird
und sich für deren Erhalt einsetzt.
Öffentlichkeitsarbeit
zum Erhalt der 60.000 Bäume
Die
Bedrohung der
60.000 Bäume des Querumer Forsts wird weiterhin in den Medien
thematisiert. Zu den Berichten in Bild, Scharf-Links,
im NDR und SAT1 sind Beiträge in FOCUS TV sowie bei Radio FFN hinzugekommen.
Eine Übersicht
über die online-Beiträge zum Thema "60.000
Bäume"
erhalten Sie u.a. mit einer Google-Suche mit den Suchbegriffen
+"60.000 Bäume" +Flughafen. Alle
Beiträge
wurden archiviert.
Finanzierungserwartung
der
Stadt Braunschweig
Der
Oberbürgermeister der Stadt
Braunschweig, Dr. Hoffmann, bestätigte in der
Braunschweiger Zeitung vom 8. Juni 2009: „Der Ausbau des
Forschungsflughafens wäre ohne EU-Mittel nicht
möglich.“
Ergänzend gab der Erste Stadtrat Lehmann am 23. Juni
2009
im Rat der Stadt Braunschweig bekannt: „Es wird ein
Fördervolumen durch die EU für den Ausbau der Start-
und
Landebahn in Höhe von rd. 11,5 Mio.
€ erwartet.”
Mit
Schreiben vom 20. August 2009 hat die Generaldirektion
Regionalpolitik der Europäischen Kommission jedoch ihre
bereits
früher bekannt gegebene Entscheidung bestätigt, dass
für
den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg keine
Fördermittel
des Europäischen Förderprogramms für
Regionale
Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt werden.
Darüber
hinaus hat sich die Kommission von der Nds. Landesregierung
bestätigen lassen, dass "für das Projekt derzeit nur
nationale Mittel reserviert" sind. Von einer Förderung des
Projekts durch die EU aus Mitteln des EFRE-Fonds kann daher beim
gegenwärtigen Stand keine Rede sein. Die Erwartung der Stadt
Braunschweig erscheint daher unbegründet.
Autorennen
in Waggum zum Tag der Deutschen Einheit
Kaum
lässt
der Fluglärm in Waggum am Wochenende einmal ein wenig nach,
dröhnten am Samstag, den 3. Oktober 2009, von 8 - 17 Uhr die
Motoren von BMW, Porsche und Konsorten auf dem engen
Verkehrsübungsplatz in Waggum. Von Rücksichtnahme auf
die
Bevölkerung wieder einmal keine Spur. Der
Verkehrsübungsplatz
in Braunschweig-Waggum direkt neben dem Flughafen ist traditionell
Austragungsort der Slaloms des MSC Polizei Braunschweig am Tag der
Deutschen Einheit(!). Vorsitzender des Motorsportclubs der Polizei
ist Reinhard
Manlik - ein Abteilungsleiter für Seifenkisten.
Dankschreiben für den Lärm gehen an
reinhard@manlik.net
Rheinland-pfälzische
Politiker gegen Nachtflüge am Frankfurter Flughafen
Dietrich
Elsner
Den anliegenden Beitrag in Schrift und Ton
vom
Deutschlandradio habe ich gerade gefunden. Zumindest die
O-Töne
von Frau Granold sind sehr aktuell. Wann und wo mein O-Ton
aufgenommen wurde, kann ich nicht mehr sagen. Ich kann mich aber
daran erinnern, dass ich dass zu verschiedenen Anlässen gesagt
habe.
Das Bedauern von Frau Granold teile ich und viele von
uns in
vollem Umfang. Mit der Formulierung im Koalitionsvertrag " Wir
betrachten es als unsere Aufgabe, die deutsche Flughafeninfrastruktur
im Hinblick auf die Funktion Deutschlands als internationalem
Luftverkehrsstandort wettbewerbsfähig weiterzuentwickeln. Der
Luftverkehrsstandort Deutschland darf im globalen Wettbewerb nicht
geschwächt werden. " hat die Flughafenlobby,
besonders die Fraport das durchgesetzt, was in der
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) am
22/23.3.2007 verabredet wurde. Der §29 des
Luftverkehrsgesetzes
soll so geändert werden, dass ein qualifizierter Nachweis
eines
Nachtflugbedarfs nicht mehr notwendig ist, um Nachtflüge
gerichtlich durchsetzen zu können.
Mit der Forderung
von Frau
Granold (MdB) wäre schon vieles erreicht, wenn die Grenzwerte
sachgerecht definiert werden.
Wir sehen aber
zusätzlich die
Notwendigkeit der Aktualisierung der Regeln zur Bedarfsermittlung. Um
Deutschland die notwendige Entwicklung im Luftverkehr zu
ermöglichen,
sollen sich Stadt nahe Flughäfen auf den
Geschäftsreiseverkehr
der unmittelbaren Region für Fernziele konzentrieren. Das
bietet
jeder Region eigene Entwicklungsmöglichkeiten und entspricht
der
multizentralen Raumstruktur Deutschlands. Massenverkehr (Fracht und
Tourismus) soll von Flughäfen aus abgewickelt werden, wo keine
Menschen belastet werden. Zubringer- und Kurzstreckenflüge
sind
auf die Schiene zu
verlegen.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1061274/
Oktober
2009
Rat
der Stadt Braunschweig
beschließt Abholzung
Am
10.12.2002 stimmten CDU,
FDP und SPD im Rat der Stadt Braunschweig für einen
Grundsatzbeschluss zur Verlängerung der Start- und Landebahn
des
Flughafens Braunschweig auf 2.600 m. Bürgerinitiativen konnten
bisher die Umsetzung dieses Beschlusses verhindern. Sieben Jahre
später stimmten nun am 22.09.2009 im Rat der Stadt
Braunschweig
CDU und FDP für das Abholzen
von 60.000 Bäumen zur Verlängerung der
Startbahn des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg und die SPD ebnete ihnen durch
Stimmenthaltung den Weg. Aber der Widerstand
wächst!
Dankadressen
können Sie richten an den
Rat der Stadt Braunschweig, Platz der Deutschen Einheit 1, 38100
Braunschweig, im einzelnen an:
CDU:
Wolfgang Sehrt,
Fritz Bosse, Hennig Brandes, Eberhard Funke, Karl Grziwa, Friederike
Harlfinger, Dieter Hartmann, Björn Hinrichs, Werner Hogrefe,
Meike Jäger, Anke Kaphammel, Götz Rüdiger
Kliesch,
Thorsten Köster, Reinhard Manlik, Carsten Müller,
Waltraut
Ochmann, Hans-Jürgen Scholz, Kurt Schrader, Frank
Täubert,
Gerhard Wandt, Martin Weißeno, Klaus Wendroth,
Jürgen
Wendt
FDP: Daniel
Kreßner, Prof. Dr.
Ulrich Klages, Juliane Lehmann
SPD:
Manfred
Pesditschek, Manfred Dobberphul, Marion Evers-Ohlms, Frank Flake,
Frank Graffstedt, Kate Grigat, Gabriele Hübner, Annette
Johannes, Uwe Jordan, Detlef Kühn, Inge Kükelhan,
Mathias
Möreke, Nicole Palm, Cornelia Seiffert, Klaus Winter
OB:
Dr. Gert Hoffmann
Der
Kampf um die 60.000
Bäume geht weiter
Nachdem das
Nds.
Oberverwaltungsgericht die Klagen des NABU und von
Grundeigentümern
abgewiesen und sogar eine Revisionsmöglichkeit verneint hatte,
hat nun das Bundesverwaltungsgericht eine Nichtzulassungsbeschwerde
der Kläger entgegengenommen und gleichzeitig die Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH ersucht, mit dem Bau oder sonstigen
Maßnahmen zu warten, bis über die Beschwerde der
Kläger
entschieden worden ist. Die Flughafengesellschaft ist dem Ersuchen
des Gerichts nachgekommen. Bei derartigen Vorgängen kommt in
Betracht, dass widrigenfalls das Gericht eine Eilentscheidung
herbeiführen könnte, die einen Baustopp nach sich
ziehen
kann. Ein Baustopp hat aber häufig das Ende des begehrten
Vorhabens eingeläutet. Zu dem bis dahin rechtlich
zulässigen
Abholztermin am 1. Oktober 2009 wären Bautrupps auf ein am
Rande
der 60.000 Bäume bereits am Vortage aufgeschlagenes
Solidaritäts-Biwak gestoßen, mit dem
öffentlichkeitswirksam auf den beabsichtigten Waldfrevel
aufmerksam gemacht worden wäre. Ein großer Dank und
große
Anerkennung für den Initiator des Solidaritäts-Biwaks
aus
der Bürgerinitiative Kralenriede (Braunschweig) sowie
für
die Unterstützer!
Bedrohte 60.000
Bäume in den Medien
Die
Bedrohung der 60.000 Bäume
gewinnt zunehmend das Interesse der Medien. So berichten Bild
über den Protest gegen den Braunschweiger Flughafenausbau
und Scharf-Links
über den ROBIN WOOD-Protest gegen den Kahlschlag im Querumer
Forst für die Braunschweiger Flughafen-Piste. Der NDR
berichtete über den Kahlschlag am
Flughafen (Anweisung:
nach Anklicken öffnet sich die NDR Mediathek, danach
"mediathek
starten" klicken) und SAT1
über "Kleiner Flughafen - Großer Ärger".
Eine Übersicht über die on-line-Beiträge zum
Thema
"60.000 Bäume" erhalten Sie u.a. mit einer
Google-Suche nach +"60.000 Bäume"
+Flughafen.
Wald
bei Waggum bleibt erhalten
...
By
Hoffer
…erstmal.
Aber warum? Die überflüssige Start- und
Landebahnbahnverlängerung, die im Rat der Stadt Braunschweig
CDU, FDP und SPD beschlossen hatten, entbehrte von vornherein jeder
vernünftigen Grundlage. Hierzulande alten Wald zu vernichten
ist
immer ein
ökologisches Bubenstück. Technisch gesehen
war
die Landebahnverlängerung
überflüssig. Weder
Forschungsflüge wären leichter geworden (s. Aussage
des Piloten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg); auch
fällt
niemand mehr auf ’Forschung’ als
Vorwand für
Naturvernichtung herein - dafür ist ASSE II etc. zu nah.
Mein
Freund - der Baum
Unter diesem Motto
fand am 22.
September 2009 von 12-14 Uhr eine viel beachtete Demonstration zum
Erhalt der 60.000 Bäume im Querumer Forst vor dem Rathaus der
Stadt Braunschweig statt.
Quelle: http://foto.arcor-online.net/
Die Veranstaltung wurde von der
Baumschutzinitiative
BaumSchutz veranstaltet und von der Bürgerinitiative
Braunschweig (BIBS) und
der
Piraten-Partei unterstützt. SprecherInnen der BIBS,
der Piraten-Partei, des Waldkindergartens, der Linkspartei und der
Bürgerinitiative Waggum sprachen sich für den Erhalt
der
bedrohten 60.000 Bäume für Klimaschutz,
Luftreinhaltung und
Naherholung aus. Vertreter von CDU, FDP und SPD traten bei der
Veranstaltung natürlich nicht auf. Die Fraktion
von Bündnis90/Die Grünen hatte bereits
vorher wegen
einer an diesem Tage anstehenden Klausurtagung eine Teilnahme mit
Bedauern abgesagt.


Aus der Petition an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an VW
wurden Kommentare der
ZeichnerInnen verlesen, die alle an die Verantwortung der Stadt
Braunschweig und der Konzerne für den Erhalt unserer
natürlichen
Lebensgrundlagen appellierten. SympathisantInnen hatten die
Möglichkeit, die Petition unmittelbar im Internet zu zeichnen
und zu kommentieren. Einige Demonstranten hatten selbst gefertigte
Plakate und Transparente mitgebracht, andere verzierten den
Rathausplatz mit dem Pflasterbild eines filigranen Baumes. Ein
Teilnehmer trug das Plakat "Schwarz-Gelb - Atomtod".
Demonstrationen dieser Art sind eines der Elemente im Kampf der
Bürgerinnen und Bürger gegen eine geplante,
jedoch
unsinnig erscheinende Verlängerung der Start- und Landebahn
des
Braunschweiger Flughafens, die den Verlust von 60.000 Bäumen
zur
Folge haben würde.
Unterstützung
durch die Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS)
Die Bürgerinitiative
Braunschweig unterstützt
den Kampf der Bürgerinnen und Bürger durch ihren
wöchentlichen Informationsstand am Samstag zwischen 11 und 15
Uhr abwechselnd vor der Buchhandlung Graff, auf dem Kohlmarkt, am
Ritterbrunnen oder in der Poststraße. Sie organisiert
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Baumschutzinitiative
BaumSchutz, wirbt für die Petitionen an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an VW zum Erhalt
der 60.000 Bäume, sammelt Spenden für die
Unterstützung
der Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des
Braunschweiger Flughafens, informiert durch Flugblätter und
Zeitungsanzeigen und macht die Forderung zum Erhalt der 60.000
Bäume
zum Titelthema der neusten Ausgabe der Zeitung "Unser-Braunschweig",
in der Bürgerinitiativen und andere gesellschaftliche Gruppen
zu
Wort kommen. Die wahrhaft Mächtigen bei VW wurden mehrfach zum
Einlenken aufgefordert, zuletzt mit Brief
vom 23. September 2009. Allgemeine bürgernahe Informationen
abseits von der ehemaligen Braunschweiger Monopolpresse sind
weiterhin auf den Webseiten der Bürgerinitiative Braunschweig
(BIBS),
in der Internetpräsenz Unser-Braunschweig
sowie Braunschweig-online zu finden.
Edeka
- ein
Luftfahrtunternehmen?
In einer
"Öffentlichen
Bekanntmachung - Beteiligung der Öffentlichkeit" vom
21.11.2007 kündigte die Stadt Braunschweig an, in Waggum an
der
Bienroder Straße "Bauflächen für
luftfahrt- und verkehrsbezogene Gewerbe- und Forschungseinrichtungen
bereit zu stellen." Doch nun - zwei Jahre später - gibt die
Stadt Braunschweig mit Stand vom 3.8.2009 einen vorhabensbezogenen
Bebauungsplan "Nahversorger Bienroder Straße 24" WA72
bekannt, vorgelegt von Carsten Meier Architekten Stadtplaner. Ein
gleichartiger Alternativentwurf der HDH Immobilien und
Grundstücksverwaltung aus Braunschweig parallel zu
den
Kleingärten im Osten von Waggum mit Zufahrt von der Grasseler
Straße wurde nach einem Bericht bei der Stadt zwar
eingereicht,
aber abgelehnt. Die Beeinträchtigungen der Anwohner
wären
bei dieser Variante weitaus geringer gewesen und die Bevenroder
hätten eine bessere Anbindung gehabt. Aber nun zählt
Edeka
offenbar zum luftfahrtbezogenen Gewerbe ähnlich wie z.B. der
in
der Vergangenheit von den Ausbaubefürwortern
genannte Bollmann
Bildkarten-Verlag am Lilienthalplatz auf der anderen Seite der Start-
und Landebahn. Im neuen Bebauungsplan heißt es u.a.:
"Es kommt zu einer erhöhten Belastung durch Lärm-, Licht und Schadstoffemissionen.
"Für das Schutzgut Mensch und Gesundheit auf dem Grundstück ist festzustellen, dass die Eingriffsfolgen erheblich sind, durch entsprechende Maßnahmen aber auf ein verträgliches Maß gemildert werden können."
"Darüber hinaus kommt es durch den vermehrten Verkehr im Gebiet (Zulieferer, Kunden) zu einem Anstieg der Luftschadstoffkonzentrationen."
"Allerdings ist das Grundwasser im untersuchten Gebiet bereits durch Schadstoffeinträge des direkt angrenzenden Flughafens vorbelastet."
Manche Waggumer Anwohner wehren sich
daher aus gutem Grund gegen
das Bauvorhaben, wollen andererseits aber einen Ausbau des
Flughafens, den Verlust von 60.000 Bäumen und bei einer
ausbleibenden Umfahrung des Ortes einen Zuwachs des Verkehrsstroms
durch Waggum von 6.400 Fahrzeugen pro Tag hinnehmen.
Nette
Geschichte
Günter
Beck
Ich habe kürzlich folgende
"nette"
Geschichte gelesen, die zu dem Thema passt: Als die Erde wieder
einmal ihren äußeren Nachbarn, den
rötlichen Mars,
auf der Innenbahn überholt, erkundigt sich Mars nach dem
Befinden seines Schwesterplaneten. Die Erde stöhnt: "Mir
geht es gar nicht gut, ich fiebere, denn ich habe die Menschheit!"
Teilnahmsvoll beruhigt Mars seine Schwester: "Liebe Erde, das
ist nicht allzu schlimm. Das geht ganz schnell wieder
vorüber..."
Mit der Abholzung des
Waldes für
die Landebahnverlängerung trägt auch Braunschweig mit
dazu
bei, dass wir uns ein Stück früher aus der Evolution
herauskatapultieren und damit zu einer "Gesundung" der Erde
beitragen.
Änderungen
bei der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH
Das
Land Niedersachsen hatte sich Anfang 2009 aus der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH zurückgezogen und seine Anteile
auf
VW übertragen. Die Gründe wurden von der ehemaligen
Braunschweiger Monopol-Presse der Öffentlichkeit nicht bekannt
gegeben und auch die von den Bürgerinnen und Bürgern
gewählten Braunschweiger Ratsmitglieder im Aufsichtsrat der
Flughafengesellschaft sahen dazu offenbar keinen Anlaß. Das
Nds. Finanzministerium gab jedoch auf eine Anfrage der Linken im Nds.
Landtag bekannt:
"Das Land soll sich gemäß § 65 Abs. 1 LHO an Unternehmen des privaten Rechts nur beteiligen, wenn ein wichtiges Landesinteresse vorliegt. Die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist lediglich Betreiber des Flughafens. Ein wichtiges Landesinteresse an der Betreibergesellschaft ist aufgrund der regionalen Bedeutung des Flugbetriebs nicht gegeben. Ein Anteilsverkauf ist folglich aus ordnungspolitischen Gründen geboten."
Der Ausstieg macht nun auch Änderungen im Aufsichtsrat der Gesellschaft wahrscheinlich:
Bisher
Aufsichtsrat
besteht aus 11 Mitgliedern: Stadt Braunschweig: 4, Land
Niedersachsen: 3, VW: 1, Stadt Wolfsburg: 1
und kommunale
Gesellschafter einvernehmlich: 2.
Vorsitz: Stadt Braunschweig,
stellvertretend Land Niedersachsen.
Zukünftig
Aufsichtsrat
besteht aus bis zu 11 Mitgliedern. Die Gesellschafter können
als
Mitglieder entsenden: Stadt Braunschweig: 4, VW:
4, Stadt
Wolfsburg: 1 und kommunale Gesellschafter einvernehmlich:
2.
Vorsitz: Stadt Braunschweig, stellvertretend VW.
Am Rande ...
Im
Fernseh-Beitrag
des NDR "Kahlschlag am Flughafen" sagte der
Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH,
Manlik (CDU), zu dem von der Flughafengesellschaft immer
wieder
ins Feld geführten Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt :
"Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt
hat einen A320 beschafft, äh ... A319". Und
während ständig wiederholt wird, dass das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit dem
Airbus A320 angeblich mit maximal zulässiger Startmasse
starten
müsse, lässt Manlik nun die Katze aus dem
Sack: "Wir
haben uns auf 2.300 m geeinigt, weil wir nicht voll beladen
und
voll betankt fliegen." Weiß der Mann, wovon er
redet?
Manlik weiter: "Insbesondere das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt
als einer
unserer Hauptnutzer hier am Platz ...". Forschungsflüge
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt nehmen tatsächlich jedoch weniger
als 2% des
gesamten Flugverkehrs am Braunschweiger Flughafen ein. Zur
offensichtlichen Aufwertung dieser fast vernachlässigbaren
Zahl
von Flügen für die Forschung steht rechtfertigend im
Planfeststellungsbeschluss: "Schließlich
wird eingewandt, die Forschungsflüge machten lediglich einen
Anteil von weniger als 2% des Gesamtflugverkehrs aus, weshalb sie im
Rahmen der Bedarfsbegründung nur eine ganz untergeordnete
Rolle
spielen dürften. In diesem Zusammenhang muss jedoch darauf
verwiesen werden, dass für jede Flugstunde eines
Forschungsflugzeugs bis zu mehrere Wochen der Vorbereitung am Boden
für Einbauentwicklung, Einrüstung, Zulassung und
Wartung
erforderlich sind. Außerdem liefern die Messdaten aus diesen
Flügen Material für eine Vielzahl von
Wissenschaftler-Mannjahren für die Auswertung und
Interpretation
der Messergebnisse. Entscheidend für die Bewertung des
Forschungsflugbetriebs ist nicht die Anzahl von Flugbewegungen,
sondern vielmehr die durch den Forschungsflughafen unmittelbar und
mittelbar erzielte Wertschöpfung."
August
2009
Westumfahrung
des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg
Das
Nds.
Oberverwaltungsgericht hat die Planfeststellung für die
Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg mit Urteil vom 20.5.2009 und im
veröffentlichten Entscheidungstext für
rechtmäßig
erkannt, nicht jedoch die östliche Umfahrung des ausgebauten
Flughafens nach einer Unterbrechung der Grasseler Straße in
Höhe des Flughafens. Dazu hatte das Gericht hatte der
Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH aufgegeben, zunächst die
alternative
Westumfahrung eingehend zu untersuchen.
Bei einer
Verlängerung
der Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg wird
die unmittelbare Verbindung des Braunschweiger Nordens mit der
Innenstadt über die Grasseler und Bevenroder Straße
in
Höhe des Flughafens unterbrochen (Rotes Kreuz). Die eine
Alternative ist die Umfahrung der in Richtung Osten
verlängerten
Start- und Landebahn über Hondelage (östliche
Umfahrung).
Die andere Alternative ist die Umfahrung des Flughafens über
die
Braunschweiger Ortsteile Waggum und Bienrode (westliche
Umfahrung).
Das nachfolgende Bild zeigt den
betroffenen Wald
(grün) und die in der Vergangenheit diskutierte Alternative
für
die westliche Umfahrung (gelb). Dabei führt die
gelbe
Strecke mehr oder weniger um den Ortsteil Waggum herum,
durchschneidet den Waggumer Verkehrsübungsplatz, vereinigt
sich
mit einem Stück der roten Streckenführung und biegt
dann vor dem nordöstlichen Teil des Ortsteils
Bienrode auf
die Forststraße ab. Diese Alternative ist
kostenaufwändig
und hat gute Chancen, wie die den Bürgerinnen und
Bürgern
seinerzeit versprochene Tunnel-Lösung (Führung der
Grasseler Straße unter der verlängerten Start- und
Landebahn hindurch) erst zur Beruhigung propagiert und dann
aus
Kostengründen fallen gelassen zu werden.
Die
rote Strecke zeigt eine naheliegende Verkehrsführung, wenn die
Grasseler Straße in Höhe des Flughafens einfach
unterbrochen und ansonsten nichts unternommen wird. Das ist zwar
ungesetzlich, führt den gesamten Verkehr in
nord-/südlicher
Richtung direkt durch Waggum, kostet dafür
aber nichts.
Somit würden 6.400 Fahrzeuge pro Tag zusätzlich durch
Waggum rauschen, Tendenz steigend.
Mit einer
Untertunnelung
der Start- und Landebahn wie an anderen Flughäfen
wäre das
Problem gelöst, die Grasseler Straße könnte
weiterhin
so genutzt werden wie bisher. Zur Erinnerung:
10.12.2002:
Der Stadtbezirksrat
Bienrode-Waggum-Bevenrode stimmt der Verlängerung der Start-
und
Landebahn nur unter der Bedingung zu, dass die Grasseler
Straße
unter der Start- und Landebahn hindurch geführt
wird.
18.03.2004: Stadt
Braunschweig: "Es gibt
auch rechtliche Bedenken, da die Stadt nicht
Maßnahmeträger
ist. Sowohl bei der Grasseler Straße, die als Folge der
Startbahnverlängerung entweder gekappt oder untertunnelt
werden
muss, als auch bei der Bienroder Straße/Waggumer
Straße,
die einen wesentlichen Teil der so genannten "Westumgehung"
ausmachen wird, handelt es sich um Verkehrswege, die sich in der
Baulast des Landes Niedersachsen befinden."
08.06.2004:
Die Stadt hat betont, dass die Tunnellösung wegen der
hohen
Kosten nicht realisiert wird. Beschluss
des Stadtbezirksrats Bienrode-Waggum-Bevenrode: "Die Grundlage
für die seinerzeitige Zustimmung der SPD zur
Verlängerung
der Start- und Landebahn ist durch die Rücknahme der
Zusage
der Stadt für die Tunnellösung nicht mehr gegeben.
Unter
diesen neuen Bedingungen wird die Verlängerung der
Start-
und Landebahn abgelehnt."
27.11.2007:
Anlässlich der Sitzung des
Stadtbezirksrats
Bienrode-Waggum-Bevenrode wurde daher die Einwohnerfrage
gestellt, was die Mitglieder des Stadtbezirksrats, die Mitglieder im
Rat der Stadt Braunschweig sind/waren, unternommen hätten, um
den Beschluss des Stadtbezirks vom 08.06.2004 im Rat
der
Stadt Braunschweig durchzusetzen. Ergebnis:
Kliesch (CDU): "In anderen Gremien herrschen andere
Mehrheiten."
Nachfrage: "Was
haben Sie persönlich denn zur Durchsetzung des
Bürgerwillens
getan?"
Kliesch (CDU): keine
Antwort.
Sehrt (CDU):
unverständliches Gemurmel.
Fragesteller: "Ich stelle fest, Sie haben zur Umsetzung des
Bürgerwillens nichts getan."
Stülten (SPD): "Ich habe mich der Stimme enthalten."
Wie lange wollen
denn die Waggumer
Bürgerinnen und Bürger mit Protestmaßnahmen
und einer
lautstarken Forderung nach einem Tunnel für die Grasseler
Straße noch warten? Eine drastische Zunahme von
Verkehrslärm, Schadstoffbelastung und Gefährdung
durch
wachsenden Straßenverkehr stehen vor der Tür. Bald
wird es
heißen: "Waggum's Idylle - adé!" Lassen Sie
sich nicht weiter durch vollkommen überzogene Kostenrechnungen
für einen Tunnel für die Grasseler Straße
verwirren.
Glauben Sie nicht den Schauermärchen von einem langen,
düsteren
und beängstigenden Tunnel. Gehen Sie statt dessen nach
Hondelage
und machen Sie sich selbst ein Bild, wie eine sechsspurige Autobahn
licht und hell auf kurzer Strecke raumsparend untertunnelt wurde
(Trogbauwerk)
.
Eine
Ode an den Querumer Forst
Was uns
verloren geht... Ein
Streifzug durch unseren Querumer Forst.
Eine Ode beschreibt die Situation sehr treffend beginnend mit den Worten
"Querum, quarum, Stumpf statt Stiel, nach Querums Forst fragt
man nicht viel."
Braunschweiger
Bürgerinnen und Bürgern an der Nase
herumgeführt
Die
Bürgerinnen und Bürger, die sich ernsthaft mit den
Vorgängen und Problemen um die geplante Verlängerung
der
Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens befasst haben,
können ein Lied davon singen, wie sie an der Nase
herumgeführt
werden. Jüngste Verlautbarungen bestätigen diesen
Sachverhalt:
Juli
2003:
Ein Vertreter der Stadt Braunschweig behauptete anlässlich
einer
öffentlichen Sondersitzung betroffener
Stadtbezirksräte zum
beabsichtigten Flughafenausbau, die Stadt habe einen Antrag auf eine
Gewährung von Fördermitteln der Europäischen
Kommission gestellt. In der anschließenden
Einwohnerfragestunde geäußerte Zweifel an der
Richtigkeit
der Darstellung wurden mit als abfällig empfundenen
Bemerkungen
abgetan.
September 2004:
Erst ein Jahr später
fragt die Nds. Landesregierung bei der EU nach einer
Fördermöglichkeit für einen "Avionik-Verbund
am
Forschungsflughafen Braunschweig" mit einer "maßvollen
Verlängerung der Startbahn auf 2.300m". Und weiter im
Hinblick auf das missratene Förderbegehren für den
Flughafen Kassel-Calden: "Der Verkehrsflughafen sei im
luftverkehrsrechtlichen Sinne als "Regionalflughafen" nicht
der Fördergegenstand.
Juni 2005:
Die
Gesellschafter der Flughafen GmbH verabschieden eine
Finanzierungsvereinbarung zum Ausbau des Flughafens Braunschweig in
Höhe von 34,8 Mio. Euro. Die Stadt Braunschweig beteiligt sich
mit 9,94 Mio. Euro und von der EU werden 9,96 Mio. Euro erwartet. Und
dies obwohl die Europäische Kommission bereits im Juli 2004
mitgeteilt hatte, dass sie Förderungen
von
zentralen Flughafeninvestitionen (Landebahnen etc.) aus Mitteln des
Strukturfonds nicht genehmigt.
Juni
2009: Der
Oberbürgermeister der Stadt
Braunschweig bestätigt: "Der Ausbau des
Forschungsflughafens wäre ohne EU-Mittel nicht möglich."
August
2009: Die Europäische Kommission bestätigt,
dass "der
Einsatz von EFRE-Mitteln zur Förderung des Flughafenprojekts
Braunschweig derzeit nicht geplant ist" (EFRE = Europäischer
Fonds für regionale Entwicklung). Zugleich gibt die Nds.
Landesregierung bekannt: "Für das Vorhaben zum "Ausbau
Avionik Cluster Braunschweig" hat die Struktur-Förderung
Braunschweig GmbH als Träger der Maßnahme im Juli
2009
einen Antrag auf Förderung nach der Gemeinschaftsaufgabe
"Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"
gestellt." Dazu die Europäische Kommission: "Nach
Auskunft der verantwortlichen Verwaltungsbehörde sind
für
das Projekt derzeit nur nationale Mittel reserviert".
August
2009: Anlässlich der Sitzung des
Niedersächsischen
Landtages am 28.08.2009 erklärt Verkehrsminister Dr. Philipp
Rösler: "Für das Vorhaben zum "Ausbau Avionik
Cluster Braunschweig" hat die Struktur-Förderung
Braunschweig GmbH als Träger der Maßnahme im
Juli 2009
einen Antrag auf Förderung nach der Gemeinschaftsaufgabe
"Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"
gestellt." Im Hinblick auf die angebliche Antragstellung im Juli
2003 wurden die Bürgerinnen und Bürger mit
der
tatsächlich erst jetzt erfolgten Antragstellung offenbar 6
Jahre
lang an der Nase herumgeführt.
Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt: "Verkabelter Patient
auf der
Intensivstation"
In einer Reportage
meint das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt: "Mit
einem "normalen" Airliner hat der Airbus äußerlich
nicht mehr viel gemeinsam, in seinem Aussehen erinnert ATRA (Advanced
Technology Research Aircraft), das größte
Forschungsflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt, viel eher an einen verkabelten Patienten auf der
Intensivstation als an ein handelsübliches Verkehrsflugzeug."
Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt:
Lärmmesskampagne
Mitteilung
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt: "In Flugversuchen mit dem Forschungsflugzeug ATTAS
(Advanced Technologies Testing Aircraft System) hat das Deutsche
Zentrum für Luft- und Raumfahrt neuartige Anflugbahnen
getestet. Die Lärmmesskampagnen ergaben ein Potenzial zur
Fluglärmreduktion in bewohnten Gebieten ... Im Idealfall
lässt
sich auf diese Weise die höchste Lärmbelastung auf
ausgewählte, wenig besiedelte Gebiete umlenken, in denen dann
mit erheblich mehr Lärm zu rechnen ist."
Juli
2009
Neuer
Flyer zur drohenden
Naturkatastrophe im Querumer Forst

© Copyright Ralf Beyer
Der neue Flyer
wurde von der
Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS)
in mehreren hundert Exemplaren farbig in der Größe
DIN A5
gedruckt und erstmalig anlässlich der
Abschlußveranstaltung
des Sommerlochfestivals am Informationsstand der BIBS
auf dem Burgplatz verteilt.
Kann
Piëch
die drohende Naturkatastrophe verhindern?
Nichts
bleibt
unversucht, die von einer Abholzung bedrohten 60.000 Bäume des
Querumer Forsts doch noch zu retten. Angesichts der Aussagen von
VW-Managern wie "Volkswagen ist heute schon der grünste
Automobilbauer der Welt" hat es die Bürgerinitiative
Braunschweig (BIBS)
unternommen, einen
der wahrhaft Mächtigen auf die in Braunschweig drohende
Naturkatastrophe aufmerksam zu machen: Ferdinand Piëch. Nach
einer kurzen Begründung bittet die Bürgerinitiative: "Im
Hinblick auf die Glaubwürdigkeit des Engagements im
Bereich Umwelt- und Naturschutz bitten wir die Volkswagen AG daher,
aus ihrer Sicht den Verzicht auf die geplante Verlängerung der
Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig - Wolfsburg zu
erklären." Piëch könnte nach
Meinung
vieler Engagierter die drohende Naturkatastrophe im Querumer
Forst verhindern. Lesenswert: "Ferdinand Piëch - Mit aller
Macht" (Frankfurter
Allgemeine).
Petition
an Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an VW
zum Erhalt der 60.000 Bäume im Querumer Forst
Der
NABU Braunschweig hat im Internet eine Petition
an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an VW zum Erhalt der 60.000 Bäume des Querumer Forsts
eingerichtet. Bitte unterstützen Sie die Petition durch Ihre
Mitzeichnung. Nutzen Sie dabei insbesondere das Kommentarfeld, um
Ihren Appell an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an VW zu konkretisieren und Ihre
persönliche Betroffenheit zu verdeutlichen.
Spendenaufruf
des NABU
Zur Finanzierung der
kostspieligen Aktionen
zum Erhalt des Querumer Forsts ist der NABU weiterhin dringend auf
Spenden angewiesen. Lesen Sie den Spendenaufruf
und informieren Sie sich über die
Hintergründe und
über das bisherige Spendenaufkommen.
Keine Verlängerung
der Start- und Landebahn des Flughafens
Münster/Osnabrück
Das
Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 9.7.2009 über den
Ausbau des Flughafens Münster/Osnabrück zu einem
Verkehrsflughafen für den Interkontinentalverkehr entschieden
und die Sache zur erneuten Verhandlung an das Oberverwaltungsgericht
Münster (NRW) zurückverwiesen. Betroffen war ein
geschütztes Natura-2000-Gebiet, in dem auch
prioritäre
Biotope vorkommen. Das Gericht hatte in seiner Urteilsbegründung
beanstandet, dass das Oberverwaltungsgericht dem Ausbauvorhaben trotz
der festgestellten Unsicherheiten der Bedarfsprognose von vornherein
einen besonderen Stellenwert beigemessen und damit nicht hinreichend
den Ausnahmecharakter einer Abweichungsentscheidung
berücksichtigt
habe. Bei einer erheblichen Beeinträchtigung eines
Natura-2000-Gebiets setze die Zulassung eines Vorhabens im Wege der
Ausnahme voraus, dass das Vorhaben aus zwingenden Gründen des
überwiegenden öffentlichen Interesses notwendig sei.
Quelle: Bundesverwaltungsgericht.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Braunschweig nimmt GBAS-Station in Betrieb
Am
25. Juli
2009 berichtete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt:
"Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat am
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg eine experimentelle Bodenstation in
Betrieb genommen, die es ermöglicht,
satellitengestützte
Präzisionsanflüge durchzuführen. Die
Endabnahme des
Ground Based Augmentation Systems (GBAS), hergestellt von der Thales
ATM GmbH, erfolgte am 25. Juli 2009 nach Flugerprobungen mit einer
Boeing B737-700 der Fluggesellschaft Air Berlin. Air Berlin ist die
erste Fluggesellschaft Europas, die in Zusammenarbeit mit der
Deutschen Flugsicherung (DFS) Anflüge auf GBAS-Stationen
erprobt."
Juni
2009
Gegenwärtige
Situation
Am 20.5.2009 hat der 7. Senat
des Nds.
Oberverwaltungsgerichts die Klagen des NABU und der
Grundeigentümer gegen die geplante Verlängerung der
Start-
und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg abgewiesen, eine
kurze mündliche Urteilsbegründung gegeben und eine
Presseerklärung
veröffentlicht.
Hierzu wurde die am
gleichen Tage
stattfindende Sitzung des Rats der Stadt Braunschweig eigens
"für
eine wichtige Mitteilung" unterbrochen, die Presseerklärung
des Nds. Oberverwaltungsgerichts verlesen und von den Ratsmitgliedern
von CDU, FDP und Teilen der SPD beklatscht.
Folge der neuen
Entwicklung ist, dass die Bürgerinitiativen Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg Aktionen beraten haben, wie auf die neue
Situation zu reagieren ist. Dabei haben sie erhebliche solidarische
Unterstützung von anderen Bürgerinitiativen erfahren,
denen
bisher die Flughafenproblematik zwar bekannt war, die sich nun aber
insbesondere auf den Erhalt des Querumer Forsts und auf die Abwendung
der geplanten Abholzung von ca. 60.000 Bäume konzentrieren.
VW
- der grünste Autobauer?
"Volkswagen
ist
heute schon der grünste Automobilbauer der Welt",
behauptete stolz Markenvorstand Ulrich Hackenberg laut Wolfsburger
Nachrichten im Februar 2009. Der Leiter "Umwelt" bei
Volkswagen, Günter Damme, ruderte im Juni 2009 schon wieder
etwas zurück. Nun heißt es in der gleichen Zeitung
vom
29.6.2009: "Martin Winterkorn, VW-Vorstandsvorsitzender, habe
das Ziel geäußert, seinen Konzern zum
grünsten
Automobilhersteller der Welt zu machen." Ein ehemaliger
Mitarbeiter von Volkswagen leistete Schützenhilfe und ist
medienwirksam davon überzeugt: "Wolfsburg
ist die grünste Stadt der Bundesrepublik"!
Die
Volkswagen AG räumt der Umweltverantwortung seit Jahren -
zuletzt im Nachhaltigkeitsbericht 2007/2008 - einen hohen Stellenwert
ein. „Nicht zuletzt sind wir im Sinne der Nachhaltigkeit
aufgefordert, unsere Verantwortung für die Erhaltung der
Umwelt
ernst zu nehmen“ meint darin Prof. Dr. Martin Winterkorn. Die
katastrophale
Rodung von Zehntausenden Hektar Amazonas-Urwald (Der
Spiegel
vom 10.11.1986) in den 80er Jahren - VW do Brasil wollte dort eine
Musterfarm errichten - schien vergessen. Man hatte dazugelernt. Doch
nun sieht man den Wald vor Bäumen nicht, wenn vor der
Haustür
von Volkswagen „Alter Wald“ mit zum Teil
über 200
Jahre alten Bäumen für eine
Startbahnverlängerung
vernichtet werden soll. Begründung des VW-Vertreters vor dem
Nds. Oberverwaltungsgericht am 20.5.2009:
"Non-Stop-Langstreckenflüge
des VW-Managements". Höchste Zeit zum Nachdenken und
für
eine Rückbesinnung. Eine sinnvolle Alternative wäre,
für
diese wenigen Flüge pro Jahr vom nahen Flughafen Hannover
anstatt von Braunschweig aus zu starten.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt - ein umweltfreundliches Unternehmen?
Das
Deutsche
Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln-Porz
wurde im
November 2000 als umweltfreundliches Unternehmen nach dem
"Ökostandard" ISO 14001 zertifiziert.
Die
Forschungs-
und Unternehmensbilanz 2002/2003 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt verweist dazu
insbesondere auf die "Selbstverpflichtung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, negative
Auswirkungen seiner Aktivitäten auf die Umwelt stetig zu
minimieren." Weiter heißt es: "Umweltschutz ist
seit Jahren wesentlicher Bestandteil der Arbeiten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt."
Eine
dieser Aktivitäten sind Flugversuche, seit Jahrzehnten am
Braunschweiger Flughafen durchgeführt werden. Nun soll
plötzlich „Alter Wald“ mit zum Teil
über
200 Jahre alten Bäumen für eine
Startbahnverlängerung
vernichtet werden. Die Gründe liegen auf der Hand: eine
möglichst lange Start- und Landebahn zur Verfügung zu
haben, ist stets von Vorteil. Insbesondere dann, wenn man eine
Startbahnverlängerung ohne Einsatz eigenen Kapitals direkt vor
der Haustür erhält. Wenn die Politik - aus welchen
Gründen
auch immer - eine Startbahnverlängerung beschlossen hat, werden
sich Empfänger öffentlicher Mittel kaum
gegen
ein derartiges Vorhaben aus Umweltschutzgründen aussprechen
können. Man fühlt sich im Gegenteil verpflichtet, das
Vorhaben zu unterstützen, und liefert hierfür eine
Reihe -
allerdings anzweifelbarer - Begründungen. So heißt
es zum
Beispiel im Planfeststellungsbeschluss zur Verlängerung der
Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens, dass das
Luftfahrtbundesamt ohne einen Sicherheitszuschlag von 30 Prozent zur
Länge der vorhandenen Start- und Landebahn bei zahlreichen
Fluggerätmodifikationen, insbesondere im Rahmen des
für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zentralen
Forschungsfeldes
„Hochauftriebssysteme“,
nicht die erforderliche vorläufige Verkehrszulassung erteilen
würde. Auf eindringliche Befragung vor dem Nds.
Oberverwaltungsgericht zeigte sich jedoch, dass es eine derartige
Auflage durch das Luftfahrtbundesamt nicht gibt. Dessen ungeachtet
wurde vom Gericht die
Startbahnverlängerung mit Erfordernissen der Forschung
begründet. Das Thema Forschung hat sich dabei in der
Vergangenheit häufig als letztes Mittel bewährt,
zweifelhaften Vorhaben, die anders nicht zum Zuge gekommen
wären,
irgendwie doch noch zum Erfolg zu verhelfen.
Dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
stände
es daher gut an, mit Blick auf seine Umwelt-Zertifizierung
einzuhalten und die vorhandenen Alternativen erneut zu prüfen.
Schließlich bemisst sich der Wert einer Zertifizierung als
umweltfreundliches Unternehmen nicht allein an Aktivitäten der
Vergangenheit, sondern insbesondere an zukünftigen Vorhaben
und
den damit verbundenen selbst gewählten, gesellschaftlichen
Verpflichtungen.
Neues
Simulatorzentrum am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Braunschweig
Während die Befürworter einer Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg eine Etappe gewonnen haben, wird an diesem Flughafen weiter kräftig in die Simulation am Boden ohne das Erfordernis einer Bahnverlängerung investiert. So kann das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt jetzt "mit dem Bau eines neuen Simulatorzentrums für die Luftfahrtforschung beginnen: Die Helmholtz-Gemeinschaft hat eine Finanzierung in Höhe von 8,9 Millionen Euro bewilligt. Eine weitere Million kommt im Rahmen des Projekts Campus Forschungsflughafen über die Technischen Universität Braunschweig (TU BS) vom Land Niedersachsen."
Flughafen Frankfurt
Unter
dem Titel
"Der
Flughafen wächst weiter" hat die Frankfurter
Rundschau ein Dossier zum umstrittenen Ausbau des Frankfurter
Flughafens mit den Kapiteln
Der Ausbau und die Folgen: Die Verlierer des Flughafenausbaus
Rückblick: Der lange Weg zum Ausbau
Infografiken: Bahnvarianten, Abflugrouten und mehr
Dokumente: Berichte der Störfallkommission
erstellt. Das Dossier enthält eine Reihe interessanter Querbezüge zum weiterhin umstrittenen Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg.
Erfurt-Hamburg wieder ab
Ende August
2009
Business-Travel.de
berichtet, dass die Firma air-taxi europe mit Sitz
in Braunschweig ab dem 31. August 2009
ohne jegliche Förderung ab Erfurt
wieder Direktflüge
im Tagesrand nach Hamburg anbieten wird. Weiter
...
Nach
jahrelangem Streit: Aus für
«Bombodrom»
dpa-info.com
GmbH berichtet am
9.7.2009: "Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Franz Josef Jung
(CDU) verzichtet auf den Ausbau der brandenburgischen Kyritz-Ruppiner
Heide zum größten Luft-Boden-Schießplatz
der
Bundeswehr in Deutschland. Dies gab Jung nach jahrelangem Streit
über
das so genannte Bombodrom in Berlin bekannt.
Jung
stellte
fest, dass dies weder eine inhaltliche Anerkennung der Rechtsprechung
des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg sei noch der Argumente
der Kritiker. Das Oberverwaltungsgericht hatte Ende März
Urteile
der Vorinstanz bestätigt und entschieden, dass auf dem Areal
auch künftig keine Tiefflieger trainieren dürfen.
Dagegen
hätte Jung bis zum 13. Juli Revision einlegen können.
Jung
sagte in Berlin, es sei kein einfacher Abwägungsprozess
gewesen.
Aber nach den vielen Jahren der Nichtnutzung durch das Militär
sei eine Realisierung nicht mehr möglich gewesen. Er
müsse
zur Kenntnis nehmen, dass ein derartiges Revisionsverfahren auch
Unsicherheit für die betroffenen Gemeinden und die
Bevölkerung
bedeutet hätten. Die Bundeswehr werde sich jetzt nach
Ausbildungsmöglichkeiten im Ausland umschauen.
Seit
17
Jahren protestieren Bewohner gegen die militärische Nutzung
des
Gebietes in Brandenburg. Die Tourismusbranche befürchtete
Einbußen. Der Bundestag hatte sich am 2. Juli ebenfalls
dagegen
ausgesprochen. Die Abgeordneten folgten damit einem Antrag des
Petitionsausschusses."
Quelle:
dpa-info.com
GmbH
Fluglotsen streikten am Flughafen Paderborn
Die
Fluglotsen des Flughafens Paderborn-Lippstadt hatten am 13. Juli 2009
für drei Stunden die Arbeit niedergelegt, um für eine
Lohnerhöhung zu streiken. In den folgenden Tagen einigte man
sich, die Vergütung der Fluglotsen in Schritten bis zum Jahre
2011 an vergleichbare Flughäfen anzuheben. Dabei
orientierte man sich an den bisherigen Abschlüssen
für die Fluglotsen in Dortmund und Braunschweig.
Während aber der Flughafen Paderborn bisher noch ohne
Betriebskostenzuschüsse aus öffentlichen Haushalten
auskam, arbeiten die Flughäfen Dortmund und Braunschweig schon
seit Jahren defizitär.
Mai 2009
Gegenwärtige
Situation
Am 20.5.2009 hat der 7. Senat
des Nds.
Oberverwaltungsgerichts die Klagen des NABU und der
Grundeigentümer gegen die geplante Verlängerung der
Start-
und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg abgewiesen, eine
kurze mündliche Urteilsbegründung gegeben und eine
Presseerklärung
veröffentlicht.
Bei Beobachtern der
mündlichen
Verhandlung am 13. und 14. Mai 2009 konnte der Eindruck entstehen,
dass der 7. Senat von Beginn an darauf bedacht war, den Bestand des
Planfeststellungsbeschlusses nicht in Frage zu stellen und
möglichen
Mängeln noch während der Verhandlung abzuhelfen.
Selbst
wenige Minuten vor Beendigung der Verhandlung wurden seitens der
Planfeststellungsbehörde noch sechs Auflagen für die
Flughafengesellschaft zur Nachbesserung des
Planfeststellungsbeschlusses eingebracht. Eine dieser Auflagen sah
beispielsweise vor, zum Ausgleich des Eingriffs in ein faktisches
Vogelschutzgebiet Nisthöhlen für Spechte an anderer
Stelle
einzurichten. Manche Zuhörer im Verhandlungsraum quittierten
dies mit verhaltenem Gelächter. Vor Aufnahme der
zusätzlichen
Auflagen in das Protokoll wurde der Vertreter der
Flughafengesellschaft auch noch gefragt, ob er den Auflagen zustimme,
was dieser offensichtlich freudig bejahte.
Bei der
Verhandlung entstand bei manchen der Eindruck, dass die Kläger
gegen einen Planfeststellungsbeschluss klagten, dessen Inhalt sich
noch bis kurz vor Ende der Verhandlung in Abstimmung mit der
begünstigten Flughafengesellschaft änderte und
dadurch für
die dazu nicht vorab informierten Kläger kaum greifbar war.
Der
Eindruck, dass der 7. Senat den Bestand des
Planfeststellungsbeschlusses in der Verhandlung fördern und
mit
allen Mitteln sichern wollte, wird auch durch die
ausdrückliche
Nichtzulassung der Revision des Urteils begünstigt.
Weitere
Details zur Gerichtsverhandlung und zum Fortgang der Angelegenheit
können Sie bei den Treffen der Bürgerinitiative
Waggum
erfahren. Eine eingehende Würdigung der Gerichtsentscheidung
wird aber erst nach Vorliegen der schriftlichen
Urteilsbegründung
möglich sein.
Gericht
entscheidet für
das Kapital und gegen die Natur
Die
Abweisung der
Klagen des NABU und der Grundeigentümer gegen die geplante
Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg durch das Nds.
Oberverwaltungsgericht bedeutet, dass auf ca. 100 ha
Waldfläche
ein Vogelschutzgebiet ruiniert werden soll und dass ca. 60.000
Bäume
- teilweise über 200 Jahre alt - abgeholzt werden sollen.
Angesichts des bundesweiten Verbrauchs von täglich mehr als
hundert Hektar Nutzfläche zur Energiegewinnung, für
die
Industrieansiedlung und für die infrastrukturelle Entwicklung
ein - so gesehen - konsequenter Schritt in die stets gleiche, aber
falsche Richtung. Gleichzeitig erklärt der Nds. Umweltminister
Sander (der
mit der Kettensäge), in diesem Jahr würden
rund 25
Millionen Euro für die Erhaltung der biologischen Vielfalt
eingesetzt. Wie das zusammengehen soll, entzieht sich dem
Verständnis der meisten Bürgerinnen und
Bürger.
Zum
Verhältnis von Politik und Justiz gibt es seit Jahren
erhebliche
Bedenken. So berichtet beispielsweise Der
Spiegel unter dem Titel "Justiz - Beute der
Parteien"
(Zitat): "... es gehe nicht an, dass sich die Landesregierungen
die Richter über ihre Justizminister gefügig machen
könnten, indem sie über Beförderungen und
Karrieren
bestimmen ... Das Vertrauen der Bürger in die
Neutralität
der Justiz werde so "sicher nicht gestärkt" ...
Experten wie Hamburgs Justizsenator Steffen mahnen nun "eine
offene Diskussion" darüber an, wie der Einfluß der
Politik auf die Gerichte begrenzt werden könne. Beginnen will
der Senator bei der normalen Gerichtsbarkeit, also den hauptamtlichen
Richtern etwa an Verwaltungs- oder Landgerichten ... Ähnlich
wie
der Deutsche Richterbund fordert er, die Kultur der Richterauswahl zu
überdenken, "um die Qualität der Richter zu
gewährleisten." Die Interessen der Politik dürften
nicht im Vordergrund stehen."
Kabinett
beschließt Flughafenkonzept 2009 der Bundesregierung
Neben
den 16 Großflughäfen gibt es in Deutschland ca. 400
weitere Landeplätze. Jeder Landesfürst
möchte sich
mit mindestens einem Flughafen schmücken, häufig ohne
Rücksicht auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten und auf den
tatsächlichen verkehrlichen Bedarf.
Verständlich,
dass
die Bundesregierung dem Wildwuchs und der Verzettelung der Ressourcen
bei den Flughäfen mit einer Begrenzung der Förderung
entgegen wirken wollte. Das rief die Hauptakteure Flughafen
Frankfurt, Flughafen München, Lufthansa und Deutsche
Flugsicherung auf den Plan, die sich zu einer Initiative „Luftverkehr für Deutschland" zusammenschlossen und
einen entsprechendes Konzept entwickelten.
Im Herbst
2007
sollte das Konzept stehen, aber die Bundesländer ("Das ist
Ländersache!") wollten sich die Insignien ihrer
vermeintlichen wirtschaftlichen Prosperität nicht
schmälern
lassen. Dann sollte das Konzept im Juni 2008 vorgestellt werden. Dazu
Jürgen Trittin (Bündnis90/Die Grünen): "Klare
Absage an Pleiteprojekte".
Nun wurde das
Flughafenkonzept
2009 am 27.5.2009 vom Kabinett verabschiedet. Die Deutsche
Presseagentur berichtet dazu am gleichen Tage:
"BERLIN (dpa-AFX) - Beim Ausbau von Regionalflughäfen verlangt der Bund künftig den Nachweis von Bedarf und Wirtschaftlichkeit. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch das von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgelegte Flughafen-Konzept. Zwar sollten Flughäfen wachsen können, erläuterte Tiefensee. Jedoch müsse zugleich "sichergestellt werden, dass keine öffentlichen Mittel verschwendet werden". Gleichzeitig sollten die Anwohner rund um die Flughäfen gut schlafen können. "Eine Ausweitung des Nachtflugbetriebs auf weitere Flughäfen ist deshalb nicht beabsichtigt. An den bestehenden Standorten werden wir alles tun, um Fluglärm so weit wie möglich zu reduzieren", so der Verkehrsminister./DP/fn"
Braunschweig wird im Flughafenkonzept 2009 der Bundesregierung wie folgt erwähnt:
"Neben den Unternehmen der Luftverkehrsbranche gibt es in Deutschland zahlreiche Schwerpunkte der Luftfahrtindustrie und Luftfahrtforschung. Dazu zählt z.B. der Raum Hamburg, Oberbayern, Köln-Bonn, Brandenburg oder auch Braunschweig sowie die Airbus Werke am Verkehrsflughafen Bremen und in Niedersachsen. Unter Einschluss dieser Bereiche sind insgesamt 75% aller Beschäftigten im Luftverkehr (Luftfahrtindustrie, Fluggesellschaften und Flughäfen) auf die drei Gebietseinheiten Hamburg und Stade, RB Darmstadt (Frankfurt) und RB Oberbayern (München) konzentriert. In diesen drei Regionen lässt sich nachweisen, dass die Wirtschaftsentwicklung deutlich günstiger verlief als im Bundesdurchschnitt."
"Einige Flughäfen wie Braunschweig-Wolfsburg, Oberpfaffenhofen und Bremen sind ferner für die Luftfahrtforschung von Bedeutung."
In dem zugehörigen Maßnahmenkatalog heißt es unter anderem:
"Aus-, Umbau und Konversionsprojekte dürfen nur dann realisiert werden, wenn der Bedarf für eine zivile Nutzung und mittelfristig die betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit dargestellt werden können. Die geplante Maßnahme muss im Hinblick auf die bereits vorhandene Ausstattung, Struktur, Konfiguration und das Widmungsfeld des Flughafens notwendig und angemessen sein."April 2009
"dass derzeit rechtskräftig planfestgestellte Ausbauvorhaben durchgeführt werden"
"dass für den Ausbau der Infrastruktur vom Flugplatzbetreiber ein Bedarf nachgewiesen werden muss. Die geplante Maßnahme muss im Hinblick auf die bereits vorhandene Ausstattung, Struktur, Konfiguration und das Widmungsfeld des Flughafens notwendig und angemessen sein. Der Bedarf wird aus Bundessicht bei den beiden Hubflughäfen und bei weiteren „großen“ und „mittleren“ Verkehrsflughäfen der Tabelle 4 unterstellt. Es bedarf zudem vor jeder Ausbaumaßnahme durch die zuständige Genehmigungsbehörde im Rahmen der Planfeststellung einer Betrachtung, wie der durch die Maßnahme zu erwartende Zuwachs zu bewerten ist. Dies gilt ebenfalls wegen ihrer besonderen volkswirtschaftlichen Bedeutung für Forschungsflugplätze und Werkflugplätze, die der Luftverkehrsindustrie dienen, solange an diesen keine regelmäßigen Linien- oder Charterverkehre durchgeführt werden, da diese nicht am verkehrlichen Wettbewerb teilnehmen."
"Ausbaumaßnahmen dürfen grundsätzlich nicht zu dauerhaften Betriebssubventionen führen."
"Bei aus Sicht des Bundes getätigten Fehlinvestitionen zum Ausbau der Flughafeninfrastruktur wird der Bund die Angelegenheit mit den zuständigen Ländern – gegebenenfalls auch mit Hilfe der zur Verfügung stehenden europarechtlichen Instrumentarien – im Hinblick auf die Gewährung von unrechtmäßigen Beihilfen untersuchen. Bestätigt sich diese Fehlentwicklung, wird der Bund jegliche politische Unterstützung versagen und keine finanziellen Mittel im Umfeld solcher getätigten Maßnahmen zur Verfügung stellen."
Gegenwärtige
Situation
Mündliche
Verhandlung der beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg
eingereichten Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur
beabsichtigten Verlängerung der Start- und Landebahn des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg.
Nds.
Oberverwaltungsgericht, Uelzener Straße 40, 21335
Lüneburg,
Sitzungssaal 1, Tel. 04131-718-0.
Mittwoch,
den 13. Mai 2009, 9:30 Uhr, Sitzungssaal 1
Donnerstag,
den
14. Mai 2009, 9:30 Uhr, Sitzungssaal 1
und gegebenenfalls
Mittwoch, den 20. Mai 2009, 9:30 Uhr, Sitzungssaal 1
Zur
Demonstration des Willens und des
Engagements der Bürgerinnen und Bürger gegen eine
sachlich
unbegründet erscheinende Verlängerung der Start- und
Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg zum Nachteil von
Umwelt und Natur, der betroffenen Bürgerinnen und
Bürger
und der SteuerzahlerInnen ist eine zahlreiche Teilnahme an der
Gerichtsverhandlung unbedingt erforderlich. Dies gilt insbesondere
auch für eine Manifestation des öffentliches
Interesses an
dem sich seit dem Jahre 2002 hinziehenden Entscheidungsprozess.
Zum
Erhalt einer Übersicht über die Zahl der Teilnehmer
und für
die Bereitstellung eines entsprechenden Raumangebots im OVG
Lüneburg
können Sie durch Rücksendung des anliegenden
Formulars
"Teilnehmer OVG 010509-1.xls" bis zum 6.5.2009 an Herrn Dr.
Alfred Isensee per Email: alfred.isensee@arcor.de
beitragen.
Klage
gegen Flughafenausbau Frankfurt: Offenbach fordert massive
Lärmreduzierung
Das Portal
für die Stadt
Offenbach veröffentlicht auf seiner Webseite: "Vor dem
Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel beginnt am 2. Juni 2009 die
mündliche Verhandlung zum Flughafenausbau in Frankfurt. Als
eine
von sechs Kommunen ist die Stadt Offenbach dort als
Musterklägerin
zugelassen. Ziel ist es, in dieser Instanz „eine massive
Reduzierung des Fluglärms zu erreichen, und zwar bezogen auf
den
gesamten Frankfurter Flughafen“, betont der Rechtsanwalt der
Stadt, Dr. Reiner Geulen. Zugleich plant die Offenbacher AG Flughafen
schon jetzt, in Revision zu gehen. Vor dem Bundesverwaltungsgericht
in Leipzig soll 2010 dann nochmals die Genehmigung zum Bau der
Landebahn Nordwest zur Debatte stehen."
Dazu
wird der Arbeitskreis Fluglärm Mainz-Lerchenberg unter dem
Motto
"Wir bringen den Fluglärm nach Kassel" mit einer
Gruppe von Radfahrern in 5 Etappen von ca. 50 Kilometern, begleitet
durch zwei Autos, nach Kassel fahren.
Die
Luftfahrtforschung bezieht in Hamburg ein neues Domizil
In
der Hauszeitung "Echtzeit" des Deutschen Zentrums für
Luft- und Raumfahrt e.V. wird im März 2009 berichtet:
"Hamburg - Mit der im März erfolgten Einweihung des neuen
Gebäudes der Forschungsgruppe „Lufttransportkonzepte
und
Technologiebewertung“ will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gemeinsam mit der
Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH)
künftig
seine Aktivitäten in der Luftfahrtforschung weiter ausbauen.
Die Forschungsgruppe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die bereits im April 2007 gegründet
wurde
und bis dato an der TUHH beheimatet war, setzt am Luftfahrtstandort
Hamburg wichtige Akzente bei der Untersuchung neuer
Luftverkehrstechnologien.
Mit dem neuen Gebäude bleibt die zukunftsweisende Forschungsgruppe in unmittelbarer Nähe der Technischen Universität und bietet so weiterhin großes Potenzial für die Luftfahrtforschung.
Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und der TUHH befassen sich mit der Durchführung neuartiger Studien und Konzepte für das Lufttransportsystem. Zu ihren Aufgaben gehören Flugzeugentwürfe, Luftverkehrsführung, Lufttransportbetrieb sowie die technische, ökologische und wirtschaftliche Bewertung neuer Luftfahrt-Technologien.
Die Forschungsgruppe „Lufttransportkonzepte und Technologiebewertung“ wird interaktiv die interdisziplinären Kompetenzen der Kompetenzen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt-Luftfahrtforschung nutzen. Darüber hinaus verstärkt das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit dieser neuen Einrichtung die bereits enge Kooperation mit dem europäischen Flugzeughersteller Airbus, der Deutschen Lufthansa sowie dem Flughafen Hamburg und trägt somit verstärkt zu einer weiteren Aufwertung des Luftfahrtstandortes Hamburg bei.
Nur
wenige Tage zuvor war der Spitzencluster „Neues
Fliegen“
mit dem offiziellen Kick-Off-Meeting des Leuchtturmprojektes
„Effizienter Flughafen 2030“ auf dem Campus der
Technischen Universität Hamburg in seine operative Phase
gestartet. Im Beisein des begleitenden Projektträgers
Jülich
und des Clustermanagements der Behörde für Wirtschaft
und
Arbeit wurden unter der Leitung der Forschungsgruppe
„Lufttransportkonzepte und Technologiebewertung“
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
die fünf Hauptarbeitspakete vorgestellt und die ersten
Arbeitsschritte verabredet.
Damit hat der erste Verbund seine
Arbeit aufgenommen und die Partner von Flughafen Hamburg, Airbus,
Siemens, Alster Aero, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Braunschweig sowie TU Hamburg-Harburg, Uni
Hamburg und HAW werden sich in den nächsten Jahren damit
befassen, Technologien zu entwickeln, die den Luftfahrtbetrieb auf
und um Flughäfen effizienter und umweltfreundlicher machen
werden. Neben der Entwicklung digitaler Bordkarten stehen
Konzeptentwicklungen für integrierte Leitstände auf
Flughäfen sowie Analysewerkzeuge im Mittelpunkt der
gemeinsamen
Forschung und Entwicklung."
Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Hauszeitung
"Echtzeit" 3/2009
Forschungsflughafen
Braunschweig: Ausbau der
Automobilentwicklung
Dem Ausbau der
Luftfahrtforschung
in Hamburg setzt das Land Niedersachsen das Gemeinschaftsprojekt
"Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF)"
von TU Braunschweig, der Volkswagen AG und des Landes Niedersachsen
am Forschungsflughafen Braunschweig entgegen. Hier werden
Arbeitsplätze ohne eine stets als Voraussetzung genannte
Verlängerung der hiesigen Start- und Landebahn geschaffen,
zumal
die Landesregierung spätestens seit 2009 zum Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg feststellt: "Ein wichtiges
Landesinteresse an der Betreibergesellschaft ist aufgrund der
regionalen Bedeutung des Flugbetriebs nicht gegeben." Statt
dessen meint nun Ministerpräsident Wulff, "in unserer
Region entstehe das größte Verkehrsforschungszentrum
der
Republik. Innovation sei unverzichtbar, um im internationalen
Wettbewerb bestehen zu können. Das Zentrum, dessen
noch
größerer Teil 2011 am Forschungsflughafen
Braunschweig
starten soll, schaffe die Voraussetzungen dafür."
Quelle:
Braunschweiger Zeitung vom 14.2.2009.
Tiefer
Einbruch am
deutschen Billigflugmarkt: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt veröffentlicht aktuelle
Studie
Das Deutsche Zentrum
für Luft- und
Raumfahrt berichtet auf seiner Webseite: "Nach einer
starken Zunahme in den vergangenen Jahren und einem gebremsten
Wachstum im Sommer des Jahres 2008 gibt es im Frühjahr 2009
erstmalig auch auf dem deutschen Billigflugmarkt einen deutlichen
Rückgang der angebotenen Flüge. Das ist eine der
Kernaussagen der aktuellen Studie Low Cost Carrier Monitor (LCCM),
die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zusammen
mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV)
am
30. April 2009 veröffentlicht hat. Mit dem LCCM informiert das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zweimal jährlich
über wesentliche Merkmale des
Low Cost
Carrier-Verkehrs in Deutschland."
Flugverkehr
mit großen Flugzeugen am Braunschweiger Flughafen
Seit Jahren gibt es fragwürdige Meinungsäußerungen, dass die vorhandene Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens für den Betrieb eines Airbus A320 zu kurz sei. Beispiele sind:
Klaus-Peter Bachmann (SPD): "Die Antwort aller anwesenden Fachleute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt: Ja, wir brauchen die Landebahnverlängerung, da wir sonst mit unserer neuen Maschine A320 keine Start- und Landeerlaubnis erhalten würden, wenn sie entsprechend zugeladen und "aufgerüstet" ist. Bei der Vorstellung der Maschine ist sie in Waggum leer und "wenig betankt" gelandet und gestartet!" Antwort auf eine Anfrage zum Besuch einer SPD-Delegation beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig am 12.06.2008.
Daniel Kreßner, Ratsfraktionsvorsitzender der FDP im Rat der Stadt Braunschweig, zur Landung des Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig: "Die Äußerungen zeugen von grober Unkenntnis. Der Airbus konnte nur landen, weil er minimal beladen war." Braunschweiger Zeitung, 22. Juni 2006, Seite 17.
Anne Kliesch, Ehefrau des Ratsmitglieds Kliesch (CDU) im Rat der Stadt Braunschweig: "Wäre er – im Gegensatz zu zahlreich erschienenen SPD-Mandatsträgern aus dem Rat und Landtag – am Montag zur Landung des A 320 erschienen, dann wüsste er auch, dass die Landung auf der zu kurzen Piste nur mittels einer Ausnahmegenehmigung, einer Beschränkung auf die nötigste Flugbesatzung und einen halb vollen Tank möglich war." Neue Braunschweiger, 25.06.2006.
Braunschweiger
Zeitung:
"Die Verlängerung erlaubt auch Start und Landung
größerer
Maschinen, so des neuen Airbus A 320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt oder des A 319 von
Volkswagen." Braunschweiger Zeitung, 9. August
2006,
Seite 17.
Joachim Roth, Wirtschafts-Dezernent der
Stadt
Braunschweig: "Mehrere dort ansässige Unternehmen, darunter
das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Volkswagen Air Service, FR Aviation und New Yorker
hätten
erklärt, dass für sie die Verlängerung der
Landebahn
auf 2300 Meter wegen der Anschaffung großer Flugzeugen
nötig
sei, so Roth." Braunschweiger Zeitung, 28. Februar
2007,
Seite 20.
Tatsächlich findet am Braunschweiger Flughafen jedoch
ein
reger Flugbetrieb mit Luftfahrzeugen des Typs Airbus A320 und
weiteren großen Luftfahrzeugen statt:
http://www.flughafen-braunschweig.info/Flugverkehr.html
März
2009
Gegenwärtige
Situation
Die am 17.
Januar 2007 beim
Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg eingereichte Klage gegen
den Planfeststellungsbeschluss zur beabsichtigten Verlängerung
der Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ist
weiterhin anhängig. Nach Mitteilung des OVG vom 11.3.2009 soll
die mündliche Verhandlung stattfinden am
Mittwoch,
den 13. Mai 2009, 9:30 Uhr, Sitzungssaal 1
Donnerstag,
den
14. Mai 2009, 9:30 Uhr, Sitzungssaal 1
und gegebenenfalls
Mittwoch, den 20. Mai 2009, 9:30 Uhr, Sitzungssaal 1
Niedersachsen
verkauft Anteile von Flughafen
Braunschweig an VW
Die
niedersächsische
Landesregierung hat nach einer Meldung vom 31.3.2009 ihre Anteile an der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
GmbH an die Volkswagen AG verkauft. Damit beträgt der Anteil
der
Volkswagen AG an der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg AG nunmehr
knapp 36 Prozent.
Ministerpräsident Wulff
wurde mit den
Worten zitiert: "Ich freue mich darüber, dass VW nun auch
den verbliebenen Anteil des Landes übernimmt, denn VW ist
Hauptnutzer des Flughafens".
Zum Vergleich der
Wandel der
Begründungen für die beabsichtigte
Bahnverlängerung im
Laufe der Zeit:
| Vorher | Nachher |
| Bis
2008: | Nds. Landesregierung am 16.1.2009: Die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist lediglich Betreiber des Flughafens. Ein wichtiges Landesinteresse an der Betreibergesellschaft ist aufgrund der regionalen Bedeutung des Flugbetriebs nicht gegeben. |
| Bis
2008: | Nds. Landesregierung am 31.3.2009: VW ist Hauptnutzer des Flughafens. |
Kommt als
nächstes die Privatwirtschaft?
Nach
anfangs knapp 18 Prozent besitzt die Volkswagen AG nunmehr knapp 36
Prozent der Anteile an der Braunschweiger Flughafengesellschaft.
Schon vorher wurde der ehemalige Flughafen Braunschweig in "Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg" umbenannt. Die Anteilseigner Landkreis
Helmstedt und Landkreis Gifhorn haben sich bereits von der
Finanzierung des andauernden und zunehmenden Defizits bei den
Betriebskosten und von Investitionen der Flughafengesellschaft
verabschiedet. Verbleiben als finanzierende Gesellschafter:
Stadt Braunschweig mit 42,6 %
Volkswagen AG und Stadt Wolfsburg mit zusammen 53,4 %
Begründet wird der Rückzug des
öffentlichen Sektors
vom Braunschweiger Flughafen u.a. wie folgt: "Mit welchem
Erlös
rechnet die Nds. Landesregierung aus dem Verkauf der
Gesellschafteranteile an die Volkswagen AG, und wie soll dieser
verwendet werden?" wurde im Nds. Landtag am 16. Januar 2009
gefragt.
Antwort des Nds. Finanzministeriums: "Die
Flughafengesellschaft benötigte 2008
Gesellschafterzuschüsse
von 2,15 Millionen Euro zur Deckung der laufenden Kosten. Der Anteil
des Landes hieran beträgt 0,4 Millionen Euro. Aufgrund der
absehbar dauerhaft defizitären Ertragslage ist kein
Erlös
erzielbar."
Ist vielleicht die Privatwirtschaft
bereits
auf dem Sprung und übernimmt den Flugplatz mit einer damit
einhergehender Zunahme des Luftverkehrs, der Luftverschmutzung und
des Fluglärms? Beispiel Egelsbach:
80 Prozent der Flugplatz-Anteile werden durch die
weltgrößte
Privatfluggesellschaft NetJets übernommen. Bereits jetzt wirbt
der Flugplatz Egelsbach auf seiner Internetseite: "Inmitten der
europäischen Wirtschaftsregion Rhein-Main nahe des
internationalen Flughafens Frankfurt liegt der Flugplatz Egelsbach.
Die jährliche Anzahl der Flugbewegungen macht ihn zum
größten
Flugplatz der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland. Rund 2000
Flugziele sind national und international von Egelsbach aus nonstop
zu erreichen. Der Flugplatz ist Standort von luftfahrttechnischen
Betrieben, Polizei-Helikoptern, diversen Luftfahrtunternehmen,
verschiedenen Vereinen der Luftfahrt, Flugzeug- und
Hubschrauberflugschulen, Luftbildfirmen sowie einer Reihe sonstiger
luftfahrtbezogener Unternehmen. Geschäftsreisenden,
Passagieren,
Piloten, Flugschülern und anderen Gästen und
Interessierten
steht der Flugplatz mit seinen Einrichtungen 365 Tage im Jahr offen."
Und dies alles bei einer Bahnlänge von 1.400 m
(Asphalt).
Zum Vergleich: Die Bahnlänge in Braunschweig beträgt
1.680
m (Asphalt).
Weiterer
Ausbau der
Luftfahrtforschung in Hamburg
Mitteilung
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt: Mit
der am 16. März 2009 erfolgten Einweihung des neuen
Gebäudes
der Forschungsgruppe "Lufttransportkonzepte und
Technologiebewertung" will das Deutsche Zentrum für Luft-
und Raumfahrt gemeinsam mit der Technischen Universität
Hamburg-Harburg (TUHH) künftig seine Aktivitäten in
der
Luftfahrtforschung weiter ausbauen. Die Forschungsgruppe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die
bereits im April 2007 gegründet wurde und bis dato an der TUHH
beheimatet war, setzt am Luftfahrtstandort Hamburg wichtige Akzente
bei der Untersuchung neuer Luftverkehrstechnologien.
Als
wesentlicher Grund für den beabsichtigten Ausbau der
Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg wurde im Jahre
2002 vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Erprobung von Luftfahrzeugen des Typs Airbus und der
damit zusammenhängenden Phänomene genannt. Im
Verlaufe von
fünf Jahren sind jedoch am größten Standort
der
Airbus Deutschland GmbH im Technologiezentrum Hamburg-Finkenwerder
neben dem dort bereits bestehenden
Institut für Flugzeug-Systemtechnik
im Jahre 2007 gleich drei weitere Luftfahrtinstitute gegründet worden, und zwar da
Institut für Flugzeug-Kabinensysteme
Institut für Flugzeug-Produktionstechnik
Institut für das Lufttransportsystem
Der Leiter des zuletzt genannten
Instituts hat dazu gleich noch
die Leitung der in Hamburg bisher ansässigen Forschungsgruppe des Deutschen Zentrums
für Luft- und Raumfahrt „Lufttransportkonzepte und
Technologiebewertung" übernommen. Vizepräsident der
dortigen Forschung ist der aus Braunschweig nach Hamburg abgewanderte
Prof. Dr. Hermann Rohling.
Diese Konzentration von
Luftfahrt-Aktivitäten in Hamburg begründet die
Technische
Universität Hamburg-Harburg wie folgt: "Die norddeutsche
Metropolregion ist, neben Seattle und Toulouse, eines der weltweit
führenden Zentren der zivilen Luftfahrttechnik."
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Forschungszentrum Braunschweig, erhält als Ausgleich
für
diese Konzentration der Luftfahrtforschung bei Airbus in Hamburg in
den nächsten 15 Jahren 30 Mio. Euro für den Aufbau
eines
Kompetenz-Zentrums für numerische flugphysikalische Simulation
mit Hilfe von Rechnern. Die Mittel stammen zu gleichen Teilen
von
Airbus, der Niedersächsischen Landesregierung und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
EADS
droht mit Aus für Militärtransporter A400M
Das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt begründet
seine Forderung nach einer Verlängerung der Start- und
Landebahn
des Braunschweiger Flughafens u.a. mit einem Verweis auf eine
Kooperation im europäischen Programm Airbus A400M.
Nach
Angaben von Airbus besitzt der Airbus A400M jedoch nur eine
Startstrecke von 1.000 m / 1.500 m bei 100 to / 120 to Abfluggewicht,
unbefestigter Start-/Landebahn, ISA und in Meereshöhe
(unwesentlicher Unterschied zur Platzhöhe Braunschweigs). Die
vorhandene Länge der Start-/Landebahn des Braunschweiger
Flughafens ist hierfür ausreichend. Beim Einsatz des Airbus
A400M als Forschungsflugzeug mit entsprechend geringerem
Abfluggewicht könnte möglicherweise sogar noch die am
Flughafen Braunschweig vorhandene Grasbahn vom 900 m Länge als
Start-/Landebahn ausreichend sein.
Zum
Militärtransporter
A400M hatte Die
Welt am 31. März 2009 u.a. berichtet: "Der
Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat ein Scheitern des
Militärtransporters A400M angedeutet. "Der 2003
unterzeichnete Vertrag gewährleistet nicht die notwendigen
Bedingungen für eine erfolgreiche Abwicklung des Programms",
teilte das Unternehmen mit. Sowohl der Zeitplan als auch die
finanziellen Vertragsdetails entsprächen nicht der
Realität
eines Militärprojekts mit hohen technologischen Risiken."
Und weiter: "Der A400M ist mehrere Jahre verspätet, die
Verzögerungen haben EADS bereits 2,2 Mrd. Euro gekostet. Die
Bundesregierung, die 60 Maschinen bestellt hat, lehnt bisher
Änderungen an dem Vertrag ab."
Mehrheitsanteil
am Flughafen Hahn für einen Euro
Es
ist schon
bemerkenswert, dass der größte deutsche
Regionalflughafen
Hahn mit Millionen Passagieren im Grunde pleite und nichts wert ist,
und der Staat nun wieder reparieren muss. Die taz
berichtet hierzu u.a.: "Im letzten Geschäftsjahr machte der
(Flugplatz) Hahn 8 Millionen Euro Verlust. Die Landesregierung sieht
aber "enormes" Potenzial. Zudem gehe es um 6.000
Jobs".
Februar
2009
Gegenwärtige
Situation
Die am 17.
Januar 2007 beim
Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereichte Klage gegen den
Planfeststellungsbeschluss zur beabsichtigten Verlängerung der
Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ist weiterhin
anhängig. Eine Entscheidung wird zur Jahresmitte 2009
erwartet.
Keine
Chance - Roman aus
Mainz
Heino Schwarz
Heino Schwarz, einer der
Aktiven in Mainz,
hat seine Erfahrungen und Erlebnisse um den Fluglärm und den
Kampf der Bürgerinitiativen dagegen, in einen Roman gefasst.
Das
Buch ging Anfang Februar in den Buchhandel. In der kurzweiligen
Rahmengeschichte werden sich viele wiederfinden, die unter den
Flugspuren internationaler Flughäfen leben und arbeiten.
Email:
heino.schwarz@web.de
Flughafen
Braunschweig: Land Niedersachsen steigt aus
Zur
Meldung, dass das Land Niedersachsen als
Gesellschafter beim Flughafen Braunschweig-Wolfsburg aussteigt,
mutmaßte die Braunschweiger Zeitung vom
6.1.2009 in der
ihr eigenen Art und Weise: "Ein Grund für den Ausstieg des
Landes, der den Flughafenausbau nicht gefährdet, soll der neue
Tarifvertrag mit den Fluglotsen sein." Der Flughafenausbau mit
weiteren Unternehmen und Instituten ist davon in der Tat kaum
betroffen, da der Ausbau unabhängig von einer
Verlängerung
der hiesigen Start- und Landebahn fortgesetzt wird. Nicht ohne Grund
wird von den Bürgerinitiativen Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg
seit Jahren am Flughafen plakatiert:
Forschung
JA - Startbahnverlängerung NEIN
Keine
Waldvernichtung für VW
Nach dem finanziellen Ausstieg der Landkreise
Gifhorn und
Helmstedt bestätigt der Ausstieg des Landes Niedersachsen den
Trend einer Abkehr von einer Förderung der immer unsinniger
erscheinenden Verlängerung der Start- und Landebahn des
hiesigen
Flughafens mit öffentlichen Mitteln.
Die
unbegründete
Mutmaßung der Braunschweiger Zeitung
erschien daher wie
ein hilfloser Versuch, diesen Trend und die wahren Gründe
für
den Ausstieg des Landes Niedersachsen aus der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH vor der Braunschweiger
Öffentlichkeit
zu verschleiern. Die Gründe gab die Nds. Landesregierung dann
am
16.1.2009 bekannt:
| "Das Land soll sich gemäß § 65 Abs. 1 LHO an Unternehmen des privaten Rechts nur beteiligen, wenn ein wichtiges Landesinteresse vorliegt. Die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist lediglich Betreiber des Flughafens. Ein
wichtiges Landesinteresse an der Betreibergesellschaft ist Ein Anteilsverkauf ist folglich aus ordnungspolitischen Gründen geboten." |
Mit einem Leserbrief wurde am
14.2.2009 versucht, der
Braunschweiger Zeitung bei ihren
journalistischen
Bemühungen zur Darstellung der wahren Hintergründe
zum
Rückzug des Landes Niedersachsen ein wenig auf die
Sprünge
zu helfen:
| Niedersachsen zieht
sich aus Flughafen zurück |
Das
Ergebnis - nämlich
Stillschweigen - kam wie erwartet.
Wie schrieb bereits vor Jahren einer der abgesprungenen Abonnenten der
Braunschweiger Zeitung an die Redaktion: "Leider
wurden
zu häufig Leserbriefe verfälschend verkürzt,
gar nicht
oder nur, wenn es vielleicht in Ihre Bedürfnisse passte,
veröffentlicht." Dem ist nichts hinzuzufügen.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt fliegt in Bordeaux
Vom 2. bis zum 14.
Februar 2009
veranstaltete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zum 13. Mal eine Parabelflug-Kampagne mit dem Airbus A300 ZERO-G. Vom
Flughafen Bordeaux aus startete das größte fliegende
Labor
der Welt zu insgesamt vier Flügen für Forschung in
Schwerelosigkeit. Diese nutzen die Wissenschaftler für ihre 16
Experimente in Biologie, Humanphysiologie, Physik, Materialforschung
und
Technologie.
Januar
2009
Gegenwärtige
Situation
Zu der am
17. Januar 2007 beim
Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereichten Klage gegen den
Planfeststellungsbeschluss zur beabsichtigten Verlängerung der
Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg meldete die
Braunschweiger Zeitung:
6. Januar
2009: "Er
könne keine Angaben zur Terminierung der Behandlung der
Einsprüche gegen das Flughafenprojekt beim 7. Senat des
Oberverwaltungsgerichts machen, sagt Behördensprecher
Sven-Marcus Süllow. Der Senat habe eine Menge technische
Großprojekte zu behandeln, die zeitaufwendig seien. Da von
April an das Freiräumen des Bauplatzes wegen der Brut- und
Setzzeit nicht möglich ist, könnte selbst bei einer
schnellen Entscheidung des OVG mit den Arbeiten frühestens im
Herbst begonnen werden."
16. Januar 2009:
"Das
Oberverwaltungsgericht wird im ersten Halbjahr 2009 über die
Einwendungen gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig/Wolfsburg
entscheiden. Das erklärte Gerichtssprecher Sven-Marcus
Süllow
gestern unserer Zeitung. Das Eilverfahren sowie das
Hauptsacheverfahren seien zusammengefasst worden. Mit den Rodungen
kann im Falle einer für den Flughafen positiven Entscheidung
erst nach dem Ende der Vegetationszeit begonnen werden. Mit den
Vorbereitungen der Arbeiten sowie den Ausschreibungen könne
dann
im Juli begonnen werden, sagte Flughafenchef Boris
Gelfert."
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/9721423
Zur
Richtigstellung: Das Oberverwaltungsgericht hat
keineswegs
über Einwendungen gegen den Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg zu entscheiden, wie die Braunschweiger Zeitung
meint. Es wird als eine perfide Unterstellung angesehen, dass die
einwendenden Bürgerinnen und Bürger angeblich gegen
den
Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg mit weiteren Betrieben
und Instituten seien. Tatsächlich hat das Gericht
über eine
Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss
zur Verlängerung der Start- und Landebahn des
Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg vom 15. Januar 2007 zu entscheiden. Nicht ohne
Grund wird von den Bürgerinitiativen Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg am Flughafen plakatiert:
Forschung
JA - Startbahnverlängerung NEIN
Keine
Waldvernichtung für VW
Flughafen
Braunschweig: Land
Niedersachsen steigt aus
Die Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH steht hinsichtlich der Zusammensetzung
ihrer Gesellschafter vor einer einschneidenden Veränderung:
Das
Land Niedersachsen steigt
als Gesellschafter beim Flughafen Braunschweig-Wolfsburg aus.
Das
Nds. Finanzministerium gab eine Begründung
für den Ausstieg. Kurz zusammengefasst:
Da
der Flughafen überregional bedeutungslos ist, sei er
für
das Land zu unwichtig
und da er dauerhaft defizitär
ist, sei
er für das Land auch zu teuer.
Linke: Ausstieg
der Stadt Wolfsburg aus dem
Flughafen Braunschweig
Die Ratsfraktion
der Linken
fordert den Ausstieg Wolfsburgs aus dem Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg solle sich aus dem
"VW-Geschäftsflughafen" zurückziehen.
Wolfsburger
Allgemeine Zeitung
vom
13.1.2009
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt legt Grundstein zur neuen
Flugzeughalle
Von der
Öffentlichkeit weitgehend
unbemerkt - möglicherweise aber auch so gewollt - hat am
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg die Grundsteinlegung für eine
neue Flugzeughalle für den Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt stattgefunden.
Forschungsflughafen
Oberpfaffenhofen
Am
24. Januar 2009 berichtet
das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, sein neues Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long
Range Research Aircraft) sei an diesem Tage auf dem
gelandet. Der behauptete Alleinstellungsanspruch
Braunschweigs
in Sachen "Forschungsflughafen" wird damit erneut eindeutig
widerlegt. Der Forschungsflughafen Oberpfaffenhofen ist im Gegensatz
zu seinem Braunschweiger Pendent ein echter Forschungsflughafen, da
hier kein allgemeiner Luftverkehr stattfindet und andere
Luftfahrzeuge nur in Ausnahmefällen hier landen
können.
Dazu müssen die Luftfahrzeugführer vor einer Landung
eine
besondere Erlaubnis einholen. Die Start-/Landebahn des
Forschungsflughafens Oberpfaffenhofen hat eine Länge von 2.286
m, die des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg eine Länge von
1.680 m.
Investor steigt
beim Lübecker Flughafen aus
Die
Zeitschrift Die
Welt berichtet am 17.1.2009 (Zitat): "Der
neuseeländische
Investor Infratil steigt aus seiner Beteiligung am Lübecker
Flughafen aus. Das Unternehmen will zum Oktober den Ende 2005
erworbenen 90-Prozent-Anteil an der Flughafengesellschaft
abstoßen.
Einen entsprechenden Bericht der online-Ausgabe der
„Lübecker
Nachrichten“ vom Freitag bestätigte Lübecks
Bürgermeister Bernd Saxe (SPD).
Als
Begründung habe das
Unternehmen die weltweite Finanzkrise genannt. Er lade Infratil
„recht herzlich ein, an Bord zu bleiben“ und hoffe,
dass
sich bis Oktober ein Weg dazu finden lasse, sagte Saxe. Parallel dazu
will die Hansestadt versuchen, einen neuen Investor zu finden. Andere
Quellen nennen die schlechte Auslastung als Grund für den
Rückzug. Statt 1,2 Millionen Passagieren sind 2008 nur gut
eine
halbe Million Gäste über Lübeck geflogen.
Der
Ausstieg des neuseeländischen Partners kommt Lübeck
teuer
zu stehen. Rund 23 Millionen Euro, sagte Saxe, müsste die
Stadt
Infratil zurückzahlen. Neben dem Kaufpreis sind das die Kosten
für bereits getätigte Investitionen und angefallene
Verluste. Ebenso überrascht von der Ankündigung
Infratils
wie die Hansestadt Lübeck zeigte sich die irische
Billigfluggesellschaft Ryan Air, der Hauptkunde des Flughafens.
Der
Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer
zu
Lübeck, Bernd Rohwer, forderte Politik und Wirtschaft auf, den
Flughafen zu erhalten und wie geplant auszubauen. „Der
Wirtschaftsstandort Lübeck mit dem größten
deutschen
Ostseehafen ist definitiv auf eine gute Erreichbarkeit über
Straße, Schiene und aus der Luft angewiesen“, sagte
er.
Beim Land Schleswig-Holstein läuft zurzeit das
Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Flughafens, der als
Voraussetzung für eine Steigerung der Passagierzahlen gilt.
Die
Entscheidung soll im Februar fallen, dpa" (Zitat
Ende)
http://www.welt.de/welt_print/article3041718/Investor-steigt-beim-Luebecker-Flughafen-aus.html
Hierzu:
Zum Trost eröffnet Ryan Air eine weitere Billigflugverbindung
-
nach
Mallorca
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/touchdown-in-luebeck/
Hierzu:
Mietnomaden der
Lüfte
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/mietnomaden-der-luefte/
Fliegen
neuerdings zwei Airbus A319CJ für die Volkswagen AG?
Die
Wolfsburger
Nachrichten
vom 8.1.2009 berichteten im Beitrag "Mehr Anteile am Flughafen -
damit der Airbus nonstop fliegen kann?", dass die Volkswagen
Air-Services über zwei
Flugzeuge des Typs Airbus A319CJ verfüge. Eine entsprechende
und
wiederholte Nachfrage beim Verfasser des Beitrags nach dieser als
spektakulär empfundenen Nachricht blieb jedoch
unbeantwortet.
Wolfsburger
Nachrichten
vom 8.1.2009
Nach
hiesiger Kenntnis benutzt die Volkswagen AG für den eigenen
Werksverkehr folgende Luftfahrzeuge:
| Kennzeichen | Luftfahrzeug-Typ |
| VP-CGA | Dassault Aviation Falcon 2000 |
| VP-CGB | Dassault Aviation Falcon 900B |
|
VP-CGC |
Dassault Aviation Falcon 2000 |
| VP-CGD | Dassault Aviation Falcon 900EX |
| VP-CGE | Dassault Aviation Falcon 900EX |
| VP-CLB | Dassault Aviation Falcon 900EX |
|
VP-CVX |
Airbus A319CJ |
Das Kennzeichen VP-C... bedeutet, dass die
Luftfahrzeuge auf den
Cayman Islands
in der Karibik für
den Luftverkehr zugelassen sind.
Zitat: "Der
Volkswagen-Konzern unterhält über die Lion
Air Services
Inc. eine Flotte diverser Businessjet (Airbus A319 ACJ,
Dassault
Falcon 900 und 2000) exklusiv für den eigenen Werkverkehr. Die
auf den Cayman-Islands registrierten Flugzeuge sind in der
Nähe
des Stammwerkes Wolfsburg auf dem Flughafen Braunschweig
stationiert." (Zitat
Ende).
http://www.charliebravo.de/gesellschaft/volkswagen.php
Hierzu
weist die Volkswagen AG im Dokument "Anteilsbesitz gem.
§§
285 und 313 HGB für die Volkswagen AG und den Volkswagen
Konzern
zum 31.12.2007" aus (Zitat):
LION AIR SERVICES, INC., George Town: Höhe des Anteils der VW AG am Kapital: 99,9%
(Zitat Ende)
Ist
eine Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg mit
deutschen Steuergeldern zum Nutzen
einer in der Karibik beheimateten Firma beabsichtigt?
Demonstration
gegen den Ausbau des Flughafens Frankfurt/Main
Ein
kurzer Filmbericht zur Demonstration gegen den Ausbau des Flughafens
Frankfurt/Main am 14.1.2009
zeigt:
http://www.youtube.com/watch?v=yJMrsLSbpTk
Reaktionen
auf die Geschehnisse um den Ausbau des Frankfurter Flughafens sind
auch auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde
Mainz-Marienborn zu finden:
http://www.evkirche-marienborn.de/
Im Namen des
Volkes - zum Ausbau des
Frankfurter Flughafens
Aktionen
des
Arbeitskreises Fluglärm Mainz-Lerchenberg: Ein
Beispiel für Braunschweig?
(Zitat):"
| Von: |
| Dietrich Elsner <dietrich.elsner@arcor.de> |
|---|---|---|
| An: |
|
Ortsbürgermeisterin Ute
Granold <rathaus@klein-winternheim.de>, |
| CC: |
|
fraktion@cducsu.de, frakmail@spdfraktion.de, pressestelle@fdp-bundestag.de, Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen <Info@gruene-bundestag.de>, Oberbürgermeister Jens Beutel <oberbuergermeister@stadt.mainz.de>, Wolfgang Reichel <umweltdezernat@stadt.mainz.de>, "Dr. Andrea Litzenburger" <kgs@cdu-mainz.de>, Oliver Sucher <spd-stadtratsfraktion@stadt.mainz.de>, Günter Beck <beck.fraktion@stadt.mainz.de>, Christopher Sitte <fdp-stadtratsfraktion@stadt.mainz.de>, Stephan Stritter <mainz@rep.de>, "Dr. Claudius Moseler" <claudius.moseler@oedp.de> |
Sehr
geehrte Frau Granold, sehr geehrter
Herr Hartmann,
die anliegende e-mail möchte ich Ihnen
zur
Kenntnis bringen. Sicher ist Ihnen die Entwicklung in Kassel bekannt.
Wir alle sind sehr enttäuscht (nicht verwundert), dass unsere
Grundrechte in dieser Weise ausgehebelt werden. Das gilt nicht nur im
Bereich der Rechtsprechung, in der eine unheilige Verbindung zwischen
Landesregierung, Industrie, Fraport und Verwaltungsgerichtshof
besteht, sondern ebenso in Bezug auf das Grundrecht auf Demonstration
nach Artikel 8 GG.
Gestern hatten wir eine
angemeldete
Demonstration bei der Fraport, auf Grund der beginnenden Arbeiten im
Kelsterbacher Wald. Wir mussten erfahren, dass das gesamte Gebiet
zwischen Autobahn und Flughafenzaun bzw.
Gebäudeeingängen
als Privatgelände gewidmet ist. Damit ist der Fraport die
Möglichkeit gegeben, Demonstrationen in Ecken zu verbannen,
die
eine Demonstration sinnlos machen. Wenn man mit den Worten
Demonstration und Privat das Internet durchsucht, stellt man fest,
dass dies kein Einzelfall ist. Damit wird das grundgesetzlich
geschützte Recht auf friedliche Demonstration ausgehebelt.
Es
muss unbedingt bundeseinheitlich geregelt werden, dass das
Demonstrationsrecht unter freiem Himmel nach Artikel 8 GG auf allen
Straßen und Plätzen gilt, die normalerweise
öffentlich
zugänglich sind.
Eine
Beschneidung des Rechts auf Demonstration, verschiebt das
Kräfteverhältnis der Bürger zu Gunsten des
Kapitals,
das seine Mittel in einem aufwendigen Lobbyismus sehr erfolgreich
einsetzt. Der Artikel in der Zeitschrift "Neue Rheinische
Zeitung"
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13320
ist ein beredtes Beispiel dafür. Ein entmündigtes
Volk ist
aber Sprengstoff für unsere Demokratie. Ein Gradmesser
für
die Unzufriedenheit in der Bevölkerung sind die geringe
Wahlbeteiligung und die Wahlerfolge nicht etablierter Parteien.
Ich
bitte Sie sich zum Wohle unseres Volkes dafür einzusetzen, dass
das Grundrecht auf Demonstration nicht ausgehebelt wird,
die Rechtsprechung wirklich unabhängig ist,
der Lobbyismus eingeschränkt - zumindest aber die Einflussnahme, der Öffentlichkeit, dem Volk und den Abgeordneten des Volkes, vollständig offen gelegt wird.
Mit
freundlichen Grüssen
Dietrich
Elsner
Sprecher des Arbeitskreis Fluglärm
Mainz-Lerchenberg
Anlage
| Datum: | Sat, 17 Jan 2009 23:03:09 +0100 |
|---|---|
| Von: |
Berthold Fuld <bfuld@fuld.de> |
Hallo, von
wegen. Diese Floskel
ist im VGH-Beschluss nicht
enthalten. Und der Beschluss ist übrigens auch nicht von allen
Richtern des Senats unterzeichnet - die beiden ehrenamtlichen
Richter, die das Volk repräsentieren, waren nicht beteiligt
(siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Laienrichter).
Ganz
kritisch sehe ich es, dass der Beschluss in diesem Verfahren ohne
vorhergehende mündliche Verhandlung erfolgte. Dabei geht es
nicht nur um die fehlende Öffentlichkeit, sondern auch darum,
dass in diesem hochkomplexen Verfahren man nur in einer
mündlichen
Verhandlung die wesentlichen Punkte herausarbeiten und schwierige
Sachverhalte klären kann. Die Kasseler Richter haben den Wald
vor Bäumen nicht mehr gesehen und wollen wohl auch deshalb den
Wald weghaben. M.E. wurde hier gegen das Grundrecht auf rechtliches
Gehör verstoßen.
Ich hoffe, dass unsere
Anwälte
Wege und Möglichkeiten finden, diesen Beschluss noch vor der
Rodung zu kippen. Am Besten verbunden mit einer Anordnung, das
Verfahren einem anderen Senat zuzuweisen."
Neuer
Investor für Flughafen Cochstedt?
Die
DVZ
Deutsche Logistik-Zeitung berichtet
am 19.1.2009
(Zitat):
"Der mögliche künftige Inhaber des
Flughafens Cochstedt hat Investitionen von bis zu 60 Mio. Euro und
100 bis 200 neue Arbeitsplätze angekündigt.
Diese
Zahlen
gehen einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“
zufolge
aus einer Vorlage für den Finanzausschuss von Sachsen-Anhalts
Landtag hervor, der dem Verkauf noch zustimmen muss.
Der
Investor wolle den Flughafen im Salzlandkreis „zu einem
mittleren Frachtflugzentrum für Güter jeglicher
Art“
ausbauen. Laut dem Bericht handelt es sich bei dem Investor um eine
Gesellschaft aus dem Emirat Abu Dhabi. Diese habe einen Kaufpreis von
9 Mio. Euro geboten - so viel wie kein anderer Interessent. Im
Finanzausschuss ist der Flughafen-Verkauf am 28. Januar Thema.
Der
Investor war im Dezember nach jahrelanger Suche gefunden worden. Kurz
vor Weihnachten hatte die Landesregierung den Verkauf an einen
„strategischen Investor“ beschlossen, Einzelheiten
zu dem
Geschäft sind offiziell bisher noch nicht bekannt geworden.
Sollte der Finanzausschuss dem Verkauf am 28. Januar zustimmen, wird
sich die Landesregierung aller Voraussicht noch einmal mit dem Thema
befassen. Landtagsabgeordnete von CDU, FDP und Linken sowie
Finanzstaatssekretär Christian Sundermann (SPD)
äußerten
sich laut dem Zeitungsbericht erleichtert über den
bevorstehenden Verkauf.
Bisher kein
nennenswerter
Flugbetrieb in Cochstedt
Der ehemalige sowjetische
Militärflugplatz
rund 30 Kilometer südwestlich von Magdeburg wurde in den 90er
Jahren mit Hilfe von 60 Mio. Euro Fördermitteln ausgebaut. So
wurde die Landebahn vergrößert und ein
Passagierterminal
erbaut, ohne dass es je nennenswerten Flugbetrieb gab. (dpa)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt veröffentlicht Luftverkehrsbericht 2008
Große Übersicht über den Luftverkehr in
Deutschland
(Zitat): "Das Deutsche
Zentrum für
Luft- und Raumfahrt hat den Luftverkehrsbericht 2008 mit den
wichtigsten Kennzahlen für Deutschland bis zum Jahr 2007
veröffentlicht. Die diesjährige Ausgabe informiert
erneut
über aktuelle Entwicklungen im Luftverkehr. In
bewährter
Form werden Fakten vorwiegend zum deutschen, aber auch zum
europäischen und weltweiten Luftverkehr zusammengetragen und
kommentiert.."
Dezember
2008
Gegenwärtige
Situation
Über
die am 17. Januar 2007 beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg
eingereichte Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur
beabsichtigten Verlängerung der Start-/Landebahn des
Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg ist bisher auch weiterhin nicht entschieden
worden. Verlässliche Informationen, wann eine Entscheidung
vorliegen könnte, gibt es zur Zeit nicht.
Flughafen
Braunschweig: Land Niedersachsen steigt aus
Die
Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH steht hinsichtlich der Zusammensetzung
ihrer Gesellschafter vor einer einschneidenden Veränderung:
Das
Land Niedersachsen steigt
als Gesellschafter beim Flughafen Braunschweig-Wolfsburg aus.
Nds.
Haushaltsentwurf 2009 für den Bereich Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr
In der Rede von Wirtschaftsminister Walter
Hirche zum
Nds. Haushaltsentwurf 2009 für den Bereich Wirtschaft, Arbeit
und Verkehr wird der Ausbau
des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg mit keinem Wort
erwähnt.
Jahresendausgabe
2008 des Magazins des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt verfügbar
Herausragende
Themen des 68 Seiten
umfassenden Heftes
sind außerdem das zehnjährige Jubiläum der
Internationalen Raumstation ISS und das neue Forschungsflugzeug HALO
(High Altitude and Long Range Research Aircraft).
10
Millionen Flüge im europäischen Luftraum
Das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat
für die
Jahre 2007 bis 2009 im Auftrag der Europäischen Kommission
(Generaldirektion Energie und Verkehr) die Aufgabe als offizielle
Beobachtungsstelle der europäischen Luftverkehrsindustrie
übernommen. Die EU hat am 4. Dezember 2008 die umfassende
Aktualisierung des von der Einrichtung "Flughafenwesen und
Luftverkehr" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt erstellten Jahresberichts
2007 veröffentlicht, wodurch nun alle
Übersichten für
das Gesamtjahr zur Verfügung stehen.
November
2008
Über die am
17. Januar 2007 beim
Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereichte Klage gegen den
Planfeststellungsbeschluss zur beabsichtigten Verlängerung der
Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ist bisher
auch weiterhin nicht entschieden worden. Verlässliche
Informationen, wann eine Entscheidung vorliegen könnte, gibt
es
zur Zeit nicht.
Neues Gutachten zum
„Fluchhafen“
Essen/Mülheim
„Den Bock zum
Gärtner
gemacht“
Von Peter Kleinert
Eine
„Einmalige Chance
für die gesamte Region“ (im Original
natürlich ohne
Anführungsstriche) nannte die WAZ am 13.
November per
Schlagzeile ein Gutachten zum umstrittenen Essen-Mülheimer
Flughafenausbau. Dass es sich bei dem Gutachter um einen
„Partner
der Interessengemeinschaft der Regionalflughäfen“
handelt,
wie die oppositionelle MBI-Fraktion im Mülheimer Stadtrat
weiß,
stand nicht in dem Jubel-Artikel, über den sich vor allem der
Unternehmer Theodor Wüllenkemper gefreut haben dürfte
(siehe NRhZ 162 und
166).
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13132
Jubel-Artikel
der Braunschweiger Zeitung
zum Braunschweiger
Flughafen
Ähnliche systemimmanente, von den
gleichen
Interessen geleitete Jubelartikel wie in der WAZ
erscheinen
seit jeher zum beabsichtigten Ausbau des Braunschweiger Flughafens in
der zur gleichen Verlagsgruppe gehörenden Braunschweiger
Zeitung. Einige Beispiele:
2002
11.12.2002:
Rat
gibt "grünes Licht" für
Startbahn-Planungen
2004
02.08.2004:
Projekt im
Landeanflug
20.08.2004: Votum für den
Flughafen-Ausbau
07.09.2004: 2300-Meter-Bahn darf gebaut
werden
04.11.2004: Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wird ohne
längere Startbahn
entscheidend geschwächt
01.12.2004: Landebahn zu kurz
für
Präsident
29.12.2004: Antwort der EU erleichtert
Flughafen-Projekt
2005
02.06.2005:
Städte, Land
und VW wollen Flughafen Braunschweig ausbauen
03.06.2005:
Braunschweig: Einigung über Flughafen
03.06.2005:
Flughafen: Einigung nach drei Jahren
18.06.2005:
Flughafen: Finanzierung steht, Baubeginn nicht
25.06.2005:
Breite Mehrheit für Forschungsflughafen
09.09.2005:
Name
steht fest, Baubeginn nicht
06.12.2005: Behörden
wollen
Flughafen-Plan durchziehen
20.12.2005: Flughafengegner
verfehlen
erstes Ziel
2006
09.08.2006:
Verlängerung der
Startbahn: Nächste Hürde zur Genehmigung
genommen
2007
16.01.2007:
Ausbau des
Forschungsflughafens kann sofort begonnen werden
16.01.2007:
Grünes Licht für Flughafen-Ausbau
16.01.2007:
Take off
für lange Landebahn
Nach der Klage von NABU
und
betroffenen Grundstückseigentümern verstummte jedoch
der
Jubel:
2007
27.01.2007:
Flughafengegner haben Klage
eingereicht
17.02.2007: Gemeinderat Lehre klagt nicht
14.03.2007:
Rechtsstreit um Flughafen-Ausbau
2008
27.09.2008:
Flughafen-Ausbau kann sich um ein weiteres halbes Jahr
verzögern
In der Zwischenzeit geht der
Ausbau des Campus
Forschungsflughafen munter voran - ohne das Prestigeprojekt einer
Landebahnverlängerung für Orts-, Partei- und
Landesfürsten.
An der Hermann-Blenk-Straße bekommt das Institut für
Strömungsmechanik der Technischen Universität eine
neue
Versuchshalle mit einem Triebwerkprüfstand. Allein
hierfür
stehen 23 Millionen Euro zur Verfügung (Braunschweiger
Zeitung vom 29. Oktober 2008), neben den 30 Millionen Euro
für
die Förderung der rechnergestützten Simulation von
Luftfahrzeugen durch Airbus, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Land Niedersachsen sowie
weiteren geplanten Investitionen von 30 Millionen Euro durch die
Volkswagen AG.
Der Präsident der
Technischen Universität
Braunschweig erklärt: "Standort Forschungsflughafen
Braunschweig: Sieben Institute aus dem Cluster Fahrzeugtechnik sollen
durch Umzug, Neuausrichtung bzw. Einrichtung zusätzlicher
Professuren durch Ressourcenverlagerung am Forschungsflughafen
entstehen. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt kann Deutschlands einziger Forschungsflughafen endlich die
notwendige Größe erhalten, um langfristig
hochwertige
Forschungs- und Drittmittelprojekte anzuziehen und weitere
Unternehmen und Forschungseinrichtungen am Flughafen anzusiedeln"
(Newsletter
06/07 der Technischen Universität Braunschweig vom 1. November
2007).
Zur Erinnerung: "Die
Frage, ob die Existenz des Zentrums gefährdet ist, hatte der
Fraktionschef der SPD im Rat der Stadt, Klaus Winter, in einem
BZ-Interview zur Flughafenerweiterung in unserer gestrigen Ausgabe
aufgeworfen. "Wenn beispielsweise das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt abzieht, dann sagen
die Leute, wir, die Politiker, sind die Deppen", hatte er
erklärt." (Braunschweiger
Zeitung
vom 4. November 2004).
Bürgernahe Flugzeuge
Professor
Rolf Radespiel,
Leiter des Instituts für Strömungsmechanik,
Braunschweig,
zu bürgernahen Flugzeugen: "Sie bestehen zu großen
Teilen aus Hochleistungswerkstoffen und intelligenten
Leichtbaustrukturen. Sie navigieren so weit wie möglich
autonom
und orientieren sich innerhalb eines automatisierten
Luftverkehrssystems." Durch neue Konzepte der Aerodynamik und
der Triebwerke können sie auf kürzeren Bahnen starten
und
landen. Mit dem "bürgernahen Flugzeug"
könne
ein neues, zukunftsträchtiges Marktsegment erschlossen werden.
Das zeige das Interesse der großen Luftfahrtkonzerne
(Braunschweiger Zeitung vom 29. Oktober 2008).
Oktober
2008
Über
die am 17. Januar 2007 beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg
eingereichte Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur
beabsichtigten Verlängerung der Start-/Landebahn des
Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg ist auch weiterhin bisher nicht entschieden
worden. Verlässliche Informationen, wann eine Entscheidung
vorliegen könnte, gibt es zur Zeit nicht.
Zur
Förderung des beabsichtigten Flughafenausbaus durch die EU
Die
Braunschweiger Zeitung (BZ) titelt in ihrer Ausgabe vom 27.9.2008
"Flughafen-Ausbau kann sich um ein weiteres halbes Jahr
verzögern" und weiter "Durch die Verzögerung gebe
es keine Probleme mit den EU-Mitteln, da nach ersten
Verzögerungen
durch die Klage die Abruffrist für diese Mittel im vergangenen
Jahr um fünf Jahre verlängert worden sei, sagt
Manlik."
Von einem "Abruf" kann jedoch keine Rede sein: Auf Anfrage
teilte die Europäische Kommission, Generaldirektion
Regionalpolitik, am 24. September 2008 mit, dass "eine
EU-Kofinanzierung derzeit weder bewilligt noch beantragt ist".
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/9190106
Zu
den Flugversuchen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
Atmosphärenforscher
haben mit
dem Forschungsflugzeug Falcon D-CMET des Deutschen Zentrums
für
Luft- und Raumfahrt die über Taiwan und China fegenden
Taifune Sinlaku und Jangmi aus nächster Nähe
erkundet. Ziel
ihrer Messflüge ist eine Verbesserung der Vorhersage von
tropischen Wirbelstürmen. Die insgesamt sechswöchige
internationale Messkampagne ist am 1. Oktober 2008 erfolgreich zu
Ende
gegangen.
Neubau
einer Flugzeughalle für den Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt
baut eine neue Flugzeughalle für seinen Airbus A320 an
der
Stelle der bisherigen Flugzeughalle. Die Gesamtkosten betragen ca.
1,24 Mio. Euro. Hinzu kommen die Abrisskosten für die alte
Flugzeughalle. Es ist geplant, die Arbeiten bis Mitte 2009
abzuschließen.
Die soziale Dimension von
Umwelt und Gesundheit
Am
11. November 2008
dbb forum berlin I Friedrichstraße 169/170 findet eine
Veranstaltung zu Umweltschutz und Gesundheit - Perspektiven
für
gesunde Arbeits- und Lebenswelten - statt, bei der u.a. auch das
Thema "Fluglärm" zum Tragen kommen dürfte (siehe
Anlage).
SPD
in Sorge um Flughafenjobs
Die
SPD-Fraktion
setzt sich für den Flughafen Hannover-Langenhagen ein.
„Es
ist wichtig, dem Flughafen Hannover-Langenhagen den Rücken zu
stärken, insbesondere auch, um tausende Arbeitsplätze
in
Niedersachsen zu halten“, sagte der wirtschaftspolitische
Sprecher Gerd Will. Auf Ablehnung stößt bei Will die
Tatsache, dass der Konkurrenzflughafen in Kassel-Calden staatlich
subventioniert wird: „Die Erfahrungen zeigen, dass derartige
Flugplätze dauerhaft von staatlichen Subventionen
abhängig
sind und sowohl volkswirtschaftlich als auch ökologisch
unsinnig
sind.“ (siehe Anlage).
Zur
personellen Unterbesetzung im Tower von Kleinflughäfen
Die
personelle Unterbesetzung im Tower des Flughafens Leipzig sei ein
Skandal, wird berichtet. In Braunschweig regeln Fluglotsen der
österreichischen Flugsicherung den Luftverkehr. Das ist
offenbar
billiger als die Dienste der Deutschen Flugsicherung und noch
billiger als die Dienste des Billiganbieters der DFS "The Tower
Company" (Zitat DFS Deutsche Flugsicherung GmbH: "Die
Golfklasse der Flugsicherung") in Anspruch zu
nehmen.
http://www.airline-bewertungen.eu/airlinenews/airlinenews-732.html
Lärm-Entschädigung
für Liegenschaften am Flughafen
Wie
handhaben andere
Länder die Lärm-Entschädigung für
Grundstücke
in der Nähe eines Flughafens? In seinem Leitentscheid vom
Februar 2008 hat das Bundesgericht der Schweiz die zentralen Fragen
der Fluglärmentschädigung geregelt.
http://www.nachrichten.ch/detail/308105.htm
Veröffentlichungen
der letzten Zeit zum Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg
Luftfahrtforschung:
Hamburg auf der
Überholspur
http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&task=view&id=660&Itemid=47
Flughafenausbau
unsinnig
http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1030&Itemid=47
Flughafenkonzept
2008 der Bundesregierung und der Braunschweiger
Flughafen
http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1036&Itemid=47
Zum
beabsichtigten Flughafenausbau und zur Rolle der
BZ
http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1043&Itemid=47&PHPSESSID=a8ab266aba6851f6ee22d87b1b78b37b
Flughafen
Braunschweig: Startbahnverlängerung für die
Luftfahrtforschung in
Hamburg?
http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1051&Itemid=47
Flughafen
Braunschweig: Was interessiert mich mein Geschwätz von
gestern...
http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1056&Itemid=47&PHPSESSID=b7eab2c367dc05a27469ff1670ddeea2
September
2008
Über
die am 17. Januar 2007
beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereichte Klage gegen
den Planfeststellungsbeschluss zur beabsichtigten Verlängerung
der Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ist bisher
nicht entschieden worden. Verlässliche Informationen, wann
eine
Entscheidung vorliegen könnte, gibt es zur Zeit
nicht.
Rückblick auf die letzten
Monate
27.02.2008
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt an erfolgreichem Einsatz einer Brennstoffzelle im Flugbetrieb
beteiligt
Anmerkung:
Der Artikel verschweigt, dass die Flugversuche mit dem Airbus A320
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Hamburg und in Toulouse und nicht etwa in Braunschweig
stattfanden. Dazu ist der Airbus A320 vom Flughafen Hamburg sowie vom
Flughafen Toulouse gestartet. Die Erprobungsflüge hatten eine
Dauer von jeweils ca. 4 Stunden.
27.05.2008
Kassel-Calden
kippen
Der Göttinger Bundestagsabgeordnete
Jürgen
Trittin (B90/Die Grünen) unterstützt nach wie vor die
Klage
der Stadt Hann. Münden und den Protest der
Bevölkerung
gegen den Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden. Dass die
Flughafenbefürworter sich seit Jahren über alle
politischen, ökonomischen und ökologischen Bedenken
hinwegsetzen ist bekannt, doch die Infragestellung des hessischen
Verwaltungsgerichtshofes zur Betroffenheit der Kommunen ist absolut
unverständlich, so Jürgen Trittin. Die weit
reichenden
ökologischen und ökonomischen Folgen des
beabsichtigten
Flughafenneubaus sind für die gesamte Region katastrophal. Die
negativen Folgen, wie enorm erhöhter Lärmpegel, zu
erwartende steigende Umweltverschmutzung und die Konkurrenzsituation
zu dem benachbarten Flughafen Paderborn, als auch eine drastische
Verschlechterung von Lebensqualität, Gesundheit und der
Wirtschaftsregion dürfen nicht einfach als haltlos vom
Verhandlungstisch gewischt werden, kritisiert Jürgen Trittin.
Der Neubau des Flughafens Kassel-Calden ist weder wirtschaftlich
sinnvoll, er bringt lediglich zweifelhafte Vorteile für die
Bürgerinnen und Bürger der Region. Stattdessen
zeichnet
sich schon jetzt ab, dass der Flughafen Unmengen an
Fördermitteln
einfordern und ein ewiger Zuschussbetrieb sein wird.
Jürgen
Trittin begrüßt daher ausdrücklich die
Aussagen des
Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee, den Flughafen
Paderborn-Lippstadt zu stärken und den Ausbau des Flughafens
in
Kassel-Calden zu kippen. Einen Airport zu bauen den die Wenigsten
wollen, den niemand wirklich braucht, für Passagiere die es
nicht gibt, mit Geld das man nicht hat, ist in höchstem
Maße
unseriös. Die Kläger haben das
Wort.
http://www.trittin.de/wahlkreis/pressemitteilungen/20080527-Klage-Calden.shtml?navanchor=1110008
04.06.2008
Mittel
im internationalen Wettbewerb verschwendet
Der
Vorsitzende der Deutschen Fluggesellschaften und
Geschäftsführer
von Condor, Ralf Teckentrup, im Gespräch mit
der
FAZ am 4.6.2008: „Die regionale Förderung von
Flughäfen
in der dritten Reihe, die bislang kennzeichnend für die
deutsche
Flughafenstruktur
sei, bezeichnet er als schädlich. Hier würden Mittel
im
internationalen Wettbewerb verschwendet.“
04.06.2008
Klare
Absage an Pleiteprojekte
Anlässlich des
aktuellen
Luftverkehrskonzepts der Bundesregierung erklärt der
Göttinger
Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (B90/Die
Grünen): Das
nationale Luftverkehrskonzept, das Anfang Juni vorgestellt werden
soll, fordert eine deutliche Konzentration für vier
Flughäfen.
Diese Prioritätensetzung bei den Flughäfen
bestätigt
die bisherige Einschätzung der Flughafengegner in
Südniedersachsen: Der Ausbau der Flughäfen
Kassel-Calden
als auch Braunschweig ist überflüssig,
denn sie sind
schwache Flughäfen der dritten Kategorie und Windmaschinen
zur Verschwendung von Steuermitteln.
„Das
Luftverkehrskonzept der Bundesregierung ist eine klare Absage
für
das Pleiteprojekt Kassel-Calden und andere Kleinflughäfen. Vor
diesem Hintergrund sind alle weiteren Planungen für
Pütscher-Flughäfen nicht praktikabel bis
unverantwortlich“,
so Jürgen Trittin. Regionale Überlegungen sollten
vielmehr
in die Richtung gehen, der Förderung und dem Ausbau
verbesserter
Anbindungen im Bereich der Bodeninfrastruktur den Vorrang zu
geben.
http://www.trittin.de/wahlkreis/pressemitteilungen/20080604-Luftfahrtkonzept-Calden.shtml?navanchor=1110008
12.06.2008
Sommerloch
Im
Sommerloch besuchen Abgeordnete gern das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, um irgendwie
Aufmerksamkeit zu erzielen. So verkündete nun auch Herr
Bachmann
(SPD) am 12.6.2008 die Mär: "Die
Antwort aller anwesenden
Fachleute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt:
Ja,
wir brauchen die Landebahnverlängerung, da wir sonst mit
unserer
neuen
Maschine
A320 keine Start- und Landeerlaubnis erhalten würden,
wenn
sie entsprechend zugeladen und "aufgerüstet" ist.
Bei
der
Vorstellung
der Maschine ist sie in Waggum leer und "wenig betankt"
gelandet
und gestartet!
Eine
Landebahnlänge von 2.300 Metern sei schon der
äußerste
Kompromiss."
Anmerkung:
Flug einer Boeing B737-700 mit 147 Passagieren von
Braunschweig
nach Luxor oder
der Airbus A319 der Volkswagen AG bringt eine 26-köpfige
Delegation des VFL Wolfsburg von
Braunschweig
nach Argentinien.
Der Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt kann jedoch in Braunschweig nur "leer"
und "wenig betankt" fliegen. Mensch Bachmann (SPD), dämmert
Dir nichts?
17.06.2008
Flughafen
Kassel-Calden - Unverantwortliches Pleiteprojekt
Anlässlich
der Entscheidung des hessischen Verwaltungsgerichtshofes zum Ausbau
des Regionalflughafens Kassel-Calden erklärt der
Göttinger
Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin, B90/ DIE
GRÜNEN: "Das
Urteil ist bedauerlich. Das Urteil geht ausdrücklich nicht der
Frage nach, ob der Ausbau einen Sinn macht. Anders gesagt: In Hessen
darf man Unsinn machen, darf Millionen von Steuergeldern
verschwenden, wenn man die geltenden Lärmschutzrichtlinien
einhält." Dass die Argumente der Flughafen-Gegner so wenig
Gewicht in Justitias Waagschale haben, ist mehr als
beklagenswürdig,
besonders angesichts der weitreichenden katastrophalen
ökologischen
und ökonomischen Folgen durch den Flughafenausbau. Die
negativen
Folgen, wie enorm erhöhter Lärmpegel, zu erwartende
steigende Umweltbelastung und die Konkurrenzsituation zu den
benachbarten Flughäfen, als auch eine drastische
Verschlechterung von Lebensqualität, Gesundheit und der
Wirtschaftsregion wurden vom Nachbarland Hessen ignoriert, kritisiert
Jürgen Trittin. DER WIDERSTAND MUSS TROTZDEM
WEITERGEHEN!
http://www.trittin.de/wahlkreis/pressemitteilungen/20080617-Urteil-Calden.shtml?navanchor=1110008
08.07.2008
Ausbau
Kassel-Calden widerspricht Flughafenkonzept
Der
Göttinger
Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (B90/Die Grünen)
hält
den Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden mit dem Entwurf des
Flughafenkonzepts der Bundesregierung für unvereinbar:
„Grundsätzlich wird der Bedarf an Flughäfen
in
Deutschland als gedeckt angesehen. Es ist nicht vertretbar, dass
ausschließlich aus regionalen oder lokalen
Erwägungen
Flugplätze ausgebaut werden, die sich betriebswirtschaftlich
nicht tragen und die im Gesamtzusammenhang gesehen anderen
Flughäfen
und somit dem gesamten föderalen Flughafensystem
schaden“,
sagt explizit der aktuelle Entwurf des Flughafenkonzepts der
Bundesregierung. Es spricht sich gegen den Neubau von
Flughäfen
aus: „Ein Bedarf für einen Neubau von
Flughäfen wird
nicht gesehen.“ Es ist schon jetzt absehbar, dass der
Flughafen
dauerhaft mit Millionen von Steuermitteln subventioniert werden muss.
Dagegen heißt es schwarz auf weiß im
Flughafenkonzept der
Bundesregierung: „Aus-, Umbau- und Konversionsprojekte
dürfen
nur dann realisiert werden, wenn der Bedarf für eine zivile
Nutzung und mittelfristig die betriebswirtschaftliche
Tragfähigkeit
dargestellt werden können. Ausbaumaßnahmen
dürfen
grundsätzlich nicht zu dauerhaften Betriebssubventionen
führen.“
Das Eckpunktepapier wirft viele richtige Fragen auf – etwa
auch
zum Mangel an Effizienz, fehlender Koordination der Flughafenstruktur
zwischen den Ländern, mehr Intermodalität, dem
Problem der
Beihilfen sowie Anforderungen des Klima- und Umweltschutzes. Aber es
fehlt bislang nahezu überall an den politischen
Handlungsmöglichkeiten des Bundes. Der Bund muss endlich die
Planungskompetenz für die Flughäfen bekommen, wie bei
Straße, Schiff und Schiene. Es ist doch ein Witz, dass die
einzigen interkontinentalen Verkehre von Kreistagen geplant werden
und der Bund nichts zu sagen
hat.
05.09.2008
Projekt
"Effizienter Flughafen 2030" erfolgreich beim
Luftfahrtcluster-Wettbewerb des BMBF
Mit seinem
Verbundvorhaben "Effizienter Flughafen 2030" sowie mit
zusätzlichen Beiträgen zu einem weiteren
Leuchtturmprojekt
"Kabinentechnologie und innovative Brennstoffzellenanwendung"
ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt maßgeblich am neuen Hamburger Luftfahrtcluster
beteiligt.
Der Luftfahrtstandort Hamburg wurde am Dienstag, 2. September 2008
als Gewinner beim Clusterwettbewerb des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet.
Anmerkung:
Konzentration der Flugerprobung bei der Technischen
Universität
Hamburg-Harburg und bei Airbus in Hamburg. Als Ausgleich:
Förderung
der rechnergestützten Simulation von Luftfahrzeugen durch
Airbus, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Land Niedersachsen mit 30 Mio. Euro in Braunschweig.
08.09.2008
Übergabe
des Galileo-Kontrollzentrums im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Am Montag, den
8.
September 2008, erfolgte die Übergabe des neuen
Gebäudekomplexes
für das Galileo-Kontrollzentrum im Deutschen Zentrum
für
Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen.
"Mit dem heutigen Tag beginnt für die Mitarbeiter des neuen
Galileo-Kontrollzentrums die unmittelbare Phase der Vorbereitungen
zum Betrieb des zukünftigen europäischen
Satellitennavigationssystems Galileo", sagte Prof.
Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.
Wörner
sagte weiter: "Mit dem Betrieb des Galileo-Kontrollzentrums
zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, wie wichtig der Standort Oberpfaffenhofen ist und
welchen Wirtschaftsfaktor die Wissenschaft darstellt, wenn sie
gemeinsam mit der Politik und anderen Partnern an einem Strang
zieht."
Anmerkung:
"Vor allem im Zusammenhang mit dem Galileo-Projekt eröffneten
sich viel versprechende Perspektiven: Braunschweigs Wissenschaftler
könnten sich dadurch sicher für einen Teil der
Fördergelder
im Rahmen der aktuellen Ausschreibung des europäischen
Ortungs-
und Satellitennavigationssystems Galileo qualifizieren."
(Pressemeldung der Stadt Braunschweig, 8.6.2004).
Anmerkung:
Wirtschaftsminister Walter Hirche erklärt: "Mit der
Erweiterung des Forschungsflughafens setzen wir ein europaweites
Signal für die Zukunftsfähigkeit der
niedersächsischen
Wirtschaft. Die Beteiligung am europäischen Galileo-Projekt
wird
hierdurch sicher gestellt." (BZ vom 3.6.2005).
Anmerkung:
Wirtschaftsminister Walter Hirche erklärte am 8. September
2005:
„Mit der Erweiterung des Forschungsflughafens setzen wir ein
europaweites Signal für die Zukunftsfähigkeit der
niedersächsischen Wirtschaft. So wird zum Beispiel die
Beteiligung am europäischen GALILEO-Projekt hierdurch
sichergestellt. (Presseservice der Stadt Wolfsburg,
2.11.2005)
Anmerkung:
Zu dumm, dass Oberpfaffenhofen nun nicht in Niedersachsen, sondern in
Bayern liegt.
15.09.2008
Innovative
Kabinensysteme für optimalen Passagierkomfort -
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit
zahlreichen Einzelbeiträgen am Projekt InKa beteiligt.
Neben
den primär sicherheitsrelevanten Flugzeugkomponenten wie
beispielsweise Antrieb und Steuerung widmet sich die
Luftfahrtforschung zunehmend intensiver auch der optimalen
Ausgestaltung von Flugzeugkabinen. Flugpassagiere lediglich nach
quantitativen Aspekten im Flugzeug unterzubringen, dürfte
für
Hersteller wie auch Airlines kein gutes Verkaufsargument mehr sein.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist jetzt
eingebunden in das Projekt "InKa - Innovative Kabinensysteme".
InKa ist ein Teilprojekt des Verbundvorhabens "Greenliner",
welches kürzlich als Teil des neuen Hamburger
Luftfahrtclusters ausgezeichnet wurde. An dem Vorhaben sind
neben
den Instituten für Luft- und Raumfahrtmedizin sowie für Aerodynamik und Strömungstechnik
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt auch
Airbus Deutschland, EADS und das mittelständische Unternehmen
iDS
beteiligt.
Anmerkung:
Konzentration der Flugerprobung bei der Technischen
Universität
Hamburg-Harburg und bei Airbus in Hamburg. Als Ausgleich:
Förderung
der rechnergestützten Simulation von Luftfahrzeugen durch
Airbus, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Land Niedersachsen mit 30 Mio. Euro in Braunschweig.
19.09.2008
Kontrollsystem
für unbemannten Flug erfolgreich getestet
Technologie und Einsatzspektren
unbemannter
Luftfahrzeuge haben in den vergangenen Jahren einen erheblichen
Entwicklungsschub erlebt. Die fallweise erforderliche Integration
dieser so genannten UAVs (kurz für "unmanned aerial
vehicles") in den allgemeinen, kontrollierten Luftverkehr ist
daher eines der vorrangigen Ziele. Unabdingbar hierfür ist
allerdings ein leistungsfähiges und unter allen
Betriebsbedingungen zuverlässiges Flugkontrollsystem
(englisch:
Flight Control System). In Zusammenarbeit mit EADS konnte das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Rahmen einer
Flugmesskampagne unter realitätsnahen Umgebungsbedingungen mit
dem Flugversuchsträger Dornier Do 228
(D-CODE) vor kurzem
ein solches Flugkontrollsystem erfolgreich testen. Es war
während
mehrerer, knapp zweistündiger Flüge im Einsatz. Die
Flugversuche fanden auf dem ehemaligen NATO-Flughafen Goose Bay in
Neufundland (Kanada)
statt.
Anmerkung:
Der Flugversuchsträger Dornier Do 228 gehört zum
Flugbetrieb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Braunschweig und kann von hier aus ohne eine
Verlängerung der Start-/Landebahn weiträumig
betrieben
werden.
Januar
2008
Klage gegen
den
Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Frankfurter Flughafens
Der
Arbeitskreis Fluglärm Mainz-Lerchenberg berichtete am
16.1.2008:
"Gestern hat sich der Frankfurter Stadtrat gegen das Veto der
Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth durchgesetzt und
die
Klage
gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des
Frankfurter
Flughafens beschlossen." Die 2.515 Seiten und 400 Pläne
des Planfeststellungsbeschlusses für den Frankfurter
Flughafen stehen im Internet. Einen Bericht mit Bildern vom
Marienborner Podium vom 3.1.08 "Flughafenausbau - Was kommt nach
dem Planfeststellungsbeschluss?" finden Sie auf der
Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Marienborn unter
www.evkirche-marienborn.de
.
Flughafen Hannover
Meldung
der Braunschweiger
Zeitung, 12. Januar 2008, Wirtschaft, Seite 07 "Flughafen
Hannover hat weniger Passagiere":
"HANNOVER. Die
Zahl sank im Vergleich 2007 zum Vorjahr um ein Prozent auf 5,645
Millionen. Gründe waren Auslastungsprobleme der Tuifly sowie
der
Einstieg des Billigfliegers Ryanair in Bremen. Im Durchschnitt aller
deutschen Flughäfen war das Fluggastaufkommen um knapp sechs
Prozent gestiegen."
Aus den
Veröffentlichungen des
Niedersächsischen Landesamts für Statistik geht ein
derartiger Vergleich 2007 zum Vorjahr nicht hervor. Das Landesamt
weist lediglich für 2006
ein Fluggastaufkommen von insgesamt 5.645.486 Personen aus. Wie die
Meldung der Braunschweiger Zeitung zustande gekommen ist, wird wohl
ein Geheimnis der dortigen Redaktion bleiben.
Landtagswahl
2008 in Niedersachsen
Angesichts der bevorstehenden
Landtagswahl 2008 in Niedersachsen erhebt sich im Sinne unserer
Zielsetzung die Frage, welche Parteien sich auf lokaler, aber auch
auf Landesebene für eine Verhinderung der beabsichtigten
Verlängerung der Start-/Landebahn in besonderem Maße
einsetzen. Antworten findet man in den Aussagen
der Parteien, die im Rat der Stadt Braunschweig vertreten
sind
und die sich um Landtagsmandate bewerben. Eine der Parteien
möchte
sogar den "Ausbau
Flughafen Kassel-Calden sofort stoppen".
Mai
2007
Die
Klage gegen den
Planfeststellungsbeschluss sowie der Antrag auf Anordnung der
aufschiebenden Wirkung der Klage sind weiterhin beim
Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg
anhängig. In der Zwischenzeit ist eine Stellungnahme der
beklagten Niedersächsischen Landesbehörde
für
Straßenbau und Verkehr zu Klage und Antrag eingegangen.
Außerdem wurden für die Bürgerinitiativen
Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg flughafenbezogene und naturschutzfachliche
Gutachten beauftragt und zum Teil fertiggestellt. Zusätzlich
ist
eine weitere, eigenständige Klage gegen den
Planfeststellungsbeschluss aus dem Bereich der
Bürgerinitiativen
Braunschweig-Wolfsburg beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg
erhoben worden. Nähere Auskünfte sind bei den
Sprechern der
jeweiligen Bürgerinitiativen zu erhalten. Im übrigen
haben
Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Braunschweig
die
Frage gestellt, wann mit der Abholzung des Querumer Forsts zur
Verlängerung der Startbahn zu rechnen sei. Das wisse man
nicht,
wurde Ihnen geantwortet, dies sei ausschließlich Sache der
Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg. Anmerkung: Die Stadt
Braunschweig ist mit 42,6% größter Anteilseigner der
Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg.
Boris
Gelfert
neuer Geschäftsführer der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg
GmbH
Neuer Geschäftsführer der
Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist ab 1.4.2007 Herr Boris Gelfert,
vormals Geschäftsführer der Flugplatz
Speyer/Ludwigshafen
GmbH . Herr Gelfert hatte seinerzeit den Ausbau des Speyrer
Flugplatzes damit begründet, "die Region müsse
kurzfristig ihren wachsenden Flugverkehr bewältigen".
Allerdings waren die Steigerungen der Flugbewegungen
ausschließlich
auf die Erhöhung der Ultra-Light-Flüge
zurückzuführen,
die keine längere Startbahn benötigen. Der scheidende
Geschäftsführer Wernher Baumbach hoffte, seinem
Nachfolger
Gelfert ein abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren für die
Verlängerung der Startbahn von 1.680 auf 2.300 Meter
übergeben
zu können. Diese Hoffnung hat sich nicht
bestätigt.
Solidaritätslauf
am 13. Mai 2007
Mit
dem Engagement der Jogging-Damen, voran Frau Moldenhauer und Frau
Jürges, und durch die Mithilfe vieler Engagierter wie z.B. dem
Waldkindergarten fand am 13. Mai 2007 ein Solidaritätslauf zur
Unterstützung der Bewegung gegen die beabsichtigte
Landebahnverlängerung und zur Finanzierung der gegen den
Planfeststellungsbeschluss erhobenen Klage statt. Radio Okerwelle
berichtete über das Ereignis, an dem ca. 180 Jogger,
Radfahrer,
Spaziergänger und Besucher teilnahmen, mit dem Hinweis, dass
diese Veranstaltung unmittelbar von den betroffenen
Bürgerinnen
und Bürgern aus mehreren Braunschweiger Stadtbezirken
organisiert worden war. Das Ergebnis: viel Unterhaltsames, manche
Information zum Flughafen und Spenden in Höhe von 900 Euro zur
Finanzierung der Klage gegen den Flughafenausbau. Daher auch an
dieser Stelle nochmals allen Beteiligten ein herzliches
Dankeschön.
Kampfmittelbeseitigungsdienst
untersucht
Verdachtspunkte
Die Pressestelle der Stadt
Braunschweig hat
eine für die Waggumer Bürgerinnen und Bürger
interessante Mitteilung herausgegeben. Zitat: "Der
Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen untersucht in
den nächsten Wochen Verdachtspunkte auf
Bombenblindgänger
aus dem Zweiten Weltkrieg in Braunschweig. Betroffen ist vor allem
der Stadtteil Waggum. Die betroffenen
Grundstückseigentümer
und landwirtschaftlichen Pächter wurden von der
Stadtverwaltung
bereits über die Untersuchungen informiert.
Die Polizeidirektion Hannover, bei der der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen (KBD) angesiedelt ist, wertet systematisch Luftbilder aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges aus, um eventuell noch im Boden verbliebene Bombenblindgänger ausfindig zu machen. Bei dieser Recherche hat der KBD mehrere Verdachtspunkte in Waggum lokalisiert; dieser Bereich wurde wegen der seinerzeit hier ansässigen Flugzeugindustrie und dem Flughafen stark bombardiert.
Mit einem elektromagnetischen Verfahren wird geklärt, ob magnetisierbares Metall, also zum Beispiel ein Blindgänger, im Untergrund vorhanden ist. In vielen Fällen sind bereits während des Krieges die Blindgänger ohne weitere Dokumentation entfernt worden. Die Untersuchungen dauern bis in den Juni hinein. In Stöckheim (östlich des Baugebietes Breites Bleek) und in Rüningen (auf einer Ackerfläche) werden jeweils ein weiterer Verdachtspunkt überprüft.
Wenn sich der Verdacht durch Überprüfung mit dem elektromagnetischen Verfahren bestätigt, muss der Verdachtspunkt aufgegraben werden. Wird dann tatsächlich ein Blindgänger gefunden, werden die Betroffenen über die weiteren Maßnahmen informiert. Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung für Kampfmitteluntersuchungen ist Thomas Funke, Tel. 470-6361."
Der Braunschweiger Flughafen und die Kunst (Kommentar
von Ralf
Beyer)
In
Braunschweig wird um die
beabsichtigte Verlängerung der Startbahn des dortigen
Flughafens
gestritten und geklagt. Ein belastbarer und vor allem der
Bevölkerung
verständlicher Nachweis für den Bedarf einer
Verlängerung
konnte oder wollte bisher aber niemand erbringen. Vielleicht gelingt
es nun der Kunst, den Braunschweigern bisher nicht gekannte
Dimensionen des bisher unverstandenen Ausbaubegehrens ins Bewusstsein
zu rücken.
Dazu soll am 17. Juni 2007 (hatte dieser Tag nicht einmal eine ganz andere Bedeutung?) die deutsche Erstaufführung des Helikopter-Streichquartetts von Karlheinz Stockhausen auf dem Flughafen Braunschweig stattfinden. Dabei erhebt sich ein Streichquartett mit vier Helikoptern in die Lüfte - pro Streicher ein Helikopter. Dieses Musikerlebnis vermischt ohrenbetäubenden Maschinenlärm mit der Musik der in den Helikoptern eingesperrten Streicher. Das staunende Publikum hört und sieht dann in einer Flugzeughalle vor Lautsprechern und Fernsehschirmen mittels Telekommunikation jeden der vier Musik in Nahaufnahme. Und das ganze dann gleich drei Mal, nämlich um 15, 17 und um 19 Uhr.
„Hoher Aufwand in Braunschweig - Zahlreiche Tests mit Hubschraubern“ schrieb derStandard aus Wien und zitiert Orchesterdirektor Martin Weller vom Staatstheater Braunschweig: „Der Aufwand für die Produktion sei "einfach enorm", sagte Weller. Das Staatstheater arbeite bereits seit mehr als einem halben Jahr an den Vorbereitungen. Als schwierig habe sich unter anderem die Auswahl von geeigneten Hubschraubern erwiesen. Die Organisatoren hätten ungezählte Typen getestet.“
Dieser enorme Aufwand wird sich nicht über die Eintrittskarten der Kunstgenießer finanzieren lassen. Die Sponsoren der "Stadt der Wissenschaft 2007" werden es aber schon richten. Unter ihnen die Gruppe BS | ENERGY Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG / VEOLIA Environnement, Deutsche Bank, Stadt Braunschweig, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stiftung Nord/LB Öffentliche. Manche verbinden mit diesen Namen allerdings inakzeptabel hohe Gebühren für Strom, Gas, Abwasser und Bankdienstleistungen sowie das Schicksal des von einer Startbahnverlängerung bedrohten Querumer Forsts. Aber wozu die Aufregung: wenn in denkbarer Ermangelung luftfahrtbezogener Aufträge Skispringer im Windkanal des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt auf optimale Körperhaltung getestet werden, kann man doch im kostspieligen Forschungshubschrauber des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt auch mal einen Streicher einen streichen lassen. Umweltverbände werden bei diesem Ereignis (gegen die Bezeichnung „Spektakel“ hatte sich Staatstheater-Intendant Wolfgang Gropper zur Wehr gesetzt) sicherlich zur Stell sein, wenn wohl auch kaum wegen des Kunstgenusses. Und bei maximal dreimal 800 erwarteten, zahlenden Zuhörern werden die gebühren- und abgabengeschröpften Braunschweigerinnen und Braunschweiger schon verkraften, dass sie einen nachmittäglichen Kunstgenuss mitfinanziert haben, auch wenn sich nur weniger als ein Promille der Braunschweiger Bevölkerung dazu hingezogen fühlen dürften.
März
2007
Der
Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg ist wie folgt im Internet nachzulesen:
Veröffentlichung am
15.01.2007
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C15082691_L20_D0_I5213350_h1.html
Unterlagen zum PFV 2. Änderungsantrag
Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C26487048_L20_D0_I5213350_h1.html
SCHICKSAL? -
oder - sich
wehren!
Der Ausbau der Start- und Landebahn ist noch
lange
nicht entschieden! Es ist anzunehmen, dass vor Gericht die Belange
der betroffenen Menschen und der Natur in einer fairen
Abwägung gegenüber den Forderungen von VW und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt siegen
können.
Auf einer Informationsveranstaltung am 08.
März
2007 um 19:30 Uhr in Otto’s Gaststätte,
Braunschweig-Hondelage, Hegerdorfstr. 28 werden die
Bürgerinitiativen
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg Sie über die aktuelle
Planung,
Hintergründe, Rechtssituation, eingeleitete Aktionen zur
Verhinderung des Ausbaus, aber auch über Ihre
Beteiligungsmöglichkeiten informieren.
Informationstafel
gegenüber dem Waggumer Weghaus
Die
Informationstafel
gegenüber dem Waggumer Weghaus zur beabsichtigten
Verlängerung
der Startbahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg hat seit ihrer
Aufstellung viel Aufmerksamkeit und Interesse erfahren. Ein
aufmerksamer Betrachter gab allerdings zu bedenken, dass der Slogan
"Keine Startbahnverlängerung für VW" den
größten
Arbeitgeber der Region treffen könnte. Die
Bürgerinitiativen
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg haben sich jedoch einstimmig
für
eine Beibehaltung des Textes ausgesprochen, da die Volkswagen AG im
Planfeststellungsverfahren unmissverständlich eine
Verlängerung
der Startbahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg für ihre
Zwecke gefordert hat und dies im Widerspruch zu den Forderungen der
Naturschutzverbände und der durch die
Bürgerinitiativen
vertretenen Bürgerinnen und Bürger steht.
Januar
2007
Der
Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau
des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg wurde am 15.01.2007
veröffentlicht und unter
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C15082691_L20_D0_I5213350_h1.html
ins Internet gestellt.
Der
Planfeststellungsbeschluss
soll ab 1.2.2007 in den betroffenen Gemeinden zwei Wochen lang
öffentlich ausgelegt werden.
Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss sind innerhalb von
vier Wochen nach Zustellung bzw. nach dem Ende der
zweiwöchigen
Auslegungsfrist beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg zu
erheben.
Am 16.1.2007 jubelte Hofreporter Zauner
in der
Braunschweiger Zeitung: "Ausbau des Forschungsflughafens kann
sofort begonnen werden".
Oberbürgermeister
Dr.
Hoffmann, der sonst - überspitzt gesagt - jeden neuen
Maulwurfshügel mit einer Presseerklärung
würdigt, hat
allerdings dieses Mal auf den sonst üblichen Indianertanz
verzichtet und bisher keine Presseerklärung zum
Planfeststellungsbeschluss herausgegeben.
Bereits
am
17.1.2007 haben Kläger sicherheitshalber einen Antrag auf
Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Klage und einen
Hängebeschlussantrag zum Planfeststellungsbeschluss beim OVG
Lüneburg gestellt.
Am 19.1.2007 teilte OB
Dr. Hoffmann
dem Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Braunschweig u.a.
erwartungsgemäß mit: "Mit der baulichen Umsetzung
der
Maßnahme wird dann begonnen werden, wenn die gesetzlich
bestehende sofortige Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses
nicht durch gerichtliche Verfahren ausgesetzt wird und die bereits
zugesicherten Fördermittel bereitstehen."
Am
22.1.2007 erging folgende gerichtliche Verfügung: "Der
Senat geht davon aus, dass bis zu einer - möglicherweise auch
vorläufigen - Entscheidung im vorliegenden Verfahren keine
Vollziehungsmaßnahmen vorgenommen werden. Andernfalls wird um
vorherige Mitteilung gebeten."
Die für eine Startbahnverlängerung des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg beabsichtigten Waldrodungen sind im übrigen nach der Gesetzeslage nur bis Ende Februar und dann erst wieder ab Oktober zulässig.
Spendenkonto
Die engagierte
Vertretung Ihrer Interessen
und das Klageverfahren gegen den nach unserer Meinung anfechtbaren
Planfeststellungsbeschluss erfordern erhebliche finanzielle Mittel im
oberen fünfstelligen Bereich. Der Naturschutzbund Deutschland
e.V. als einer der zugelassenen Kläger hat für
diesbezügliche Spenden das "Sonderkonto Flughafen"
eingerichtet. Steuerlich abzugsfähige Spenden richten Sie
daher
bitte möglichst großzügig und der Sache
angemessen
an:
NABU BezGruppe
Braunschweig e.V.
Konto
150501369
BLZ 250 500 00
Nord/LB
Braunschweig
Verwendung: Spende "Sonderkonto Flughafen"
Name und Adresse für Spendenbescheinigung
Ohne
Ihre großzügigen
Spenden wird eine gerichtliche Vertretung Ihrer Interessen mit
Weiterführung der Klage nicht möglich
sein.
Sammelklage
Neben
den bisherigen Klägern
können sich weitere, privat Betroffene bis spätestens
Mitte März 2007 zu einer Sammelklage
zusammenschließen.
Wenden Sie sich dazu bitte an Ihre örtliche
Bürgerinitiative.
Beispielsweise sollten die von Hochwasser bedrohten
Bürgerinnen
und Bürger in Hondelage, Dibbesdorf und Querum wissen, dass
laut
Planfeststellungsbeschluss die Einleitung von zusätzlichem
Oberflächenwasser in einer Menge von 470 Liter/sek in den
Rohrbruchgraben zulässig ist. Von verschiedenen Anliegern wird
daher befürchtet, dass sich durch die
großflächige
Versiegelung des Bodens und Ableitung der
Oberflächenentwässerung
des Flughafengeländes über den Rohrbruchgraben in die
Schunter der Grundwasserspiegel hebt und die Überschwemmungen
stark zunehmen bzw. die Hochwassergefahr steigt. Es wird von den
Anliegern mit voll gelaufenen Kellern und entsprechenden
Schäden
an den Immobilien gerechnet.
Dezember
2006
Der
Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg liegt weiterhin nicht vor und wird nun Ende
Januar 2007 erwartet. Einer der Gründe für die
Verzögerung
ist das betroffene, unantastbare Vogelschutzgebiet, das jedoch durch
eine so genannte Landschaftsschutzgebietsverordnung, die diesen Namen
unseres Erachtens nicht verdient, beseitigt werden soll.
Die
am 18.07.2006 im Rat der Stadt Braunschweig u.a. mit den Stimmen der
FDP verabschiedete und rechtlich bedenkliche neue Verordnung
für
das Landschaftsschutzgebiet hat die Zustimmung des
niedersächsischen
Umweltministers Hans-Heinrich Sander (FDP) gefunden, der sich dem
Vernehmen nach vehement für einen zügigen
Abschluß
des Planfeststellungsverfahrens und für einen umgehenden
Baubeginn der Startbahnverlängerung des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg ausgesprochen hat. Als engagierter
Umweltminister greift Sander dann auch gern einmal selbst zur
Säge
und fällte im November Bäume ausgerechnet in
Schutzgebieten
an der Elbe.

Nun will die EU-Kommission prüfen, ob
Sander mit der
Aktion gegen europäisches Naturschutzrecht verstoßen
habe
(BZ vom 05.01.2007). Zur Erinnerung: bereits im September 2005 hatte
die EU-Kommission die Landesregierung darauf hingewiesen, dass
entgegen deren Annahme eine Förderung der beabsichtigten
Startbahnverlängerung aus Ziel 2 (EU)-Mitteln nicht in
Betracht
gezogen werden könne, wenn das Vorhaben dazu diene, die
Voraussetzungen zu schaffen, um einen Verkehrsflughafen für
den
Charter- und Touristikverkehr zu betreiben und/oder einen erweiterten
Werksverkehr durch die Volkswagen AG zu ermöglichen.
Die
Tragödie um das unsinnige Prestigeobjekt einer nicht
benötigten
Startbahnverlängerung litt bereits zu Beginn im Jahre 2002
unter
gezielt verbreiteten Falschmeldungen wie der, dass sich die
Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) bei einer
Startbahnverlängerung am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
ansiedeln wolle. Tatsächlich hatte sich die IAV aber bereits
vor
dieser Meldung gegen einen solchen Plan und für die
Stärkung
ihres Standorts in Gifhorn - ohne Flughafen und ohne
Autobahnanschluß
- entschieden. Derartig unhaltbare Behauptungen scheinen generell das
Rückgrat der Argumentation der Ausbaubefürworter zu
sein.
Was halten Sie beispielsweise von der neusten Aussage des
Oberbürgermeisters der Stadt Braunschweig - einem
glühenden
Verfechter der Startbahnverlängerung - in der Braunschweiger
Zeitung vom 06.01.2007: "Es geht bei der Startbahnverlängerung
auch nicht nur um neue Betriebe, sondern auch um den Erhalt der
bestehenden. Und für das Deutsche Zentrum für Luft
und
Raumfahrt war schon der Planungsbeginn entscheidend, um hier zu
bleiben." Dagegen berichtete die Braunschweiger Zeitung am
04.11.2004: "Eine Standortaufgabe des Deutschen Zentrums für
Luft- und Raumfahrt steht auch dann nicht konkret zur Diskussion,
wenn die längere Startbahn am Forschungsflughafen nicht
realisiert wird. Das sagt der Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt,
Josef
Thomas". Armes Braunschweig.
Die
Bürgerinitiative
Braunschweig (BIBS)
im Rat der Stadt Braunschweig hatte am 04.12.2006 an die Verwaltung
der Stadt Braunschweig folgende Fragen gerichtet:
Was haben die bisher beauftragten 57 Gutachten für den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg gekostet?
In welcher Höhe hat sich die Stadt Braunschweig an den Kosten für die bisher beauftragten 57 Gutachten für den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg beteiligt?
In den Auflagen der Planfeststellung und in dem sich abzeichnenden Rechtsstreit um das Genehmigungsverfahren zum Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg werden voraussichtlich weitere Gutachten, Gegengutachten und Obergutachten angefordert werden. Unter welchem Titel und in welcher Höhe stellt die Stadt Braunschweig Mittel für derartige Gutachten für die Jahre 2007 ff. zur Verfügung?
Treffen Informationen zu, nach denen sich das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig beschaffte Flugzeug Airbus A320-231 seit längerem und voraussichtlich für 2 Jahre für Umbauten und nicht einsetzbar in Hamburg bzw. in Berlin befindet?
Trifft es zu, dass mit dem geplanten Umbau des vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig beschafften Flugzeugs Airbus A320-231 zum Forschungsflugzeug noch gar nicht begonnen wurde und dass die Entscheidung, ob überhaupt ein Umbau des Flugzeugs ohne Verlust der Verkehrszulassung erfolgen kann, weiterhin unbestimmt ist? Wenn ja, welcher Art sind die Schwierigkeiten?
Trifft es zu, dass anlässlich der vom 26.-27.10.2006 in Bilbao veranstalteten Aerotrends 2006 Conference potentielle Nutzer des Flugzeugs einen Umbau des Airbus A320-231 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig zum Forschungsflugzeug in einem vertretbaren zeitlichen Rahmen als äußerst kritisch und die Nutzbarkeit dieses Forschungsflugzeugs für ihre Vorhaben als gering angesehen haben?
Trifft es zu, dass die Verkehrszulassung für das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig beschaffte Flugzeug Airbus A320-231 nach dessen Umbau zum Forschungsflugzeug nicht beim Luftfahrtbundesamt in Braunschweig, sondern bei der European Aviation Safety Agency in Köln zu beantragen ist und nur von dort auch gegebenenfalls erteilt wird?
Auch nach einem Monat Wartezeit und
trotz mehrfacher Rückfragen
steht eine Antwort weiterhin aus.
Die Tafel, die
seit Jahren
am Querumer Forst die Bürgerinnen und Bürger
Braunschweigs
über die beabsichtigte Startbahnverlängerung des
Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg unter Vernichtung von ca 60.000 Bäumen
und eines Vogelschutzgebiets informiert, hat mittlerweile eine
bewegte Vergangenheit. Die Tafel der Bürgerinitiative
Hondelage-Dibbesdorf stand bereits seit 2004 vor dem Wald, der
für
die Startbahnverlängerung abgeholzt werden soll und im
übrigen
als Europäisches Vogelschutzgebiet der EU gemeldet und unter
besonderen Landschaftsschutz gestellt worden ist. Auf höhere
Anweisung hin hatte die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz dem
Forstamt die Anweisung erteilt, die Tafel sofort zu
entfernen.
Eigentümerin dieses Waldstücks ist die vorstehend
genannte
Stiftung. Präsident dieser Stiftung ist - wie könnte
es
anders sein - der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig,
ein
Verfechter der beabsichtigten Verlängerung der Startbahn des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in dieses Landschafts- und
Vogelschutzgebiet hinein. Also wurde die Tafel an anderer Stelle
aufgestellt. Daraufhin wurde die Niedersächsische
Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel
eingeschaltet, die das Schild zwei Jahre lang nicht im geringsten
gestört hatte. Hierbei handelt es sich ausgerechnet um jene
Behörde, die die Planfeststellung für den Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg zur beabsichtigten Verlängerung der
Startbahn betreibt. In Folge forderte nun der Fachbereich
Stadtplanung und Umweltschutz, Abteilung Baurecht, der Stadt
Braunschweig die Grundstückseigentümerin unter
Androhung
von Zwangsmaßnahmen auf, die Tafel innerhalb von vier Wochen
zu
entfernen. Mittlerweile steht die Tafel - frisch renoviert - auf
einem anderen Grundstück.


November
2006
Die
Landesregierung betrachtet neben dem JadeWeserPort die
Startbahnverlängerung in Braunschweig als publikumswirksames
Demonstrationsobjekt ihrer wirtschaftspolitischen Kompetenz zur
Schaffung von Arbeitsplätzen. Keiner der Befürworter
des
Vorhabens hat bisher jedoch nachweisen können, dass damit
bestehende Arbeitsplätze gehalten oder neue geschaffen werden.
Im übrigen sprechen sich Deutsche Bank, Lufthansa, Board of
Air-line Representatives in Germany sowie ARD Panorama, Financial
Times Deutschland, Der Spiegel und Frankfurter Allgemeine Zeitung
gegen derartige Prestigeobjekte aus. In Braunschweig versucht man mit
Blick auf Fördermittel, Begründungen für das
Vorhaben
zu liefern, die jedoch widersprüchlich und inkonsistent
erscheinen. So wurde z.B. 2003 im Masterplan ausgewiesen, die Firma
IAV wolle sich bei einer Verlängerung der Startbahn am
Flughafen
ansiedeln. Tatsächlich hatte die Firma aber bereits 2002
diesen
Plan aufgegeben. Die IHK Braunschweig wiederum wünscht eine
verbesserte Verkehrsinfrastruktur im Luftfahrtbereich. Die SPD
hält
dagegen, dass der Flughafen Braunschweig nicht mehr wie
ursprünglich
vorgesehen für den Charterbetrieb ausgebaut werde. Und die CDU
meint, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt habe vorgerechnet, dass man dort in den letzten 3
Jahren 30% Zuwachs an qualifizierten Arbeitsplätzen bekommen
habe. Wohlgemerkt, ohne Verlängerung der Startbahn. Klare
Linie
oder Konfusion? Alle Begründungen für die
beabsichtigte
Startbahnverlängerung wurden von den
Bürgerinitiativen
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg nachvollziehbar widerlegt und daher
im jeweils folgenden Verfahrensschritt nicht wiederholt - bis auf
eine: gelegentliche Ultra-Langstreckenflüge des VW-Managements
können beim gegenwärtigen Stand nicht von
Braunschweig aus
starten. Allerdings hat die EU wissen lassen, dass sie dafür
keine Fördermittel bereitstellen wird. Die Vernichtung von ca.
60.000 Bäumen und eines Vogelschutzgebiets für einen
derartigen Zweck findet ebenfalls keine Akzeptanz. Die bisher bereits
verplanten Millionen wären daher besser unmittelbar in die
Forschung am Flughafen investiert worden.
Der
Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg liegt weiterhin nicht vor und wird nun Ende
2006 / Anfang 2007 erwartet. Ein Hemmnis war bisher u.a. das
betroffene, unantastbare Vogelschutzgebiet. Die Wertschätzung
dieses Gebiets durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg GmbH und CDU-Ratsherrn im Rat der Stadt
Braunschweig, Reinhard Manlik, ist bekannt: Bereits in der
Ratssitzung vom 10.12.2002 äußerte Manlik
„Was sind
schon 500 Bäume gegen 500 Arbeitsplätze?“
Diese
Wertschätzung hat Manlik kürzlich mit seiner
Begründung
zur neuen Landschaftsschutzgebietsverordnung in der Ratssitzung vom
18.07.2006 untermauert: „Durch die Unterschutzstellung
erreichen Sie eine wesentliche Verbesserung des Status“, um
anschließend zu erklären „Es ist
erforderlich, die
Schutzverordnung zu erlassen, damit ein Befreiungstatbestand (also
die Notwendigkeit eines Eingriffs aufgrund der beabsichtigten
Startbahnverlängerung) ausgewiesen werden kann."
Für
das Raumordnungsverfahren und für das
Planfeststellungsverfahren
für den Flughafen Braunschweig-Wolfsburg sind nach Aussage von
Manlik bisher 57 Gutachten erstellt worden. Weitere Gutachten,
Gegengutachten und Obergutachten werden voraussichtlich im Rahmen der
rechtlichen Überprüfung des
Planfeststellungsbeschlusses
erforderlich werden. Ein Teil der Gutachten betrifft nicht den
Flughafen selbst, sondern die ihn umgebende Infrastruktur. Die
Gesellschafter der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH, die
Landkreise Helmstedt und Gifhorn, lehnen eine Beteiligung an den
Ausbaukosten ab (Vorlage der Stadt Braunschweig, Drs. 9835/05 vom
02.06.2005). Weiterhin haben zumindest die Gesellschafter Volkswagen
AG und Stadt Wolfsburg erklärt, dass sie sich zwar
anteilsmäßig
an den Kosten für den Ausbau des Flughafens beteiligen wollen,
nicht aber an den Kosten für die umgebende Infrastruktur, aus
der sie keinen Nutzen ziehen. Die Kosten für die Gutachten in
Höhe von bisher mehreren Millionen Euro zahlt allerdings
ohnehin
fast ausschliesslich der Steuerzahler.
Herr
Dieter Barthel
ist verstorben
Der langjährige
Naturschutzbeauftragte der
Stadt Braunschweig, Mitglied der Bürgerinitiative Waggum, Herr
Dieter Barthel, ist verstorben. Der Bürgerinitiative Waggum
hat
Herr Barthel mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Wir werden Herrn
Barthel mit großem Dank ein ehrendes Andenken bewahren.
Ein
Nachruf ist
unter http://www.gruene-braunschweig.de/frameset_aktuelles.html zu finden.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt vermisst Wirbelschleppen des
Airbus A380
Eine
der unhaltbaren Begründungen für die beabsichtigte
Verlängerung der Startbahn des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg
ist die behauptete Notwendigkeit einer Vermessung von Wirbelschleppen
(Luftbewegungen) großer Flugzeuge. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt berichtet jedoch
selbst, dass es auch ohne Startbahnverlängerung in
Braunschweig
geht und zeigt den Airbus A380 während der
Wirbelschleppen-Messungen am Standort
Oberpfaffenhofen des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt.
Dient
die beabsichtigte Startbahnverlängerung in Braunschweig also
nur
dem internen Konkurrenzkampf der Zentren Braunschweig und
Oberpfaffenhofen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt? Warum muss das, was in Oberpfaffenhofen gut
funktioniert, nun ausgerechnet in Braunschweig wiederholt
werden?
Flughafen Hof
Insolvenz
droht - Der
Flughafen Hof-Plauen steht vor dem Aus. Dies gelte sowohl für
den laufenden Betrieb als auch für die ambitionierten
Ausbaupläne, sagte der Hofer Oberbürgermeister Harald
Fichtner (CSU). Nachdem die Regierung von Oberfranken die
Bürgschaften für den Flughafen-Ausbau verweigert
habe,
werde die Gesellschafterversammlung und der Flughafen-Beirat an
diesem Donnerstag über einen Insolvenzantrag beraten
müssen.
„Es gibt nur die Alternativen: Entweder ausbauen oder
zumachen“, sagte Fichtner. (dpa) 22.11.2006.
Oktober 2006
Der Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg hat
mittlerweile den 2. Änderungsantrag zur Planfeststellung
für
den Flughafen Braunschweig-Wolfsburg bei der Nds.
Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr
(Planfeststellungsbehörde)
eingereicht. Die Änderungen haben einen Umfang von sechs
Ordnern
und sind
unter
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C26487048_N24743274_L20_D0_I5213350.html
einzusehen.
Art und Umfang der Änderungen sind derartig umfangreich und
tiefgreifend, dass nach Meinung vieler Betroffener das
Planfeststellungsverfahren neu beginnen müsste, weil bisher
offensichtlich über Dinge diskutiert wurde, die nun nicht mehr
gegeben sind. Die Planfeststellungsbehörde hat dies erkannt,
ist
aber lediglich bereit, den
betroffenen Trägern öffentlicher Belange, den
anerkannten
Naturschutzvereinen sowie gegebenenfalls betroffenen
Leitungsträgern
gem. § 73 Abs. 8 VwVfG Gelegenheit zur Stellungnahme bis zum
20.
Oktober 2006 zu geben. Für alle übrigen Beteiligten,
also
die unmittelbar betroffenen Bürgerinnen und Bürgern,
sei
das Anhörungsverfahren abgeschlossen.
Fast
zeitgleich
beklagt jetzt nach fast 2 Jahren die Stadt Braunschweig einen
"baurechtswidrigen Zustand" einer Informationstafel für
die Bürgerinnen und Bürger mit der schlichten Aussage
"Dieser Wald wird abgeholzt - Hier entsteht die neue Startbahn
für den Flughafen" und forderte unter Androhung von
Zwangsmaßnahmen deren sofortige Beseitigung. Die Tafel steht
auf privatem Grund und stellt keine Werbung dar. Dennoch sei
sie nach §68 der Nds. Bauordnung
genehmigungsbedürftig.
Eine Genehmigung könne nur mit Zustimmung der Nds.
Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr erteilt werden, also
jener
Behörde, die - man höre und staune - für die
Planfeststellung des hiesigen Flughafens zuständig ist. Ein
Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.

Informationslücken
in der Niedersächsischen Landesbehörde für
Straßenbau
und Verkehr?
Die Niedersächsische
Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr führt das
Planfeststellungsverfahren für den Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg durch. Zu dieser Behörde teilt das Nds.
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr mit:
"Wirtschafts- und Verkehrsminister Walter Hirche hatte am vergangenen Freitag die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr angewiesen, zügig eine lückenlose Aufklärung aller Geschehnisse auf der Transrapid-Teststrecke in Lathen vorzunehmen. Nach einem heute von der Landesbehörde vorgelegten ersten Bericht hat es in den vergangenen Jahren weitere kleine Vorfälle an der Versuchsstrecke gegeben. "Die offenbar unzureichende Informationspolitik der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie die schleppende Aufarbeitung früherer Geschehnisse an der Versuchsanlage - auch wenn sie von kleiner Natur sind - haben mich bewogen, unmittelbar nach Bekanntwerden weiterer Vorfälle im Einvernehmen mit dem Niedersächsischen Landesrechnungshof eine Sonderprüfung der Aufgabenwahrnehmung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einzuleiten", so Hirche. Die Leitung dieser Sonderprüfung übernimmt Lutz Bardelle, Mitglied des Senats des Niedersächsischen Landesrechnungshofs. Hirche: "Es ist gut, wenn mit dem Landesrechnungshof eine unabhängige Institution diese Aufgabe wahrnimmt." In einer Organisationsprüfung soll insbesondere das Verwaltungshandeln der Genehmigungsbehörde in allen Phasen untersucht werden."
Protest gegen einen Verkehrsflughafen Oberpfaffenhofen
Der
bisher eher beschauliche Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, der in der
Vergangenheit vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und von der inzwischen nicht mehr existenten
Firma Dornier genutzt wurde, soll nun zur Entlastung des Flughafens
München zu einem Verkehrsflughafen ausgebaut werden.
Widerstand
gegen dieses Vorhaben kommt nicht nur von den betroffenen
Bürgerinnen
und Bürgern, sondern insbesondere auch von Investoren
für
dort befindliche bevorzugte Wohngebiete und ruhige
Industrieansiedlungen. Im Vergleich zu dem Proteststurm der
Bevölkerung mit Unterstützung politischer Parteien
erscheint der Braunschweiger Widerstand gegen die Verlängerung
der Startbahn wie ein laues Lüftchen. Orientieren wir uns
daher
mit unseren Protesten an einer derartig vorbildlichen Kampagne! Lesen
Sie zur Einstimmung den Artikel
unter
http://openpr.de/news/99176/Flughafen-Oberpfaffenhofen-Das-ist-dumm-Stoiber-spielt-Lebensqualitaet-gegen-Arbeitsplaetze
und
googeln Sie im Internet mit der Suche nach dem Begriff "Flughafen
Oberpfaffenhofen".
Warum kommen wir
eigentlich nur so
mühsam voran?
Haben Sie sich auch schon
einmal gefragt,
warum die Bürgerinitiativen nur so mühsam
vorankommen?
Warum seit Jahren keine Einigung bei Grenzwerten für
Fluglärm
erzielt wird? Warum in Braunschweig - trotz der zwingenden Vorschrift
für Verkehrsflughäfen - keine Lärmzonen
ausgewiesen
werden? Warum ein unantastbares Flora-Fauna-Habitat-Gebiet
der
EU gemeldet wird, nur damit eine Ausnahmegenehmigung für die
Verlängerung der hiesigen Startbahn beantragt werden kann?
Lesen
Sie:
Profitabel - Wie die Industrie an Gesetzen mitstrickt
„… "Lobbyisten versuchen, die Politik zu beeinflussen, um ihrem Arbeitgeber Vorteile zu verschaffen. Dazu sprechen sie auch in Ministerien vor. Manche Lobbyisten haben das gar nicht mehr nötig - sie sind nämlich schon da. Ja, richtig, das ist neu: Lobbyisten haben in unseren Ministerien mittlerweile eigene Büros - Tür an Tür mit Regierungsbeamten und ... mit eigener Durchwahl, und schreiben an Gesetzen mit. Bezahlt werden sie von ihren Unternehmen. Leihbeamte - gut für die Wirtschaft, schlecht für Bürger…" Bericht von Ralph Hötte, Kim Otto, Markus Schmidt, Matthias Veit als Text der MONITOR-Sendung vom 19. Oktober 2006 beim WDR.
Lesen Sie dazu auch in der
Anlage die diesbezügliche
Pressemitteilung
der
Kommission zur Abwehr des Fluglärms
September 2006
Neben
den argumentativen und
juristischen Bemühungen zur Verhinderung der geplanten
Verlängerung der Startbahn des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg
ist nun anlässlich der Kommunalwahl 2006 auch die politische
Ebene eindrucksvoll besetzt worden. Mitglieder der
Bürgerinitiativen
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg haben sich bei dieser Wahl als
Kandidatinnen und Kandidaten der Bürgerinitiative Braunschweig
(BIBS) zur Verfügung gestellt. Andere Mitglieder der
Bürgerinitiativen Flughafen Braunschweig-Wolfsburg haben am
Wahlkampf aktiv teilgenommen, Informationen verteilt und versandt,
Versammlungen organisiert, Vorträge gehalten, Leserbriefe an
die
Braunschweiger Zeitung und Artikel für die Umweltzeitung und
für
den Hondelager Monat geschrieben. Der Erfolg kann sich sehen lassen:
Nach nur dreimonatiger Vorbereitungszeit hat die
Bürgerinitiative
Braunschweig (BIBS) mit tatkräftiger Unterstützung
von
Mitgliedern der Bürgerinitiativen Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg bei der Kommunalwahl 2006 vier Sitze im Rat
der Stadt Braunschweig erlangt - einen mehr als die seit Jahren
etablierte FDP. Zwei der neuen Ratsmitglieder, Frank Gundel
(Hondelage) und Horst Steinert (Kralenriede), sind aktive Mitglieder
der Initiativen. Nur noch wenig mehr als ein Viertel der
Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger haben sich
dagegen
für den Oberbürgermeister dieser Stadt und
für dessen
Politik ausgesprochen. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung ist
jedoch weiterhin ein starkes Engagement der Bürgerinnen und
Bürger gegen Fehlentwicklungen in ihrer Stadt wie die geplante
Startbahnverlängerung gefordert.
Gegen die
Desinformation
der Braunschweiger Bevölkerung und des Rats der Stadt
Braunschweig zur geplanten Startbahnverlängerung muss
fortlaufend Stellung bezogen werden. Ein Beispiel:
Der Fraktionsführer der CDU im Rat der Stadt Braunschweig hatte am 18.07.2006 im Rat berichtet: "Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat uns beispielsweise vorgerechnet, dass wir in den letzten 3 Jahren 30% Zuwachs an qualifizierten Arbeitsplätzen bekommen haben – in wenigen Jahren nur in dem Bereich – nur in den wenigen Jahren." Laut Jahresberichten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hatte das Forschungszentrum Braunschweig des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt im Jahre 1997 713 und im Jahre 2005 ca. 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von lediglich ca. 5,2 Prozent statt der vorgetragenen 30 Prozent. Auf Nachfrage nach dem Hintergrund der unglaubwürdigen Darstellung im Rat der Stadt Braunschweig teilte die Fraktionsgeschäftsstelle der CDU mit: "Herr Sehrt hat das in der Ratssitzung so nicht gesagt". Auf den Hinweis, dass hierzu aber eine Tonaufzeichnung vorläge, korrigierte die Fraktionsgeschäftsstelle: " Ich hatte die Aussage von Herrn Sehrt so verstanden, dass sich die 30%ige Erhöhung auf dem gesamten Flughafenbereich bezieht. Nach Anhörung der Tonbandaufzeichnung muss ich feststellen, dass diese Einschätzung mit der tatsächlichen Aussage nicht übereinstimmt". Die Aufforderung, Herr Sehrt möge daher anlässlich der nächsten Ratssitzung eine Entschuldigung mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns für eine unzutreffende Darstellung der Arbeitsplatzsituation am Forschungsflughafen Braunschweig abgeben, beantwortete die Fraktionsgeschäftsstelle der CDU wie folgt: "Für eine Entschuldigung von Herrn Sehrt mit "dem Ausdruck des tiefsten Bedauerns für eine unzutreffende Darstellung der Arbeitsplatzsituation am Forschungsflughafen Braunschweig" in der nächsten Ratssitzung sehe ich keinen Anlass".
Die Bürgerinitiative sieht jedoch sehr wohl einen
Anlass,
Fehlinformationen des Rats der Stadt Braunschweig zu korrigieren, die
offenbar nur zur Aufwertung der Argumentation der Befürworter
einer Startbahnverlängerung abgegeben werden.
Der
von
Immobilienbesitzern im Jahre 2004 gestellte Antrag auf Herabsetzung
des Einheitswertes ihrer Immobilien wegen
Fluglärmbelästigung
wurde im September 2006 von den Finanzämtern zunächst
abschlägig beschieden mit der Begründung, zum
jetzigen
Zeitpunkt der Rechtslage sei nicht erkennbar, wodurch ein Abschlag im
Sinne des Bewertungsgesetzes begründbar wäre.
Konkret: der
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg fällt zur Zeit nicht unter
das
gültige Fluglärmgesetz. Daher werden auch keine
Lärmschutzbereiche ausgewiesen. Und wo es keine
Lärmschutzbereiche gibt, gibt es auch keine Herabsetzung des
Einheitswertes wegen Fluglärmbelästigung. So einfach
ist
das. Die Bürgerinitiative Hondelage-Dibbesdorf teilt dazu mit:
Bescheid des Finanzamtes zum Antrag auf Herabsetzung des Einheitswertes
Alle, die beim Finanzamt Braunschweig-Altewiekring einen Antrag auf Herabsetzung des Einheitswertes/ Grundsteuermessbetrages aufgrund des geplanten Flughafenausbaus gestellt hatten, haben jetzt vom Finanzamt eine abschlägige Antwort erhalten. Wir empfehlen Ihnen, innerhalb der Einspruchsfrist von 1 Monat gegen diesen Bescheid Einspruch einzulegen. Ein vorbereitetes Widerspruchsschreiben steht demnächst im Internet unter der Adresse http://bi-flughafen-bs.de unter "New" zum Herunterladen zur Verfügung. Wer nicht über einen Internetzugang verfügt, kann sich einen Vordruck bei einem der BI Vertreter in seiner Nähe abholen (Adressen sind zu erfragen unter Tel. 05309-5112).
August 2006
Das
Planfeststellungsverfahren für den Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg läuft weiterhin und die
Planfeststellungsbehörde in Wolfenbüttel
beabsichtigt, bis
Ende 2006 zu einem Ergebnis ihrer Prüfungen und
Abwägungen
zu gelangen. Unter Umständen sei auch noch ein
ergänzendes
Anhörungsverfahren erforderlich, da sich neue Tatsachen
ergeben
haben (u.a. durch die neue
Landschaftsschutzgebietsverordnung).
Unseres
Erachtens geht
der Versuch einer Verdummung der Bevölkerung indes ungebremst
weiter. Aus der Braunschweiger Zeitung vom 09.08.2006
"Verlängerung
der Startbahn: Nächste Hürde zur Genehmigung
genommen":
Behauptung |
Es besteht Planungssicherheit für die Verlängerung der Startbahn. |
| Tatsache | Eine Planfeststellung ist bisher nicht erfolgt. |
| Behauptung |
Von einer Verlängerung sei "Niederwald" betroffen, alles andere sei "normaler Wald". |
| Tatsache | Laut Umweltatlas der Stadt Braunschweig handelt es sich bei dem betroffenen Wald um Eichenmischwald, nachzusehen unter http://www.braunschweig.de/leben/umwelt_naturschutz/umweltatlas/4/SK70-07_Baumarten4_3.pdf Unter Niederwald versteht man eine heute kaum noch übliche, plantagenartige Form der Forstwirtschaft, bei der Baumarten verwendet werden, die zu einer Regeneration aus Stockausschlägen fähig sind. Nachzulesen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Niederwald |
| Behauptung | Mit der Landebahnverlängerung gehen nur ca. 1% des Vogelschutzgebiets verloren. |
| Tatsache | Der Untersuchungsraum des ornithologischen Gutachtens betraf nicht das ca. 3.000 ha große und nicht auf Braunschweiger Boden befindliche, weit abgelegene Vogelschutzgebiet V48. Es betraf 417 ha am Flughafen befindliches und für die Braunschweiger Bevölkerung fußläufig erreichbares Waldgebiet, das mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kriterien eines faktischen Vogelschutzgebiets erfüllt. Nachzulesen unter http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C15082908_L20.pdf |
| Behauptung | Die Verlängerung erlaubt auch Start und Landung größerer Maschinen, so des neuen Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt oder des A 319 von Volkswagen. |
| Tatsache | Nicht nur der Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie Flugzeuge des Typs Airbus A319 sind in Braunschweig gelandet und gestartet. Der Airbus A319 der Volkswagen AG ist in Braunschweig stationiert. |
| Behauptung |
Der Flughafen ist Standort für ca. 24 größere Firmen, Behörden und Forschungseinrichtungen, die ihn zum großen Teil für ihre Arbeit benötigen. |
| Tatsache | In den Unterlagen zur Planfeststellung finden sich als am Flughafen stationierte Bedarfsträger einer Landebahnverlängerung nur das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die TU Braunschweig, die Aerodata GmbH und die Volkswagen AG. Nur die Volkswagen AG lieferte mit beabsichtigten Ultra-Langstreckenflügen des VW-Managements von Braunschweig aus statt von Hannover aus eine nachvollziehbar erscheinende Begründung. Es ist allerdings eine Abwägungsfrage, ob für wenige Flüge pro Jahr und für eine geringe Zeitersparnis 100 ha Wald mit ca. 60.000 Bäumen sowie ein ortsnahes Vogelschutzgebiet zur Vernichtung freigegeben werden. |
Juli 2006
Mit
einer neuen Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet "Querumer
Forst" will die Stadt Braunschweig den Weg frei machen für
eine Landebahnverlängerung des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg
mitten in ein Landschafts- und Vogelschutzgebiet hinein. Andererseits
ist in der Verordnung untersagt, dass sich in dem betreffenden Gebiet
mehr als 25 Personen zu einer Veranstaltung zusammenfinden, da das -
und nicht etwa der Flugbetrieb - ja die Ruhe der bedrohten Vogelarten
stören könnte!
Nachdem die neue
Verordnung zum
Landschaftsschutzgebiet vom Stadtbezirksrat Hondelage abgelehnt
worden war, wurde die Verordnung im Stadtbezirksrat
Bienrode-Waggum-Bevenrode zur Abstimmung gestellt. Obwohl alle
Mitglieder des Stadtbezirksrats unseren Appell (siehe
Bürgerinitiative Waggum (98)) erhalten hatten und trotz der
Proteste einiger Grundstückseigentümer, hat unser
Stadtbezirksrat der neuen Verordnung wie folgt zugestimmt:
| Sehrt (CDU) |
ja |
| Cordes (CDU) |
ja |
| Kliesch (CDU) |
ja |
| Weber (CDU) |
fehlte entschuldigt |
| Reichelt (FDP) | ja |
| Stülten (SPD) | nein |
| Schönfeld (SPD) | nein |
| Rabe (SPD) | nein |
| Gafert (SPD) | fehlte entschuldigt |
Die Abstimmung ging somit mit 4 Ja-Stimmen
und 3 Nein-Stimmen für
die neue Verordnung aus.
Bei der am 10.09.2006
anstehenden
Kommunalwahl mit Wahl der Stadtbezirksräte haben Sie nun
Gelegenheit, jene in den Stadtbezirksrat zu berufen, die sich
für
Ihre ureigensten Interessen an Ihrem unmittelbaren Wohnort auch
tatsächlich einsetzen.
Am 18.07.2006 wurde
dann im Rat
der Stadt Braunschweig die neue Verordnung mit den Stimmen von CDU,
FDP und SPD angenommen. Das Bezirksrats- und Ratsmitglied
Stülten
(SPD) hat sich jedoch bei dieser Abstimmung der Stimme
enthalten.
Laut Bekanntgabe der Stadt Braunschweig
hat sich
die Zahl der Arbeitsplätze am Forschungsflughafen Braunschweig
wie folgt entwickelt:
2002: 1.670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2004: 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2005: 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Trotz dieses Arbeitsplatzverlusts von
10% am Forschungsflughafen
Braunschweig in den vergangenen drei Jahren wird das Stadtbezirks-
und Ratsmitglied Sehrt in der Braunschweiger Zeitung vom 20.07.2006
wie folgt zitiert: "Wolfgang Sehrt, CDU-Fraktionsvorsitzender,
wies ebenfalls auf die Arbeitsplätze hin, die am
Forschungsflughafen geschaffen worden seien. Allein beim Deutschen
Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt seien in den
vergangenen Jahren 30 Prozent neue Arbeitsplätze
entstanden."
Die Begründungen der
Ausbaubefürworter
haben mittlerweile schon tragikomische Züge
angenommen.
Hintergründe und
Entwicklungen
Mit der beabsichtigten Landebahnverlängerung sind keine neuen Arbeitsplätze verbunden. Auf Anfragen im Rat der Stadt Braunschweig antwortete OB Dr. Hoffmann am 12.07.05: „Es gibt keine Zusage von Ansiedlungen, falls die Landebahn verlängert wird“. Und weiter am 01.08.05: „Das Ansiedlungsgeschäft ist weitgehend tot“. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt braucht eine Verlängerung angeblich für seinen neuen Airbus, obwohl in Braunschweig Airbusse landen und starten. Hintergrund mag u.a. der interne Wettbewerb mit dem Flugbetrieb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen sein. Nachvollziehbar ist hingegen, dass VW eine Verlängerung für einige Ultra-Langstreckenflüge seines Managements pro Jahr begrüßen würde. Die Abwägungsfrage ist allerdings, ob dafür 60.000 Bäume fallen sollen und ein Landschafts- und Vogelschutzgebiet vernichtet werden darf. Wir sind für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.
VW nutzt den Flughafen zu ca. 52% aller Flugbewegungen inkl. Charter. Flüge für die Forschung haben jedoch nur einen Anteil von 1,6%. Während die Verluste des Flughafens von z.Z. 1,4 Mio. Euro pro Jahr zu 83% von öffentlichen Haushalten - also von den Steuerzahlern - zu tragen sind, beteiligt sich VW entsprechend seinem Gesellschafteranteil nur mit 17% an diesem jährlich wachsenden Defizit. Wir halten dies für eine unerwünschte, indirekte Subventionierung von VW durch den Steuerzahler.
Nach einer Verlängerung der Start- und Landebahn würde sich die Flughafengesellschaft, wie zuletzt in der Anhörung zum Planfeststellungsverfahren mehrfach von ihr bestätigt, um jede Art von zusätzlichem Flugverkehr bemühen. Der dann zu erwartende Fracht- und Billigflugverkehr würde, da rund um die Uhr betrieben, zu einer völlig unzumutbaren Belastung für die Anwohner im Nordosten Braunschweigs führen. Der mit dem Ausbau sprunghaft wachsende, jährliche Betriebsverlust wird aber trotz solcher Bemühungen nach Studien der Deutscher Bank und der Lufthansa nicht zu vermeiden sein.
Eine ausgewogene Abwägung von Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Belastungen muss daher unseres Erachtens weiterhin gegen die beabsichtigte Verlängerung der Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ausfallen.
Der beabsichtigten Verlängerung der Start-/Landebahn
des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg steht u.a. ein faktisches
Vogelschutzgebiet entgegen, in das die Verlängerung
hineingebaut
werden soll. Das Gutachten wurde von der Flughafengesellschaft
Braunschweig-Wolfsburg mbH. selbst in Auftrag gegeben.
Die
Stadt Braunschweig versucht nun nach unserer Auffassung mit einem
verwaltungstechnischen Trick, sich selbst eine Ausnahmegenehmigung
für die Zerstörung des Vogelschutzgebiets erteilen zu
können, um danach die beabsichtigte Verlängerung zu
verwirklichen.
Die Stadt Braunschweig sucht zur Zeit
nach
einer Zustimmung für eine neue diesbezügliche
Verordnung
zum Landschaftsschutzgebiet LSG BS-9 in den
Stadtbezirksräten
(fortlaufend), im Planungs- und Umweltausschuss am 05.07.2006 und im
Rat der Stadt Braunschweig am 18.07.2006. Am 18.07.2006 soll der Rat
der Stadt Braunschweig auf Vorschlag der Verwaltung die neue
Verordnung beschließen.
Mitglieder des
Planungs- und
Umweltausschusses sind:
Ratsfrau
Isolde
Saalmann (SPD)
Ratsherr Reiner Manlik (CDU), (stvV)
Ratsherr
Dr.-Ing. Rüdiger Budde (CDU)
Ratsherr Manfed
Dobberphul
(SPD)
Ratsherr Werner Hogrefe (CDU)
Ratsherr
Prof. Dr.-Ing.
Ulrich Klages (FDP)
Ratsfrau Renate Wittig (SPD)
Mit
beratender Stimme:
Ratsfrau Birgit Leube (Grundmandat
Grüne)
Die Bürgerinitiativen Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg
haben daher einen Appell an die Mitglieder von
Stadtbezirksräten,
Ausschüssen und dem Rat der Stadt Braunschweig verfasst (siehe
Anlage) und bitten Sie, den Appell auszudrucken und an alle von Ihnen
erreichbaren Mitglieder der genannten Gremien zu übergeben
bzw.
zu versenden.
In dem Appell wird begründet,
warum die
Bürgerinitiativen die neue Verordnung für eine
Irreführung
der Bürgerinnen und Bürger halten: Man
verkündet
hochgesteckte Ziele für den Landschafts- und Vogelschutz, um
dann in dem betreffenden Gebiet eine Verlängerung der
Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg vornehmen zu
können.
Beschlußvorlage
und alle relevanten Dokumente
Alle
vorstehenden Unterlagen
sind auch von der Bürgerinitiative Waggum erhältlich.
In
seiner Sitzung vom 03.07.2006 hat der Stadtbezirksrat 113 Hondelage
einen Antrag zur Annahme der neuen Verordnung abgelehnt. Es
wäre
zu wünschen, dass auch andere Stadtbezirksräte aus
nahe
liegenden Gründen die Annahme der neuen Verordnung
ablehnen.
Juni
2006
Anlässlich
der Sitzung des
Stadtbezirksrats Hondelage am 08.05.2006 erklärte das
Stadtbezirksratsmitglied Wolfgang Richter (CDU), dass die geplante
Verordnung zur Änderung der Verordnung zum
Landschaftsschutzgebiet selbstverständlich dazu diene, dass
die
geplante Verlängerung der Start-/Landebahn des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg in das betreffende Gebiet hinein erfolgen
könne. Damit haben die Befürworter dieses Vorhabens
für
jedermann erkennbar die Katze aus dem Sack gelassen.
Andererseits
haben die Befürworter einer Verlängerung der
Start-/Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg berechtigte
Zweifel, ob bei einer sinngemäßen Umsetzung der
geplanten
Verordnung - notfalls mit Hilfe der Gerichte - in diesem Gebiet dann
überhaupt noch Veränderungen möglich sind.
In der
Sitzung des Stadtbezirksrats Bienrode-Waggum-Bevenrode vom 04.05.2006
(siehe Anlage "Vogelschutz und Radfahrweg") wurde dazu
festgestellt, dass "nach der Veränderung der
Landschaftsschutzgebietsverordnung keine Änderungen in der
Landschaft mehr vorgenommen werden können".
Bürgerinnen
und Bürger erkennen: ein Radfahrweg durch das
betreffende
Gebiet würde demnach durch die neue Verordnung ausgeschlossen
werden. Eine Start-/Landebahn für Flugzeuge würde
jedoch
den Schutz- und Erhaltungszweck des Gebiets nicht
beeinträchtigen.
Informieren Sie sich
daher, wer für
derartigen Unfug verantwortlich ist und diesen persönlich mit
trägt. Informieren Sie sich, welche zur Kommunalwahl 2006
anstehenden Kandidaten und Stadtbezirksratsmitglieder Ihre Interessen
nachweislich vertreten. Zur Erinnerung: bei der Kommunalwahl geht es
nicht um Bundespolitik, sondern um örtliche und damit um Ihre
ureigensten Belange in Ihrer unmittelbaren Lebensumgebung.
Mai
2006
Das
Planfeststellungsverfahren für den
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg läuft. Ein
Planfeststellungsbeschluss wurde anfangs im August 2006 erwartet und
wird nun möglicherweise erst im November 2006 vorliegen.
Im
Erörterungstermin vom 19.-21.12.2005 wurde erstmals das
ornithologische Gutachten bekannt, das im Auftrag der
Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg erstellt wurde und das
bereits seit Oktober 2005 vorlag. Eine
Kopie des
ornithologischen Gutachtens kann bei Bedarf per Email zugestellt
werden.
Aufgrund dieses Gutachtens, das
das betreffende
Gebiet sinngemäß für unantastbar einstuft,
versucht
nach unserer Auffassung die Stadt Braunschweig nunmehr, das
betreffende Gebiet in eigener Regie für eine
Landebahnverlängerung herzurichten.
Am
10.04.2006 wurde
daher ein Entwurf der Verordnung zur Änderung der Verordnung
über das Landschaftsschutzgebiet "Querumer Holz und
angrenzende Landschaftsteile" einschließlich der
Erweiterung des EU-Vogelschutzgebiets V48 "Laubwälder
zwischen Braunschweig und Wolfsburg" öffentlich ausgelegt
(siehe Anlage).
Der Entwurf liegt in Text und Karte
bis zum
19.05.2006 bei der Stadt Braunschweig, Fachbereich Stadtplanung und
Umweltschutz, Beratungsstelle Planen-Bauen-Umwelt, Zimmer 507, Langer
Hof 8, 38100 Braunschweig, Montag bis Freitag 8:30 bis 14:00 Uhr
sowie Donnerstag 08:30 bis 18:00 Uhr sowie bei der Abteilung
Umweltschutz, Zimmer 7, Petritorwall 8, 38118 Braunschweig, Montag
bis Donnerstag 09:00 bis 16:00 Uhr und Freitag 09:00 bis 13:30 Uhr
aus.
Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen:
neben einer
weitergehenden als bisher erfolgten Unterschutzstellung des
betreffenden Gebiets stellt die Stadt Braunschweig nach unserer
Auffassung die Weichen für eine Landebahnverlängerung
wie
folgt:
§ 7 Freistellungen
Keinen Einschränkungen aufgrund dieser Verordnung unterliegen:
.
.
6. Pläne oder Projekte, deren Verträglichkeit durch eine Prüfung gem. § 6 Abs. 3 FFH-Richtlinie, § 34 Abs. 2 BNatSchG, § 34c Abs. 2 NNatG festgestellt bzw. nach Maßgabe von § 6 Abs. 4 FFH-Richtlinie, § 34 Abs. 3 bis 5 BNatSchG, § 34 c Abs. 3 bis 5 zugelassen worden sind und zugleich die sonstigen Schutzzwecke nach § 4 Abs. 1, 3 und 4 dieser Verordnung im geringstmöglichen Maß beeinträchtigen
.
.
§ 8 Ausnahmen, Befreiungen
(1) Wird durch eine nach § 5 verbotene Handlung der Charakter des Landschaftsschutzgebietes nicht verändert und der Schutzzweck nicht beeinträchtigt, kann die untere Naturschutzbehörde auf Antrag eine Ausnahme zulassen.
(2) Im Übrigen kann von den Verboten dieser Verordnung nach Maßgabe des § 53 NNatG auf Antrag Befreiung gewährt werden.
Nach unserer Auffassung könnte sich so die
Naturschutzbehörde
der Stadt Braunschweig und damit die Stadt Braunschweig selbst eine
Ausnahmegenehmigung erteilen.
Wenden
Sie sich daher bis zum 19.05.2006 mit Eingaben an eine der vorstehend
genannten, auslegenden Stellen wegen des Verdachts der
Aushöhlung
des Natur- und Landschaftsschutzes zu Gunsten einer beabsichtigten
Verlängerung der Start-/Landebahn des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg gegen diese Verordnung zur Änderung der
bestehenden Verordnung, mit der offensichtlich der Bock zum
Gärtner
gemacht werden soll ! Fordern Sie eine Änderung der
§7 und
§8, so dass ein Eingriff wie z.B. eine
Start-/Landebahnverlängerung in das betreffende Gebiet mit
Sicherheit ausgeschlossen wird und dass der in §4 genannte
Schutzzweck und die Erhaltungsziele uneingeschränkt und ohne
Ausnahmen gewährleistet werden.
Eine
Kopie der öffentlichen Auslegung des Entwurfs der Verordnung
zur
Änderung der Verordnung über das betreffende
Landschaftsschutzgebiet vom 10.04.2006 kann bei Bedarf per Email
zugestellt werden.
März
2006
Im Nachgang zum
Erörterungstermin zum
Planfeststellungsverfahren für den Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg vom 19.-21.12.2005 hat unser Rechtsanwalt
Eingaben und Anträge an die Planfeststellungsbehörde
gerichtet. Allerdings wurde beispielsweise der Antrag auf Aussetzung
des Planfeststellungsverfahrens aufgrund unzureichender rechtlicher
Grundlagen wie in solchen Fällen üblich mit der
Begründung
abgewiesen, man brauche ja gerade das Planfeststellungsverfahren, um
die rechtlichen Grundlagen zu prüfen.
Herr
Jens
Drückhammer (Bürgerinitiative Kralenriede) hat mit
erheblichem Engagement erreicht, dass die Bürgerinitiativen
nun
im Besitz der Stellungnahmen der Flughafengesellschaft zu den
Einwendungen im Planfeststellungsverfahren in Form einer CD-ROM sind.
In dieser Dokumentation werden die Einwendungen der jeweiligen
Einwendungsträger und die entsprechenden
Gegenäußerungen
des Antragstellers (Flughafengesellschaft) sehr übersichtlich
gegenübergestellt. Die Schwächen der Argumentation
des
Antragstellers werden in der Schriftform für jedermann
deutlich
erkennbar, besser als in jeder Anhörung oder
Erörterung.
Die vom Antragsteller gewählte Form der
Gegenäußerung
mag allerdings für betroffene Bürgerinnen und
Bürger
Anlaß für eine geharnischte Beschwerde über
die
Behandlung ihrer Einwendungen sein.
Mit
Unterstützung der
EU-Parlamentarierin Rebecca Harms haben wir bei der EU eine
Beschwerde über den Missbrauch von Europäischen
Fördergeldern (Ziel-2- und GA-Förderung in
Niedersachsen
2000-2006) zum beabsichtigten Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg (Kombinationsfördermaßnahme
5.01
gem. EPPD-Ziel-2-Niedersachsen und nationale GA) eingereicht und um
ein persönliches Gespräch im Kommissariat
Regionalpolitik
gebeten.
Die Ausbaubefürworter sind
weiterhin u.a. mit
folgenden Problemen konfrontiert:
Mehrere Millionen Euro teure Gutachten zum Raumordnungsverfahren (Alte Begründung: Ausbau angesichts hohen Verkehrsaufkommens) waren mangels Förderfähigkeit eines derart begründeten Vorhabens vermutlich für die Katz. Die Gutachten mussten für das Planfeststellungsverfahren (Neue Begründung: Ausbau nur für die Forschung) offensichtlich mit erheblichem Aufwand umfrisiert werden, um möglicherweise unter dem Deckmantel der Forschung doch noch Fördermittel der EU erlangen zu können.
Trotz eines Ausbaus "nur für die Forschung" muss an einem Ausbau für Charter-, Linien- und Werksverkehr festgehalten werden, denn nur so lasse sich laut Aussage der Ausbaubefürworter das steigende Defizit der Flughafengesellschaft in den Griff bekommen.
Der Flughafen Hannover lehnt jedoch jeden Ausbau ab, der in den Geschäftsbereich des nicht ausgelasteten Flughafens Hannover eingreifen würde.
Das faktisch bestehende, für den Ausbau jedoch benötigte Vogelschutzgebiet ist nach geltender Rechtsauffassung unantastbar. Die Stadt Braunschweig wird jedoch vermutlich in Kürze versuchen, in eigener Regie das betreffende Gebiet als "Landschaftsschutzgebiet mit besonderen Auflagen" auszuweisen und sich danach selbst für die beabsichtigte Landebahnverlängerung eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen.
Ein für die beabsichtigte Landebahnverlängerung benötigtes Gelände ("Filetstück") steht jedoch weiterhin nicht zum Verkauf.
Die mit der Durchführung des geplanten und mit der Erschließung zweier neuer Gewerbegebiete insgesamt ca. 45 Mio. Euro teuren Projekts zu beauftragende Struktur Braunschweig GmbH hat seit Jahren und erneut laut Taschenkalender 2006 der Stadt Braunschweig einen Personalstand von Null Personen und vermittelt damit den Eindruck einer Briefkastenfirma, die möglicherweise nur gegründet wurde, um erwartete Fördermittel der EU beantragen zu können. Die Flughafengesellschaft selbst kann einen derartigen Antrag nicht mit Aussicht auf Erfolg stellen.
Februar 2006
Nach
dem Erörterungstermin zum
Planfeststellungsverfahren für
den Flughafen Braunschweig-Wolfsburg vom 19.-21.12.2005 vertraten die
Rechtsbeistände der Bürgerinitiativen die Auffassung,
dass
für den beabsichtigten Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg zur Zeit keine ausreichende rechtliche
Grundlage vorhanden ist. Diesbezügliche Einwendungen sowie die
Bitte um die Möglichkeit einer Einsichtnahme von
Stellungnahmen
der Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg zu den Einwendungen
der Bürgerinitiativen wurden von der
Planfeststellungsbehörde
bisher nur zur Kenntnis genommen und im Falle der Einsichtnahme der
Stellungnahmen abgelehnt.
Zu dem Beitrag der
Braunschweiger
Zeitung vom 10.01.2006: "Man
kann sich nicht einfach über den Naturschutz
hinwegsetzen"
wurde die IHK Braunschweig um ein Gespräch zur
Erläuterung
der Hintergründe ihrer Einlassungen zum beabsichtigten Ausbau
des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg gebeten. Die IHK Braunschweig
hat diese Bitte mit zum Teil abenteuerlich anmutenden Behauptungen
abgelehnt. Der gesamte Vorgang kann auf der Webseite der
Bürgerinitiativen Flughafen Braunschweig-Wolfsburg unter IHK
nachgelesen werden.
Januar
2006
Vom 19.-21.12.2005
hat ein
Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren für
den
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg stattgefunden, bei dem betroffene
Bürgerinnen und Bürger, Bürgerinitiativen,
angeschlossene Verbände sowie die Schutzgemeinschaft gegen
Fluglärm Braunschweig e.V. durch zwei namhafte
Rechtsanwälte
vertreten waren.
Die Rechtsanwälte haben
ihre Aufgaben
mit großem Engagement und mit hervorragender Kompetenz
übernommen. Es wurde deutlich, dass ohne eine derartig
rechtliche Vertretung die Argumentationsschwächen der
Ausbaubefürworter in Anwesenheit der
Planfeststellungsbehörde
auch nicht nur annähernd derartig beeindruckend gebrandmarkt
worden wären.
Entsprechend unsicher
argumentierten die
Ausbaubefürworter und verloren bis zum Ende der Veranstaltung
zunehmend an Boden. Von den angeblichen Bedarfsträgern eines
Ausbaus, nämlich Aerodata, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, TU Braunschweig und VW,
verließen deren Repräsentanten bereits nach dem
ersten Tag
die Sitzung. Nur der Vertreter von VW harrte bis zum Schluß
aus, wohl wissend, dass der beabsichtigte Ausbau vornehmlich den
Interessen von VW dienen soll.
In
Gesprächen mit
anwesenden Fachleuten zeigte sich, dass die Ausbaubefürworter
u.a. mit folgenden Problemen konfrontiert sind:
Mehrere Millionen Euro teure Gutachten zum Raumordnungsverfahren (Alte Begründung: Ausbau angesichts hohen Verkehrsaufkommens) waren mangels Förderfähigkeit eines derart begründeten Vorhabens vermutlich für die Katz. Die Gutachten mussten für das Planfeststellungsverfahren (Neue Begründung: Ausbau nur für die Forschung) vermutlich mit erheblichem Aufwand umfrisiert werden, um möglicherweise unter dem Deckmantel der Forschung doch noch Fördermittel der EU erlangen zu können.
Trotz eines Ausbaus "nur für die Forschung" muss an einem Ausbau für Charter-, Linien- und Werksverkehr festgehalten werden, denn nur so lasse sich laut Aussage der Ausbaubefürworter das steigende Defizit der Flughafengesellschaft in den Griff bekommen.
Der Flughafen Hannover lehnt jedoch jeden Ausbau ab, der in den Geschäftsbereich des nicht ausgelasteten Flughafens Hannover eingreifen würde.
Das faktisch bestehende, für den Ausbau jedoch benötigte Vogelschutzgebiet ist nach geltender Rechtsauffassung unantastbar. Mit einer Meldung des Vogelschutzgebiets an die EU versucht ausgerechnet der Nds. Umweltminister, auf europäischer Ebene eine Ausnahmegenehmigung für die Zerstörung eines faktischen Vogelschutzgebiets zu erreichen. Nach Meinung eines Gutachters sei aber die EU in diesem Falle noch restriktiver als der nationale Gesetzgeber.
Ein für den beabsichtigten Ausbau benötigtes Gelände ("Filetstück") steht nicht zum Verkauf.
Die mit der Durchführung des geplanten und ca. 45 Mio. Euro teuren Projekts zu beauftragende Struktur Braunschweig GmbH hat seit Jahren und erneut laut Taschenkalender 2006 der Stadt Braunschweig einen Personalstand von Null Personen und vermittelt damit den Eindruck einer Briefkastenfirma, die möglicherweise nur gegründet wurde, um erwartete Fördermittel der EU beantragen zu können. Die Flughafengesellschaft selbst kann einen derartigen Antrag nicht mit Aussicht auf Erfolg stellen.
Nach dem
Erörterungstermin zum
Planfeststellungsverfahren für den Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg vom 19.-21.12.2005 vertraten die
Rechtsbeistände der Bürgerinitiativen die Auffassung,
dass
für den beabsichtigten Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg keine ausreichende rechtliche Grundlage
vorhanden ist. Diesbezügliche Einwendungen sowie die Bitte um
die Möglichkeit einer Einsichtnahme von Stellungnahmen der
Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg zu den Einwendungen der
Bürgerinitiativen wurden von der
Planfeststellungsbehörde
zur Kenntnis genommen und im Falle der Einsichtnahme der
Stellungnahmen abgelehnt.
Zu dem Beitrag der
Braunschweiger
Zeitung vom 10.01.2006: "Man
kann sich nicht einfach über den Naturschutz hinwegsetzen"
wurde die IHK Braunschweig um ein Gespräch zur
Erläuterung
der Hintergründe ihrer Einlassungen zum beabsichtigten Ausbau
des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in diesem Beitrag gebeten. Die
IHK Braunschweig hat diese Bitte mit zum Teil abenteuerlich
anmutenden Behauptungen abgelehnt. Der gesamte Vorgang kann auf der
Webseite der Bürgerinitiativen Flughafen
Braunschweig-Wolfsburg
unter
IHK nachgelesen
werden.